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[[Datei:Wald im Pinzgau. Panoramabild Westseite.JPG|thumb|Wald im Pinzgau, Westansicht]]
 
[[Datei:Wald im Pinzgau. Panoramabild Westseite.JPG|thumb|Wald im Pinzgau, Westansicht]]
'''Wald im Pinzgau''' ist eine kleine Gemeinde im [[Pinzgau]]. Im Gemeindegebiet befinden sich das auf 1 600 [[m ü. A.]] angelegte Almdorf [[Königsleiten]], sowie der [[Salzachgeier]], an dem die Quellen der [[Salzach]] entspringen.  
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'''Wald im Pinzgau''' ist eine Gemeinde im [[Pinzgau]].  
    
== Geografie ==  
 
== Geografie ==  
 
===Geographische Lage===
 
===Geographische Lage===
 
<!-- z. B. Landschaften, Berge, Flüsse etc -->
 
<!-- z. B. Landschaften, Berge, Flüsse etc -->
Die Ortsgemeinde liegt im westlichen Pinzgau und grenzt an die Nachbargemeinden [[Krimml]] und [[Neukirchen am Großvenediger]]. Nördlich der Gemeinde liegt bereits das Bundesland [[Tirol]].
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Die Ortsgemeinde liegt im westlichen [[Oberpinzgau]] und grenzt an die Nachbargemeinden [[Krimml]] und [[Neukirchen am Großvenediger]]. Nördlich der Gemeinde liegt bereits das Bundesland [[Tirol]]. Im Gemeindegebiet befinden sich das auf 1&nbsp;600 [[m ü. A.]] angelegte Almdorf [[Königsleiten]], sowie der [[Salzachgeier]], an dem die Quellen der [[Salzach]] entspringen.  
 
<!-- === Ausdehnung des Gemeindegebiets === -->
 
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=== Gemeindegliederung ===  
 
=== Gemeindegliederung ===  
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'''Anmerkung:''' In ''kursiver'' Schrift wird die Einwohnerzahl der Ortschaften nach dem Stand der Volkszählung aus dem Jahr [[2001]] angegeben.
 
'''Anmerkung:''' In ''kursiver'' Schrift wird die Einwohnerzahl der Ortschaften nach dem Stand der Volkszählung aus dem Jahr [[2001]] angegeben.
 
<!-- === Eingemeindungen === -->
 
<!-- === Eingemeindungen === -->
<!-- === Nachbargemeinden === -->
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=== Nachbargemeinden ===  
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Im Süden befindet sich die Gemeinde [[Krimml]], im Osten [[Neukirchen am Großvenediger]], im Westen die Tiroler Gemeinde [[Gerlos]] und im Norden Hopfgarten im Brixental.
 
<!-- === Geologie === -->
 
<!-- === Geologie === -->
 
<!-- === Klima === -->
 
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==Geschichte==</noinclude>
 
==Geschichte==</noinclude>
Die Siedlungsgeschichte der Gemeinde und ihres Umlandes lässt sich bis in die Kupferzeit um 1500 v. Chr. nachweisen.  
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Die Siedlungsgeschichte der Gemeinde und ihres Umlandes lässt sich bis in die [[Kupferzeit]] um 1&nbsp;500 v. Chr. nachweisen.  
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Zu Beginn des [[11. Jahrhundert]]s hatten die [[Grafen von Lechsgemünd-Mittersill]] das Gebiet von den bayerischen Herzögen zu Lehen. [[1224]] ging es an den [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Erzbischof]] [[Eberhard II. von Regensberg]] über. [[1160]] folgte die erstmalige urkundliche Erwähnung der heutigen Gemeinde.  
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Zu Beginn des [[11. Jahrhundert]]s hatten die [[Grafen von Lechsgemünd-Mittersill]] das Gebiet von den bayerischen Herzögen zu Lehen. [[1224]] ging es an den Salzburger [[Erzbischof]] [[Eberhard II. von Regensberg]] über. [[1160]] folgte die erstmalige urkundliche Erwähnung der heutigen Gemeinde.  
 
