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==== Brief vom 25. November 1875 von Antonia Spängler an Franz II. Xaver Gregor Spängler und Fanni Spängler ====
 
==== Brief vom 25. November 1875 von Antonia Spängler an Franz II. Xaver Gregor Spängler und Fanni Spängler ====
 
Brief von [Nr. 37] Maria Antonia Spängler (* 1803; † 1882) an den Sohn [Nr. 18] Franz Spängler und an Fanni Spängler [geb. Schlegel]:<br />
 
Brief von [Nr. 37] Maria Antonia Spängler (* 1803; † 1882) an den Sohn [Nr. 18] Franz Spängler und an Fanni Spängler [geb. Schlegel]:<br />
''Salzburg den 25. 11. [18]75: [verkehrt:] Die Länge dieses Schiiel [?] ist die größe von den Unterlegeln ganz 4 XXX zum Saume ist schon zugegeben. - Meine lieben- lieben Theuren. Hiemit meinen herzlichen innigen Dank für Eure Wünsche zum 49te Hochzeitstag, es ist mir dieser Tag immer ein Tag, selliger Erinnerung- und Schmerz- das mir mein Glück so bald zu Grabe ging. Der Vater war mehr als gut wir lebten sehr glücklich. Nun seit Er tod ist suche ich mein Glück, im Glücke meiner Kinder. Nun will ich genau der lieben Fany [Fanni] ihre Fragen beantworten wegen der Kindswasch'' [Kinderwäsche, Ausstattung]''. Im ganzen bin ich zufrieden was ich für dich liebe Fany errungen habe. Am schlechtesten geht es mit den Wückeltüchern und Unterlegeln es sind in der Zahl 26 Wückeltücher aber nur 9 haben die größe von der Louise ihren Muster. die anderen sind halt viel kürzer. Unterlegeln sind es 42 Stück, 13 davon sehr schon [schön] und groß, die U[e]brigen, kann ich mir nicht recht denken das wir sie brauchen können. Die Großmutter giebt mir aber immer zur Antwort, sind 2 Kinder damit groß geworden so wird diß Kind sie auch brauchen können. Ich mag sie nicht böse machen, sonst kauft sie uns die anderen Sachen zuletzt auch nicht mehr. Wir haben 4 ganz neue gute Flanell gekauft 5 [[Alte Maße und Gewichte im Fürsterzbistum Salzburg|Ell]] für 4 Stück die El 1 f 20 X'' [Gulden/Kreuzer] ''dan recht sehr liebe Bens [?] auf deckerl und duchentziehen [Bettüberzüge] fürs Bett. dan 4 Kapenleintücheln, und ich hoffe auch noch 4 Unterleinlicherln [?] dan 3 Einbinddeckerln. eines davon ist sehr lieb dan bekömmst du 4 recht gute Leibchen neue 2 kleine Leibchen. Dan einen Pfleiben-Sack als Unterbett im Korb, und darauf eine Matratze von Seegraß. und Polster. Vieleicht köntest du einmal ein Maß von der größe des Korbes, in Lange und Breite schücken. damit alles ordentlich wird. - Fatschpolster Kappe und Zieher bekömmst du auch hinunter. Wegen den Unterlegeln glaube ich wir sollen gar nichts sagen ich schücke die an den Santemetter ''[Zentimeter]'' abgemeßen ganz genau die länge sie sind 4 ekicht. Ich bitte dich in der 27 X Handlung auf meine Rechnung 12 Ell Leinwand zu kaufen und zu machen, und es von mir als Christgeschenk zu nehmen, für dich und statt Franz etwas zu schücken kaufe dir Gutaberger Einlage für das Bett. Sie kostet auch ein paar gulden. Den sie bedeckt beynahe den ganzen Korb. So wären gute und Sachen gedeckt. Sage aber der großmutter nichts davon, weil sie es nicht zugiebt das die Unterlegeln nichts taugen. 2 Einlagen für die Einbinddeckerln gab mir die Louise für dich die nehme ich dan mit, oder wen ich mit deinen Leibchen fertig werde, schücke ich alles zusammen auf Weihnachten mit der Großmutter ihren Sachen. Otto ist Heute und Gestern in Achthall [Achtal] er läßt dich recht herzlich grüßen. Wie froh bin ich immer zu hören das es dir liebe Fany recht gut geht, so wird gewiß auch dan alles recht gut und glücklich vorüber gehen. Gieb auch vor Verkühlung recht obacht. Lebe recht wohl es küßt und Segnet Euch alle 3 Euere Euch von ganzen Herzen liebende Mutter Spángler.''
