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Bereits im [[17. Jahrhundert]] trauten sich einige Abenteurer in die Höhle, um den nach einer Sage hier versteckten Schatz des später für die Höhle namengebenden Ritter Lamprecht zu suchen. Anfang des [[18. Jahrhundert]]s wurden im Bereich der Stainerhalle 14 Skelette – wahrscheinlich von Schatzsuchern - gefunden. Sie wurden entweder vom Wasser eingeschlossen oder hatten kein Licht mehr, um den Ausgang zu finden. An den Auffindungsstellen wurden damals schwarze Kreuze an die Wand gemalt.
 
Bereits im [[17. Jahrhundert]] trauten sich einige Abenteurer in die Höhle, um den nach einer Sage hier versteckten Schatz des später für die Höhle namengebenden Ritter Lamprecht zu suchen. Anfang des [[18. Jahrhundert]]s wurden im Bereich der Stainerhalle 14 Skelette – wahrscheinlich von Schatzsuchern - gefunden. Sie wurden entweder vom Wasser eingeschlossen oder hatten kein Licht mehr, um den Ausgang zu finden. An den Auffindungsstellen wurden damals schwarze Kreuze an die Wand gemalt.
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Nach der Aufklärung und dem Siegeszug der Naturwissenschaften verloren die Menschen ihre Angst vor Geistern und der Unterwelt. Die ersten Erforscher dieses Naturdenkmals waren jedoch keine Naturwissenschaftler sondern Menschen aus der Gegend. Erste Inschriften im Hachelgang und in der Stainerhalle – [[Johann Stainer]] war Bürgermeister in Lofer und ein gegeisterter Höhlenforscher – stammen vom Beginn des [[19. Jahrhundert]]s und geben zeugnis von den damaligen Befahrungen. Stainer bemühte sich sehr um die Erforschung und Erschließung der Lamprechtsofenhöhle. [[1898]] pachtete die Sektion Passau des Deutschen Alpenvereines die Höhle von den [[Österreichische Bundesforste|Österreichische Bundesforsten]] und baute den Lamprechtsofen mit großem Einsatz zur Schauhöhle aus. Im Juli [[1905]] konnte der Schauteil eröffnet werden und wurde die Höhle bereits im ersten Jahr von 1 200 Besuchern frequentiert. Sie kamen jedoch nicht wegen der Höhle selbst, sondern wegen der elektrischen Beleuchtung, die zu dieser Zeit noch eine Sensation war.
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Nach der Aufklärung und dem Siegeszug der Naturwissenschaften verloren die Menschen ihre Angst vor Geistern und der Unterwelt. Die ersten Erforscher dieses Naturdenkmals waren jedoch keine Naturwissenschaftler sondern Menschen aus der Gegend. Erste Inschriften im Hachelgang und in der Stainerhalle – [[Johann Stainer]] war Bürgermeister in Lofer und ein gegeisterter Höhlenforscher – stammen vom Beginn des [[19. Jahrhundert]]s und bezeugen von den damaligen Befahrungen. Stainer bemühte sich sehr um die Erforschung und Erschließung der Lamprechtsofenhöhle. [[1898]] pachtete die Sektion Passau des Deutschen Alpenvereines die Höhle von den [[Österreichische Bundesforste|Österreichische Bundesforsten]] und baute den Lamprechtsofen mit großem Einsatz zur Schauhöhle aus. Im Juli [[1905]] konnte der Schauteil eröffnet werden und wurde die Höhle bereits im ersten Jahr von 1 200 Besuchern frequentiert. Sie kamen jedoch nicht wegen der Höhle selbst, sondern wegen der elektrischen Beleuchtung, die zu dieser Zeit noch eine Sensation war.
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==Bäche==
 
==Bäche==
 
Die Höhle wird von drei Bächen durchflossen. Der Steinbach, er entspringt im hinteren Teil der Höhle, der Kneipbach und der Stainerhallenbach. Bei einer Hochwassersituation können pro Sekunde mehr als 10 Kubikmeter Wasser aus dem Höhleneingang stürzen. Im Winter plätschern wenig mehr als 20 Liter pro Sekunde durch die Höhlenräume. ''„Die Wasserläufe folgen der Schichtgrenze zwischen Dachsteinkalk und Dolomit und ermöglichen erst dadurch die Erforschbarkeit der Höhle.“''
 
Die Höhle wird von drei Bächen durchflossen. Der Steinbach, er entspringt im hinteren Teil der Höhle, der Kneipbach und der Stainerhallenbach. Bei einer Hochwassersituation können pro Sekunde mehr als 10 Kubikmeter Wasser aus dem Höhleneingang stürzen. Im Winter plätschern wenig mehr als 20 Liter pro Sekunde durch die Höhlenräume. ''„Die Wasserläufe folgen der Schichtgrenze zwischen Dachsteinkalk und Dolomit und ermöglichen erst dadurch die Erforschbarkeit der Höhle.“''
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