| | Das in den 70er-Jahren des [[20. Jahrhundert]]s von den Österreichischen Draukraftwerken geplante Seebachtal-Talsperrenprojekt scheiterte nach Probebohrungen am Widerstand einer Bürgerinitiative. Die bereits gewonnenen Bohrkerne wurden der Wissenschaft für geologische und pollenanalytische Untersuchungen überlassen. | | Das in den 70er-Jahren des [[20. Jahrhundert]]s von den Österreichischen Draukraftwerken geplante Seebachtal-Talsperrenprojekt scheiterte nach Probebohrungen am Widerstand einer Bürgerinitiative. Die bereits gewonnenen Bohrkerne wurden der Wissenschaft für geologische und pollenanalytische Untersuchungen überlassen. |
| − | Die Bohrungen – vier in Tiefen bis zu 96 Metern, eine weitere bis auf 160 Meter – erreichten die Grundmoräne des Talgletschers der Würmeiszeit noch oberhalb des gewachsenen Felses. Ihre Auswertung lässt auf Basis der Pollenanalyse auf Vegetation und Klima über einen Zeitraum von insgesamt 17.000 Jahren schließen. So konnten 60 Pflanzenarten – auch erste Blütenpflanzen – nachgewiesen werden. Die gegebenen klimatischen Verhältnisse ermöglichten trotz der „Stappitzer Klimaschwankungen“ die Ausbreitung von Gehölzen in Strauch- und Baumform. Nach Abklingen der extremen Kälteperiode zwischen 15.000 und 12.000 vor heute, kam eine Warmphase, die rund 1.000 Jahre andauerte und in der sich in der Zeit von 12.000 bis 11.000 vor heute [[Birke]]n, [[Latsche]]n und [[Grün-Erle]]n ausbreiten konnten. Vor rund 9.800 Jahren erreichte der Gehölzanteil durch das Einwandern von [[Fichte]]n, [[Ulme]]n, [[Hasel]]n und [[Grau-Erle]]n einen starken Zuwachs, wobei die Grau-Erlen den Ton angaben. Zwischen 6.700 und etwa 5.000 Jahren vor heute lagen die Jahresmitteltemperaturen ein bis zwei Grad und die Sommermitteltemperaturen um zwei bis drei Grad höher als in der Gegenwart. | + | Die Bohrungen – vier in Tiefen bis zu 96 Metern, eine weitere bis auf 160 Meter – erreichten die Grundmoräne des Talgletschers der Würmeiszeit noch oberhalb des gewachsenen Felses. Ihre Auswertung lässt auf Basis der Pollenanalyse auf Vegetation und Klima über einen Zeitraum von insgesamt 17.000 Jahren schließen. So konnten 60 Pflanzenarten – auch erste Blütenpflanzen – nachgewiesen werden. Die gegebenen klimatischen Verhältnisse ermöglichten trotz der „Stappitzer Klimaschwankungen“ die Ausbreitung von Gehölzen in Strauch- und Baumform. Nach Abklingen der extremen Kälteperiode zwischen 15.000 und 12.000 vor heute kam eine Warmphase, die rund 1.000 Jahre andauerte und in der sich in der Zeit von 12.000 bis 11.000 vor heute [[Birke]]n, [[Latsche]]n und [[Grün-Erle]]n ausbreiten konnten. Vor rund 9.800 Jahren erreichte der Gehölzanteil durch das Einwandern von [[Fichte]]n, [[Ulme]]n, [[Hasel]]n und [[Grau-Erle]]n einen starken Zuwachs, wobei die Grau-Erlen den Ton angaben. Zwischen 6.700 und etwa 5.000 Jahren vor heute lagen die Jahresmitteltemperaturen ein bis zwei Grad und die Sommermitteltemperaturen um zwei bis drei Grad höher als in der Gegenwart. |
| | Der Stappitzer See ist wie sein Pendant [[Naturschutzgebiet Zeller See]] auf der Nordseite des [[Hohe Tauern|Tauernkammes]] eines der wichtigsten Feuchtgebiete im Bereich des Nationalparks. Er dient vor allem [[Zugvogel|Zugvögeln]] bei ihrer [[Alpen]]überquerung als Rastplatz. So kann man an Zugstautagen beispielsweise den [[Prachttaucher]] und die [[Schafstelze]] beobachten. Die am See gelegenen Brutplätze des [[Zwergtaucher]]s gelten als höchstgelegensten in Österreich. | | Der Stappitzer See ist wie sein Pendant [[Naturschutzgebiet Zeller See]] auf der Nordseite des [[Hohe Tauern|Tauernkammes]] eines der wichtigsten Feuchtgebiete im Bereich des Nationalparks. Er dient vor allem [[Zugvogel|Zugvögeln]] bei ihrer [[Alpen]]überquerung als Rastplatz. So kann man an Zugstautagen beispielsweise den [[Prachttaucher]] und die [[Schafstelze]] beobachten. Die am See gelegenen Brutplätze des [[Zwergtaucher]]s gelten als höchstgelegensten in Österreich. |