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Nachdem Schroll in dem damals zu Salzburg gehörenden [[Brixental]] das Licht der Welt erblickt und die heimatliche Dorfschule besucht hatte, kam er zuerst nach Kitzbühel und dann als Sängerknabe in das damalige [[Augustinerchorherrenstift St. Zeno|Chorherrnstift St. Zeno]] bei [[Bad Reichenhall]], wo er zum Eintritt in das Gymnasium vorbereitet wurde. Letzteres besuchte er in Hall in Tirol und nach Aufhebung des [[Jesuitenorden]]s in Salzburg, wo er auch die philosophischen Studien absolvierte.
 
Nachdem Schroll in dem damals zu Salzburg gehörenden [[Brixental]] das Licht der Welt erblickt und die heimatliche Dorfschule besucht hatte, kam er zuerst nach Kitzbühel und dann als Sängerknabe in das damalige [[Augustinerchorherrenstift St. Zeno|Chorherrnstift St. Zeno]] bei [[Bad Reichenhall]], wo er zum Eintritt in das Gymnasium vorbereitet wurde. Letzteres besuchte er in Hall in Tirol und nach Aufhebung des [[Jesuitenorden]]s in Salzburg, wo er auch die philosophischen Studien absolvierte.
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Seine ursprüngliche Absicht, sich dem geistlichen Stand zuzuwenden, gab er auf, nachdem er eine Anstellung im Bergwesen erhalten hatte. Im Jahre 1777 wurde er Bergwerks-Praktikant in Salzburg und war bei der Berghauptmannschaft, die eine Abteilung der [[Hofkammer]] bildete, beschäftigt. 1778 wurde er zum Berg- und Hüttenamt in [[Lend]] versetzt, 1779 zum [[Gegenschreiber]] in [[Leogang]] befördert und erhielt auf Staatskosten an der Bergakademie zu Freiberg ([[Deutschland#Freistaat Sachsen|Sachsen]]) eine vollständige theoretische und praktische Ausbildung in den Bergwissenschaften. Nachdem er auch noch die sächsischen Bergwerke besichtigt hatte, kehrte er 1782 nach Salzburg zurück. Er wurde nun Bergoffizier bei der Hofkammer in Bergwerkssachen und begleitete den damaligen Berghauptmann ([[Lürzer von Zechenthal]]) auf allen seinen Kommissionsreisen. Im Jahre 1788 erfolgte seine Ernennung zum fürstlichen Rat und Referenten der Hofkammer in Bergwerkssachen und nach deren Auflösung zum Hofkammerrat.
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Seine ursprüngliche Absicht, sich dem geistlichen Stand zuzuwenden, gab er auf, nachdem er eine Anstellung im Bergwesen erhalten hatte. Im Jahre 1777 wurde er Bergwerks-Praktikant in Salzburg und war bei der Berghauptmannschaft, die eine Abteilung der [[Hofkammer]] bildete, beschäftigt. 1778 wurde er zum Berg- und Hüttenamt in [[Lend]] versetzt, 1779 zum [[Gegenschreiber]] in [[Leogang]] befördert und erhielt auf Staatskosten an der Bergakademie zu Freiberg ([[Deutschland#Freistaat Sachsen|Sachsen]]) eine vollständige theoretische und praktische Ausbildung in den Bergwissenschaften. Nachdem er auch noch die sächsischen Bergwerke besichtigt hatte, kehrte er 1782 nach Salzburg zurück. Er wurde nun Bergoffizier bei der Hofkammer in Bergwerkssachen und begleitete den damaligen Berghauptmann ([[Lürzer von Zechenthal]]) auf allen seinen Kommissionsreisen. Im Jahre 1788 erfolgte seine Ernennung zum fürstlichen Rat und Referenten der Hofkammer in Bergwerkssachen und nach deren Auflösung zum [[Hofkammerrat]].
    
Im Jahr 1791 begann er seine Vorlesungen über Mineralogie und Bergbaukunde an der [[Universität Salzburg]]. 1793 zum Bergrat, 1803 zum Hofkammerrat ernannt, wurde er nach dem Anschluss Salzburgs an Österreich 1807 Direktor der neu organisierten Berg-, Salinen- und Münzdirektion. Nach der Abtretung Salzburgs an [[Bayern]] wurde er 1812 Ober-Bergkommissär des [[Salzachkreis]]es mit dem Titel eines königlichen Oberstbergrates. Nachdem 1816 Salzburg wieder zu Österreich gekommen war, wurde Schroll im Jahr 1823, nach Abschluss der Organisation der montanistischen Behörden, zum Chef der Berg- und Salinen-Direktion über den ganzen Gebirgsbezirk Salzburgs<!--, während die unmittelbare Leitung des Salzburger Forstbezirkes an [[Franz Anton Jirasek]] [Bd. X, S. 179] übertragen wurde-->. In dieser Stellung blieb Schroll bis an das Ende seines 73-jährigen Lebens tätig.
 
Im Jahr 1791 begann er seine Vorlesungen über Mineralogie und Bergbaukunde an der [[Universität Salzburg]]. 1793 zum Bergrat, 1803 zum Hofkammerrat ernannt, wurde er nach dem Anschluss Salzburgs an Österreich 1807 Direktor der neu organisierten Berg-, Salinen- und Münzdirektion. Nach der Abtretung Salzburgs an [[Bayern]] wurde er 1812 Ober-Bergkommissär des [[Salzachkreis]]es mit dem Titel eines königlichen Oberstbergrates. Nachdem 1816 Salzburg wieder zu Österreich gekommen war, wurde Schroll im Jahr 1823, nach Abschluss der Organisation der montanistischen Behörden, zum Chef der Berg- und Salinen-Direktion über den ganzen Gebirgsbezirk Salzburgs<!--, während die unmittelbare Leitung des Salzburger Forstbezirkes an [[Franz Anton Jirasek]] [Bd. X, S. 179] übertragen wurde-->. In dieser Stellung blieb Schroll bis an das Ende seines 73-jährigen Lebens tätig.

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