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| | ===Kapelle=== | | ===Kapelle=== |
| − | Im Erdgeschoss des Hauptbaues befindet sich eine Kapelle, die urkundlich [[1607]] erwähnt ist und seit [[1735]] die Meßlizenz besitzt. | + | Im Erdgeschoss des Hauptbaues befindet sich eine Kapelle, die urkundlich [[1607]] erwähnt ist und seit [[1735]] die Messlizenz besitzt. |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
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| | Das Schloss kam als Lehen an Veit [[Aschacher]] und [[1476]] an den [[Pongau]]er [[Gewerke]]n Georg Kölderer aus der Familie [[Kölderer]] von Höch. | | Das Schloss kam als Lehen an Veit [[Aschacher]] und [[1476]] an den [[Pongau]]er [[Gewerke]]n Georg Kölderer aus der Familie [[Kölderer]] von Höch. |
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| − | [[1541]] belehnte Salzburger Erzbischof-Administrator [[Ernst Herzog von Bayern]] den erzbischöflichen Leibarzt [[Paul Rettinger von Wiespach und Radeck|Dr. Paul Rettinger]] mit dem [[Schloss Wiespach]] bei [[Hallein]] belehnt; dieses fiel 1562 an seine Kinder [[Martin Herkules Rettinger von Wiespach|Dr. Martin Herkules Rettinger]], Fürst-Bischof von [[Lavant]], und Benigna, verh. Frankmann von Ochsenfeld, und nach des Bischofs Tode im Jahr 1570 ganz an Benigna.<ref>Michael L. Rettinger, Artikel [http://www.rettinger.tv/53549/index.html ''Paul Rettinger von Wiespach und Radeck"'',] gestützt auf Buberl, Paul/[[Franz Martin|Martin, Franz]], ''Die Denkmale des politischen Bezirks Hallein''. Der Jahreszahl 1541 wird hier gegenüber der im Artikel ''"Schloss Wiespach/Schloss Wispach"'' genannten Jahreszahl 1555 der Vorzug gegeben.</ref> | + | [[1541]] belehnte Salzburger [[Erzbischof]]-Administrator [[Ernst Herzog von Bayern]] den erzbischöflichen Leibarzt Dr. [[Paul Rettinger von Wiespach und Radeck|Paul Rettinger]] mit dem Schloss Wiespach belehnt; dieses fiel [[1562]] an seine Kinder Dr. [[Martin Herkules Rettinger von Wiespach|Martin Herkules Rettinger]], Fürst-Bischof von [[Lavant]], und Benigna, verh. Frankmann von Ochsenfeld, und nach des Bischofs Tode im Jahr [[1570]] ganz an Benigna.<ref>Michael L. Rettinger, Artikel [http://www.rettinger.tv/53549/index.html ''Paul Rettinger von Wiespach und Radeck"'',] gestützt auf Buberl, Paul/[[Franz Martin|Martin, Franz]], ''Die Denkmale des politischen Bezirks Hallein''. Der Jahreszahl 1541 wird hier gegenüber der im Artikel ''"Schloss Wiespach/Schloss Wispach"'' genannten Jahreszahl 1555 der Vorzug gegeben.</ref> |
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| | [[1570]] kam der Sitz an Benignas Ehemann [[Stephan Frankmann von Ochsenfeld]], den Salzburger Stadtrichter. Dessen Stiefsohn [[Marx von Gils]], erzbischöflicher [[Oberstküchenmeister|Kuchelmeister]] und [[Pfleger]] von [[Glanegg]], erbte [[1601]] den Besitz. | | [[1570]] kam der Sitz an Benignas Ehemann [[Stephan Frankmann von Ochsenfeld]], den Salzburger Stadtrichter. Dessen Stiefsohn [[Marx von Gils]], erzbischöflicher [[Oberstküchenmeister|Kuchelmeister]] und [[Pfleger]] von [[Glanegg]], erbte [[1601]] den Besitz. |
