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Stiassnys Sohn ließ das Werk verkommen und war  nie da. Vor Weihnachten  1929 wurde die Fabrik plötzlich eingezäunt. Und dann wurde das Werk zu  Silvester  von einen Tag auf den anderen zugedreht. Vom Torfstecher über andere Zuarbeiter der  Glasindustrie waren alle über Nacht arbeitslos geworden. Die Hintergründe des Verkaufs lagen im Konkurrenzverhalten des Unternehmens. Stiassny hatte das  Werk 1926 gekauft, weil es eine Konkurrenz war und er es stilllegen  wollte. Beleg dafür sei, dass er das Areal 1931/32  weiterverkauft habe  – „''mit der Auflage, dort nie wieder Glas zu erzeugen''“.
 
Stiassnys Sohn ließ das Werk verkommen und war  nie da. Vor Weihnachten  1929 wurde die Fabrik plötzlich eingezäunt. Und dann wurde das Werk zu  Silvester  von einen Tag auf den anderen zugedreht. Vom Torfstecher über andere Zuarbeiter der  Glasindustrie waren alle über Nacht arbeitslos geworden. Die Hintergründe des Verkaufs lagen im Konkurrenzverhalten des Unternehmens. Stiassny hatte das  Werk 1926 gekauft, weil es eine Konkurrenz war und er es stilllegen  wollte. Beleg dafür sei, dass er das Areal 1931/32  weiterverkauft habe  – „''mit der Auflage, dort nie wieder Glas zu erzeugen''“.
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Durch das  Ende der Glasindustrie sei eine schwere Zeit  für Bürmoos angebrochen. Viele Familien mit  bis zu zehn Kindern waren ohne Einkommen. Manche haben Arbeit beim Bau der [[Großglockner Hochalpenstraße]] bekommen. Andere zogen  nach Niederösterreich, nach Brunn am Gebirge, weil es dort noch eine intakte Glashütte gab. Das Sozialsystem war damals noch dürftig,  20 Wochen  Arbeitslosengeld gab es, danach galt man als „ausgesteuert“. So sollen die Bürmooser verschrien gewesen sein,  „''weil sie  zu den Bauern bis ins Innviertel betteln gegangen sind. Viele haben  durch Beeren- und Schwammerlbrocken überlebt''“ erzählt  Alexander Schwarz, der sich selbst  zunächst  als Bau- und Ziegeleiarbeiter durchgeschlagen, bis  er schließlich nach dem Krieg als Schaffner bei der [[Salzburger Lokalbahn]]  eine  berufliche Heimat gefunden hatte.
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Durch das  Ende der Glasindustrie sei eine schwere Zeit  für Bürmoos angebrochen. Viele Familien mit  bis zu zehn Kindern waren ohne Einkommen. Manche haben Arbeit beim Bau der [[Großglockner Hochalpenstraße]] bekommen. Andere zogen  nach Niederösterreich, nach Brunn am Gebirge, weil es dort noch eine intakte Glashütte gab. Das Sozialsystem war damals noch dürftig,  20 Wochen  Arbeitslosengeld gab es, danach galt man als „ausgesteuert“. So sollen die Bürmooser verschrien gewesen sein,  „''weil sie  zu den Bauern bis ins Innviertel [[Betteln|betteln]] gegangen sind. Viele haben  durch Beeren- und Schwammerlbrocken überlebt''“ erzählt  Alexander Schwarz, der sich selbst  zunächst  als Bau- und Ziegeleiarbeiter durchgeschlagen, bis  er schließlich nach dem Krieg als Schaffner bei der [[Salzburger Lokalbahn]]  eine  berufliche Heimat gefunden hatte.
    
Auch das als eigene Gemeinde erst 1967  gegründete Bürmoos konnte sich erholen. Hauptgrund dafür war die  Ansiedelung des [[W & H Dentalwerk]]s mit seinen heute über 600  Mitarbeitern. Es wurde 1944 aufgrund der Bombardierung von Berlin in die  leeren Hallen der Bürmooser Glasfabrik verlegt.  An ihren  Entstehungshintergrund will die  Industriegemeinde jetzt mit einem [[Haus der Geschichte]] erinnern. Ein [[Weg der Geschichte]] wurde bereits 2011 begonnen.
 
Auch das als eigene Gemeinde erst 1967  gegründete Bürmoos konnte sich erholen. Hauptgrund dafür war die  Ansiedelung des [[W & H Dentalwerk]]s mit seinen heute über 600  Mitarbeitern. Es wurde 1944 aufgrund der Bombardierung von Berlin in die  leeren Hallen der Bürmooser Glasfabrik verlegt.  An ihren  Entstehungshintergrund will die  Industriegemeinde jetzt mit einem [[Haus der Geschichte]] erinnern. Ein [[Weg der Geschichte]] wurde bereits 2011 begonnen.

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