   
 
   
[[1898]] wurde die [[Pinzgauer Lokalbahn]] in Betrieb genommen. Die Schmalspurbahn führte über 50 km von [[Zell am See]] nach Wald. Nach einem schwerem Zugunglück am [[2. Juli]] [[2005]] und der [[Hochwasser|Hochwasserkatastrophe]] vom Sommer [[2005]] wurde der Schienenverkehr von [[Mittersill]] bis zur Endstation "Krimmler Bahnhof" jedoch eingestellt.  
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[[1898]] wurde die [[Pinzgauer Lokalbahn]] in Betrieb genommen. Die Schmalspurbahn führte über 50 km von [[Zell am See]] nach Wald. Nach einem schwerem Zugunglück am [[2. Juli]] [[2005]] und der [[Hochwasser|Hochwasserkatastrophe]] vom Sommer [[2005]] wurde der Schienenverkehr von [[Mittersill]] bis zur Endstation "Krimmler Bahnhof" jedoch eingestellt. Nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen konnte die Bahnstrecke im Jahr 2010 wieder in Betrieb genommen werden.
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[[Datei:Pinzgaubahn, Enstation Krimml im Gemeindegebiet Wald im Pinzgau.JPG|thumb|Pinzgaubahn, Endstation [[Krimml]] im Gemeindegebiet Wald im Pinzgau]]
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Nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen konnte die Bahnstrecke im Jahr 2010 wieder in Betrieb genommen werden.
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[[Datei:Pinzgaubahn, Enstation Krimml im Gemeindegebiet Wald im Pinzgau.JPG|thumb|Pinzgaubahn, Endstation [[Krimml]] im Gemeindegebiet Wald im Pinzgau]]
   
Mit der Errichtung des "Straßerschen Elektrizitätswerkes" konnte der Ort ab [[1910]] mit elektrischem Licht versorgt werden. Ab den [[1930er]] Jahren wurde vermehrt der Skilauf gepflegt, 1951 kam es zur Gründung des [[SC Wald/Königsleiten|Sportclubs Wald/Königsleiten]].  
 
Mit der Errichtung des "Straßerschen Elektrizitätswerkes" konnte der Ort ab [[1910]] mit elektrischem Licht versorgt werden. Ab den [[1930er]] Jahren wurde vermehrt der Skilauf gepflegt, 1951 kam es zur Gründung des [[SC Wald/Königsleiten|Sportclubs Wald/Königsleiten]].  
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In Wald beginnt die [[Alte Gerlosstraße|alte Gerlosstraße]], die am [[1. Dezember]] [[1962]] durch die Eröffnung der von [[Franz Friedrich Wallack|Franz Wallack]] geplanten und über [[Krimml]] führenden [[Gerlos Alpenstraße]] ihre Bedeutung als Passstraße verlor. Ab 1965 begann die Erschließung der Skiregion Königsleiten und der Bau des Almdorfes. Mit der Gründung des [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalparks Hohe Tauern]] wurde Wald im Pinzgau [[1984]] eine der ersten Nationalparkgemeinden.
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In Wald im Pinzgau beginnt die [[Alte Gerlosstraße|alte Gerlosstraße]], die am [[1. Dezember]] [[1962]] durch die Eröffnung der von [[Franz Friedrich Wallack|Franz Wallack]] geplanten und über [[Krimml]] führenden [[Gerlos Alpenstraße]] ihre Bedeutung als Passstraße verlor. Ab 1965 begann die Erschließung der Skiregion Königsleiten und der Bau des Almdorfes. Mit der Gründung des [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalparks Hohe Tauern]] wurde Wald im Pinzgau [[1984]] eine der ersten Nationalparkgemeinden.
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[[2001]] wurde die "Umfahrung Wald" eröffnet, um die Verkehrsbelastung im Ortskern zu reduzieren. Nach der Hochwasserkatastrophe von 2005 wurde im Jahr [[2006]] mit dem Bau von intensiven Hochwasserschutzmaßnahmen begonnen.  
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[[2001]] wurde die "Umfahrung Wald" eröffnet, um die Verkehrsbelastung im Ortskern zu reduzieren. Nach der [[Hochwasser]]<nowiki>katastrophe</nowiki> von 2005 wurde im Jahr [[2006]] mit dem Bau von intensiven Hochwasserschutzmaßnahmen begonnen.  
 
