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Der Leiter des Gaufürsorgeamtes Salzburg, Dr. [[Oskar Hausner]], entzog sich mit der Behauptung, er habe mit den Transporten nichts zu tun gehabt, erfolgreich etwaigen Konsequenzen. Der in der Anstalt Am Spiegelgrund tätig gewesene Arzt Dr. Heinrich Gross war nach 1945 bis ins hohe Alter als gerichtlich beeideter Gutachter tätig, stand als solcher auch einmal einem Überlebenden der Anstalt Am Spiegelgrund gegenüber (!) und leugnete seine Taten bis an sein Lebensende.
 
Der Leiter des Gaufürsorgeamtes Salzburg, Dr. [[Oskar Hausner]], entzog sich mit der Behauptung, er habe mit den Transporten nichts zu tun gehabt, erfolgreich etwaigen Konsequenzen. Der in der Anstalt Am Spiegelgrund tätig gewesene Arzt Dr. Heinrich Gross war nach 1945 bis ins hohe Alter als gerichtlich beeideter Gutachter tätig, stand als solcher auch einmal einem Überlebenden der Anstalt Am Spiegelgrund gegenüber (!) und leugnete seine Taten bis an sein Lebensende.
 
   
 
   
Die Opfer aus Salzburg waren verdrängt und vergessen. Erst die von [[Walter Reschreiter]] erarbeitete Euthanasieausstellung der LAUBE Sozialpsychiatrische Aktivitäten GmbH [[Hallein]] brachte das Thema [[NS-Euthanasie]] und NS-Kindereuthanasie in das Bewußtsein einer breiteren Öffentlichkeit zurück.
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Die Opfer aus Salzburg waren verdrängt und vergessen. Erst die von [[Walter Reschreiter]] erarbeitete Euthanasieausstellung der LAUBE Sozialpsychiatrische Aktivitäten GmbH [[Hallein]] brachte das Thema [[NS-Euthanasie]] und ''NS-Kindereuthanasie'' in das Bewußtsein einer breiteren Öffentlichkeit zurück.
 
   
 
   
 
Der wichtigste gesamtösterreichische Beitrag zum Gedenken an die Kinder, die durch die Kinder-Euthanasie ihr Leben verloren, ist aber jener von Waltraud Häupl, Schwester eines der Opfer und Autorin des unten angeführten Gedenkbuches über die Opfer des Spiegelgrundes. Ihrer jahrelangen mühevollen und emotional anstrengenden Aufarbeitung der noch vorhandenen Krankengeschichten der Tötungsanstalt verdanken wir das in Buchform vorliegende Wissen über die getöteten Kinder, aus dem auch die konkreten Angaben zu den Salzburger Opfern in diesem Artikel stammen.
 
Der wichtigste gesamtösterreichische Beitrag zum Gedenken an die Kinder, die durch die Kinder-Euthanasie ihr Leben verloren, ist aber jener von Waltraud Häupl, Schwester eines der Opfer und Autorin des unten angeführten Gedenkbuches über die Opfer des Spiegelgrundes. Ihrer jahrelangen mühevollen und emotional anstrengenden Aufarbeitung der noch vorhandenen Krankengeschichten der Tötungsanstalt verdanken wir das in Buchform vorliegende Wissen über die getöteten Kinder, aus dem auch die konkreten Angaben zu den Salzburger Opfern in diesem Artikel stammen.
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