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| − | [[1647]] kaufte Johann Christof [[Paurnfeind#Pauernfeind von Eyß|Pauernfeind von Eyß]] (* 1625, † 1694) den Sitz Wiespach, den er 1660 an die Brüder [[Staudacher von Wispach|Baltasar]] – seinen Schwiegersohn -, Elias und Franz [[Staudacher von Wispach|Staudacher]] weitergab. Im Geschlecht der [[Staudacher von Wispach]] verblieb das Schloss, bis Paris Ignaz (Enkel des Franz) Staudacher von Wispach es [[1760]] an Leopold Freiherrn von [[Pranckh|Prank]] verkaufte.<ref>[[Franz Martin|Martin, Franz]], ''Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte: 9. Paurnfeind von Eyß'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] (MGSLK) Band 69 (1929) [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19290003&zoom=2&seite=00000072 S. 72-76] [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19290003&zoom=2&seite=00000073 (73)] und ''41. Staudacher von Wispach'', MGSLK Band 77 (1937) [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19370003&zoom=2&seite=00000140 S. 140 ff] [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19370003&zoom=2&seite=00000141 (141)] = [[Franz Martin]]: ''[[Hundert Salzburger Familien]]'' (Verlag der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Salzburg [[1946]]) S. 54 ff und 176 ff.</ref> | + | [[1647]] kaufte Johann Christof [[Paurnfeind#Pauernfeind von Eyß|Pauernfeind von Eyß]] (* 1625, † 1694) den Sitz Wiespach, den er [[1660]] an die Brüder [[Staudacher von Wispach|Baltasar]] – seinen Schwiegersohn -, Elias und Franz [[Staudacher von Wispach|Staudacher]] weitergab. Im Geschlecht der [[Staudacher von Wispach]] verblieb das Schloss, bis Paris Ignaz (Enkel des Franz) Staudacher von Wispach es [[1760]] an Leopold Freiherrn von [[Pranckh|Prank]] verkaufte.<ref>[[Franz Martin|Martin, Franz]], ''Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte: 9. Paurnfeind von Eyß'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] (MGSLK) Band 69 (1929) [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19290003&zoom=2&seite=00000072 S. 72-76] [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19290003&zoom=2&seite=00000073 (73)] und ''41. Staudacher von Wispach'', MGSLK Band 77 (1937) [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19370003&zoom=2&seite=00000140 S. 140 ff] [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19370003&zoom=2&seite=00000141 (141)] = [[Franz Martin]]: ''[[Hundert Salzburger Familien]]'' (Verlag der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Salzburg [[1946]]) S. 54 ff und 176 ff.</ref> |
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| | Acht Jahre später wurde der Besitz an Franz Friedrich Freiherrn von [[Negri]] veräußert. [[1816]] wurde das Schloss versteigert. [[1878]] erwarb Daniel Graf Esterhazy das Schloss und 1926 wurde es von den Kuratoren des entmündigten Sohnes, Franz Graf Esterhazy, an die Familie [[Steinbacher]] verkauft. 1958 übernahm die Stadtgemeinde Hallein das Schloss. [[2010]] verkaufte es die Stadtgemeinde um 200.000 Euro an [[Claus Spruzina|Claus]] und Gabriela Spruzina, die nun daraus ein Haus der Kunst machen möchten mit Galerie, Künstlercafé und Ateliers. | | Acht Jahre später wurde der Besitz an Franz Friedrich Freiherrn von [[Negri]] veräußert. [[1816]] wurde das Schloss versteigert. [[1878]] erwarb Daniel Graf Esterhazy das Schloss und 1926 wurde es von den Kuratoren des entmündigten Sohnes, Franz Graf Esterhazy, an die Familie [[Steinbacher]] verkauft. 1958 übernahm die Stadtgemeinde Hallein das Schloss. [[2010]] verkaufte es die Stadtgemeinde um 200.000 Euro an [[Claus Spruzina|Claus]] und Gabriela Spruzina, die nun daraus ein Haus der Kunst machen möchten mit Galerie, Künstlercafé und Ateliers. |