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=== Religionen ===  
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=== Religion ===  
 
[[Datei:PfarrkircheWald im Pinzgau.jpg|thumb|Pfarrkirche Wald im Pinzgau]]
 
[[Datei:PfarrkircheWald im Pinzgau.jpg|thumb|Pfarrkirche Wald im Pinzgau]]
 
[[Datei:Pfarrkirche Wald im Pinzgau, Innenansicht.jpg|thumb|Pfarrkirche Wald im Pinzgau, Innenansicht]]
 
[[Datei:Pfarrkirche Wald im Pinzgau, Innenansicht.jpg|thumb|Pfarrkirche Wald im Pinzgau, Innenansicht]]
 
[[Datei:Wald im Pinzgau, Zentrumsansicht.jpg|thumb|Wald im Pinzgau, Zentrumsansicht]]
 
[[Datei:Wald im Pinzgau, Zentrumsansicht.jpg|thumb|Wald im Pinzgau, Zentrumsansicht]]
[[Datei:Wald, Rotes Kreuz u. Feuerwehr.jpg|thumb|Wald im Pinzgau, Rotes Kreuz u. Feuerwehrhaus]]
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[[Datei:Wald, Rotes Kreuz u. Feuerwehr.jpg|thumb|Wald im Pinzgau, Rotes Kreuz und Feuerwehrhaus]]
Die Kirche lässt sich durch einen erhalten gebliebenen Ablassbrief bis in das Jahr [[1395]] nachweisen. Der [[Bischöfe von Chiemsee|Chiemseer Weihbischof]] Bernhard führte [[1469]] die Weihe der Kapelle des hl. Nikolaus und der 14 Nothelfer durch. Bis [[1555]] gehörte Wald der Pfarre [[Bramberg]] an, danach zum Vikariat [[Neukichen am Großvenediger|Neukirchen]]. [[1671]] erfolgte die Erhebung zum selbstständigen Vikariat.  
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Die katholische Kirche lässt sich durch einen erhalten gebliebenen Ablassbrief bis in das Jahr [[1395]] nachweisen. Der [[Bischöfe von Chiemsee|Chiemseer Weihbischof]] Bernhard führte [[1469]] die Weihe der Kapelle des hl. Nikolaus und der 14 Nothelfer durch. Bis [[1555]] gehörte Wald der Pfarre [[Bramberg]] an, danach zum Vikariat [[Neukichen am Großvenediger|Neukirchen]]. [[1671]] erfolgte die Erhebung zum selbstständigen Vikariat.  
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Das Kirchengebäude zeigt sich im gotischen Stil, der durch mehrere Umbauten im Lauf der Zeit Änderungen erfahren hat.  
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Das Kirchengebäude zeigt sich im [[Gotik|gotischen]] Stil, der durch mehrere Umbauten im Lauf der Zeit Änderungen erfahren hat.  
 
<!-- === Bevölkerungsentwicklung === -->
 
<!-- === Bevölkerungsentwicklung === -->
 
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==
 
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==
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Im Ortsteil Vorderkrimml liegt die zu einem Schaustollen ausgebaute [[Mineraliengrotte]] (Fluoridkristalle).  
 
Im Ortsteil Vorderkrimml liegt die zu einem Schaustollen ausgebaute [[Mineraliengrotte]] (Fluoridkristalle).  
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Besonders bekannt und sehenswert sind die [[Krimmler Wasserfälle]]. Diese liegen bereits in der Nachbargemeinde [[Krimml]], sind von Wald jedoch nur fünf Kilometer entfernt.
   