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''Salzburg den 25. 11. [18]75: [verkehrt:] Die Länge dieses Schiiel [?] ist die größe von den Unterlegeln ganz 4 XXX zum Saume ist schon zugegeben. - Meine lieben- lieben Theuren. Hiemit meinen herzlichen innigen Dank für Eure Wünsche zum 49te Hochzeitstag, es ist mir dieser Tag immer ein Tag, selliger Erinnerung- und Schmerz- das mir mein Glück so bald zu Grabe ging. Der Vater war mehr als gut wir lebten sehr glücklich. Nun seit Er tod ist suche ich mein Glück, im Glücke meiner Kinder. Nun will ich genau der lieben Fany [Fanni] ihre Fragen beantworten wegen der Kindswasch'' [Kinderwäsche, Ausstattung]''. Im ganzen bin ich zufrieden was ich für dich liebe Fany errungen habe. Am schlechtesten geht es mit den Wückeltüchern und Unterlegeln es sind in der Zahl 26 Wückeltücher aber nur 9 haben die größe von der Louise ihren Muster. die anderen sind halt viel kürzer. Unterlegeln sind es 42 Stück, 13 davon sehr schon [schön] und groß, die U[e]brigen, kann ich mir nicht recht denken das wir sie brauchen können. Die Großmutter giebt mir aber immer zur Antwort, sind 2 Kinder damit groß geworden so wird diß Kind sie auch brauchen können. Ich mag sie nicht böse machen, sonst kauft sie uns die anderen Sachen zuletzt auch nicht mehr. Wir haben 4 ganz neue gute Flanell gekauft 5 [[Alte Maße und Gewichte im Fürsterzbistum Salzburg|Ell]] für 4 Stück die El 1 f 20 X'' [Gulden/Kreuzer] ''dan recht sehr liebe Bens [?] auf deckerl und duchentziehen [Bettüberzüge] fürs Bett. dan 4 Kapenleintücheln, und ich hoffe auch noch 4 Unterleinlicherln [?] dan 3 Einbinddeckerln. eines davon ist sehr lieb dan bekömmst du 4 recht gute Leibchen neue 2 kleine Leibchen. Dan einen Pfleiben-Sack als Unterbett im Korb, und darauf eine Matratze von Seegraß. und Polster. Vieleicht köntest du einmal ein Maß von der größe des Korbes, in Lange und Breite schücken. damit alles ordentlich wird. - Fatschpolster Kappe und Zieher bekömmst du auch hinunter. Wegen den Unterlegeln glaube ich wir sollen gar nichts sagen ich schücke die an den Santemetter ''[Zentimeter]'' abgemeßen ganz genau die länge sie sind 4 ekicht. Ich bitte dich in der 27 X Handlung auf meine Rechnung 12 Ell Leinwand zu kaufen und zu machen, und es von mir als Christgeschenk zu nehmen, für dich und statt Franz etwas zu schücken kaufe dir Gutaberger Einlage für das Bett. Sie kostet auch ein paar gulden. Den sie bedeckt beynahe den ganzen Korb. So wären gute und Sachen gedeckt. Sage aber der großmutter nichts davon, weil sie es nicht zugiebt das die Unterlegeln nichts taugen. 2 Einlagen für die Einbinddeckerln gab mir die Louise für dich die nehme ich dan mit, oder wen ich mit deinen Leibchen fertig werde, schücke ich alles zusammen auf [[Weihnachten]] mit der Großmutter ihren Sachen. Otto ist Heute und Gestern in Achthall [Achtal] er läßt dich recht herzlich grüßen. Wie froh bin ich immer zu hören das es dir liebe Fany recht gut geht, so wird gewiß auch dan alles recht gut und glücklich vorüber gehen. Gieb auch vor Verkühlung recht obacht. Lebe recht wohl es küßt und Segnet Euch alle 3 Euere Euch von ganzen Herzen liebende Mutter Spángler.''
    
"Hochzeitstag": Vermählung mit Franz II. Xaver Gregor Spängler am [[14. November]] [[1826]]; Ehemann gestorben am 1. März 1852.
 
"Hochzeitstag": Vermählung mit Franz II. Xaver Gregor Spängler am [[14. November]] [[1826]]; Ehemann gestorben am 1. März 1852.

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