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Im Sommer des Jahres 2013 wurde aufgrund eines Antrages auf Genehmigung von 480 Hubschrauberflügen im [[Krimmler Achental]], die zwecks Holzbringung erforderlich sind, eine heftige Diskussion ausgelöst. Es geht dabei um privaten Waldbesitz innerhalb des Nationalparks Hohe Tauern, in dem die Schlägerung einer größeren Anzahl von Zirben geplant ist. Nun soll sogar die EU-Kommission eingeschaltet werden, um ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Republik Österreich einzuleiten.
 
Im Sommer des Jahres 2013 wurde aufgrund eines Antrages auf Genehmigung von 480 Hubschrauberflügen im [[Krimmler Achental]], die zwecks Holzbringung erforderlich sind, eine heftige Diskussion ausgelöst. Es geht dabei um privaten Waldbesitz innerhalb des Nationalparks Hohe Tauern, in dem die Schlägerung einer größeren Anzahl von Zirben geplant ist. Nun soll sogar die EU-Kommission eingeschaltet werden, um ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Republik Österreich einzuleiten.
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Die am Erhalt der Zirben-Bestände innerhalb des Nationalparks interessierten Umweltschützer sehen das Kernproblem im geltenden österreichischen Forstgesetz, das nicht EU-konform sei. Denn der [[Nationalpark Hohe Tauern]] ist ein Natura 2000-Schutzgebiet, nach dem die Zirben-Bestände zu schützen sind. Schlägerungsgenehmigungen werden jedoch nach dem Forstgesetz erteilt. In diesem gibt es aber keinen Bezug zur Schutzgebietsform Natura 2000. Landesumweltanwalt [[Wolfgang Wiener]] ist der Meinung, dass man nicht auf eine Änderung des Forstgesetzes warten müsse, um die Zirben-Bestände zu retten. Man könne seiner Ansicht nach Zirben-Sonderschutzgebiete ausweisen, die zum Schutz der ohnehin wenigen größeren Zirben-Bestände geeignet wären.
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Die am Erhalt der Zirben-Bestände innerhalb des Nationalparks interessierten Umweltschützer sehen das Kernproblem im geltenden österreichischen Forstgesetz, das nicht EU-konform sei. Denn der [[Nationalpark Hohe Tauern]] ist ein Natura 2000-Schutzgebiet, nach dem die Zirben-Bestände zu schützen sind. Schlägerungsgenehmigungen werden jedoch nach dem Forstgesetz erteilt. In diesem gibt es aber keinen Bezug zur Schutzgebietsform Natura 2000.  
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Nationalparkdirektor [[Wolfgang Urban]] erwartet sich einen flächendeckenden Zirben-Schutz nur durch eine Änderung des Forstgesetzes. Damit wären dann auch die Zirben-Bestände außerhalb des Nationalparks geschützt. In Vorbereitung befindet sich bereits eine Novelle des Nationalparkgesetzes, durch die u.a. die Verankerung von EU-Richtlinien (Vogelschutzrichtlinie, Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie), sowie eine Verwaltungsvereinfachung garantiert wird.
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Landesumweltanwalt [[Wolfgang Wiener]] ist der Meinung, dass man nicht auf eine Änderung des Forstgesetzes warten müsse, um die Zirben-Bestände zu retten. Man könne seiner Ansicht nach Zirben-Sonderschutzgebiete ausweisen, die zum Schutz der ohnehin wenigen größeren Zirben-Bestände geeignet wären. Nationalparkdirektor [[Wolfgang Urban]] erwartet sich einen flächendeckenden Zirben-Schutz nur durch eine Änderung des Forstgesetzes. Damit wären dann auch die Zirben-Bestände außerhalb des Nationalparks geschützt. In Vorbereitung befindet sich bereits eine Novelle des Nationalparkgesetzes, durch die u.a. die Verankerung von EU-Richtlinien (Vogelschutzrichtlinie, Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie), sowie eine Verwaltungsvereinfachung garantiert wird.
    
==Weblinks==
 
==Weblinks==
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