<!-- === Theater === -->
 
<!-- === Theater === -->
 
<!-- === Museen === -->
 
<!-- === Museen === -->
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<!-- === Kulinarische Spezialitäten === -->
 
<!-- === Kulinarische Spezialitäten === -->
 
== Wirtschaft und Infrastruktur ==
 
== Wirtschaft und Infrastruktur ==
Wald entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten zu einem, besonders im Winter beliebten, [[Fremdenverkehr]]ssort. Die Entwicklung wurde bereits [[1965]] mit der Erschließung der [[Skiregion Königsleiten]] und dem Bau des Almdorfes eingeleitet. Heute verfügt das Almdorf über etwa 950 Wohneinheiten in der Gastronomie und im Bereich der Ferienwohnungen.  
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Wald entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten zu einem, besonders im Winter beliebten [[Fremdenverkehr]]<nowiki>sort</nowiki>. Die Entwicklung wurde bereits [[1965]] mit der Erschließung der [[Skiregion Königsleiten]] und dem Bau des Almdorfes eingeleitet. Heute verfügt das Almdorf über etwa 950 Wohneinheiten in der Gastronomie und im Bereich der Ferienwohnungen.  
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Mit dem Zusammenschluss der Liftanlagen von Königsleiten, der [[Gerlospass|Gerlosplatte]] und den Tiroler Ortschaften Gerlos und [[Zell am Ziller]] entstand mit der [[Zillertal-Arena]] eines der größten zusammenhängenden Skigebiete Österreichs. Durch dieses Wintersportangebot verfügen die auf den Fremdenverkehr fixierten Betriebe über eine sehr gute Auslastung. Am [[11. Dezember]] [[2010]] wurde hier mit der neuen [[Königsleiten Dorfbahn]] eine moderne 8er-Gondel [[Aufstiegshilfen|Aufstiegshilfe]] eröffnet.
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Mit dem Zusammenschluss der Liftanlagen von Königsleiten, der [[Gerlospass|Gerlosplatte]] und den Tiroler Gemeinden Gerlos und [[Zell am Ziller]] entstand mit der [[Zillertal-Arena]] eines der größten zusammenhängenden Skigebiete Österreichs. Durch dieses Wintersportangebot verfügen die auf den Fremdenverkehr fixierten Betriebe über eine sehr gute Auslastung. Am [[11. Dezember]] [[2010]] wurde hier mit der neuen [[Königsleiten Dorfbahn]] eine moderne 8er-Gondel [[Aufstiegshilfen|Aufstiegshilfe]] eröffnet.
 
<!-- === Verkehr === -->
 
<!-- === Verkehr === -->
 
<!-- === Ansässige Unternehmen === -->
 
<!-- === Ansässige Unternehmen === -->
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== Persönlichkeiten ==  
 
== Persönlichkeiten ==  
 
* [[Alois Wurnitsch]], (* 1834, † 1909), Mineraliensammler-Persönlichkeit und Entdecker der [[Epidot]]fundstelle [[Knappenwand]]
 
* [[Alois Wurnitsch]], (* 1834, † 1909), Mineraliensammler-Persönlichkeit und Entdecker der [[Epidot]]fundstelle [[Knappenwand]]
<!-- === Ehrenbürger === -->
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=== Ehrenbürger ===  
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* [[Hofrat]] Dipl.-Ing. [[Franz Friedrich Wallack]], Erbauer der Gerlos Alpenstraße
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==Töchter und Söhne  der Gemeinde==
 
==Töchter und Söhne  der Gemeinde==
 
* [[Anna Reindl]] (* 14. Mai 1903; † Ende August 1942  in Auschwitz)  
 
* [[Anna Reindl]] (* 14. Mai 1903; † Ende August 1942  in Auschwitz)  
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* Statistik Austria
 
* Statistik Austria
 
* [[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]], [[Nikolaus Pfeiffer|Pfeiffer, Nikolaus]]: ''Salzburger Gemeindewappen'', [[Verlag Alfred Winter]],  Salzburg 1985, ISBN 3-85380-048-3
 
* [[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]], [[Nikolaus Pfeiffer|Pfeiffer, Nikolaus]]: ''Salzburger Gemeindewappen'', [[Verlag Alfred Winter]],  Salzburg 1985, ISBN 3-85380-048-3
      
{{Gemeinden im Pinzgau}}
 
{{Gemeinden im Pinzgau}}

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