| | Die napoleonischen Kriege und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen. | | Die napoleonischen Kriege und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen. |
| | Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]], Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten Wolfgang Hagenauer, in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine Enck von der Burg (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors Johann Georg III. von Hagenauer, sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. "Statthalter-Concipient" und später als [[Reich#k._k.|k.k.]] Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte die Edle Barbara [[Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Familie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. | | Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]], Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten Wolfgang Hagenauer, in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine Enck von der Burg (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors Johann Georg III. von Hagenauer, sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. "Statthalter-Concipient" und später als [[Reich#k._k.|k.k.]] Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte die Edle Barbara [[Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Familie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. |