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Dr. '''Erich Grießenböck''' (* [[26. Mai]] [[1900]], † [[22. Juli]] [[1993]]) war Buchhändler und Verleger in der [[Stadt Salzburg]] und deren Vizebürgermeister.
==Leben==
Grießenböck führte ab 1927 in der [[Auerspergstraße]] 19 eine Buchhandlung mit einem Verlag heimatkundlicher Schriften und kleineren literarischen Werken. Zwei Publikationen des Salzburger Dichters [[Leo Kalser]] (* 1888, † 1943) erschienen bei Grießenböck, nämlich, (unter dem Pseudonym "Leo Maasfeld:) ''Salzburger Sonette. Ein Zyklus'' und ''Ein ritterliches Spiel. Schön Rosemarie, nach einer alten Gollinger Burgsage gestaltet'' (1933) Grießenböck, Salzburg 1933.
In den [[1950er]]-Jahren führte Grießenböck zusätzlich zum Buch-, Kunst- und Musikalienhandel ein Buchverlag und ein Antiquariat, hatte weiters in [[Lofer]] eine Buchhandlung und Leihbibliothek als Filiale und unterhielt auch einen Groß- und Einzelhandel mit Schmucksteinen. Er führte seine Buchhandlung mit Verlag bis 1972.
Seit 1929 war er auch ein aktives Mitglied des [[Salzburger Stadtverein]]s, und zwar seit 1929 Ausschussmitglied, von 1934 bis 1939 Obmann und von 1950 bis 1982 Vizepräsident. Ferner leitete er von 1952 bis 1979 die Vereinszeitschrift [[Bastei]].
Von 1946 bis 1949 leitete er als Vizebürgermeister das Kulturressort der Stadt.
Grießenböck war außerdem Kuratoriumsmitglied der [[Internationale Stiftung Mozarteum|Internationalen Stiftung Mozarteum]], Organisator des [[Verein Freunde der Salzburger Festspiele|Vereins der Freunde der Salzburger Festspiele]], baute den Boxsport in Salzburg auf und war Obmann des [[SAK]] und Schwerathletikverbandes.
Viele kulturelle und städtebauliche Rettungsaktionen sind sein Verdienst. So ließ er das [[Jetzelsbergerhaus]] ([[Makartplatz]] 1), das abgerissen hätte werden sollen, unter Denkmalschutz stellen, leitete die finanzielle Sicherung des [[Robinighof]], rettete Tonaufnahmen aus Hans Pfitzners letzten Lebenstagen und regte die Aufstellung des [[Zauberflötenhäuschen]]s im [[Mozarteum]]sgarten an.
Er drehte den einzigen Dokumentarfilm über die Bombenschäden des [[Zweiter Weltkrieg]]es und den Beginn des Wiederaufbaus.
==Quelle==
* [[Ursula Kramml|Kramml, Ursula]]: [http://www.wienbibliothek.at/dokumente/kramml_ursula.pdf ''Salzburger Verlagsgeschichte von 1945 bis 1959'']. Diplomarbeit, Salzburg 2002. S. 161 f.
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