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| | Das Kloster lag zwischem dem [[Erzstift St. Peter]] und der heutigen [[Franziskanerkirche]], die damals Stadtpfarrkirche ''zu Unserer Lieben Frau'' hieß. Sie hielten ihr Chorgebet und die Gottesdienste in der Franziskanerkirche. Dort hatte sie ihren Betchor, der bis [[1548]] im rückwärtigen mittleren Teil der Kirche auf einem massiven Säulenunterbau stand und weit ins Mittelschiff ragte (heute nicht mehr vorhanden). | | Das Kloster lag zwischem dem [[Erzstift St. Peter]] und der heutigen [[Franziskanerkirche]], die damals Stadtpfarrkirche ''zu Unserer Lieben Frau'' hieß. Sie hielten ihr Chorgebet und die Gottesdienste in der Franziskanerkirche. Dort hatte sie ihren Betchor, der bis [[1548]] im rückwärtigen mittleren Teil der Kirche auf einem massiven Säulenunterbau stand und weit ins Mittelschiff ragte (heute nicht mehr vorhanden). |
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| − | Die ''Petersfrauen'' übersiedelten auf den [[Nonnberg]] in das [[Stift Nonnberg]]. Damit war das Peterskloster in Salzburg – nach Engelberg (Schweiz), das fast 500 Jahre als benediktinisches Doppelkloster bestand - der am längsten existierende Doppelkonvent der Benediktiner. | + | Ab [[1577]] gab es keine Profess mehr und es wurden keine Novizinnen mehr aufgenommen. Schließlich gab es nur mehr zwei Schwestern, der Abt von St. Peter schien auch kein besonderes Interesse mehr am Bestand des Frauenklosters zu haben und so übergab St. Peter den Franziskanern, die Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] geholt hatte, Kloster samt Hausrat. |
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| | + | Die die beiden letzten Petersfrauen übersiedelten am [[12. August]] [[1583]] auf den [[Nonnberg]] in das [[Stift Nonnberg]]. Damit war das Peterskloster in Salzburg – nach Engelberg (Schweiz), das fast 500 Jahre als benediktinisches Doppelkloster bestand - der am längsten existierende Doppelkonvent der Benediktiner. |
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| | + | Die ältere Schwester starb wenige Jahre später, die zweite, Cordula Mundtenhaimerin, wurde [[1600]] zur Äbtissin von Stift Nonnberg gewählt. |
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| | ==Die Nonnen== | | ==Die Nonnen== |
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| | Die Nonnen stammten hauptsächlich aus begüterten Familien. Zum Gründungszeitpunkt stand es um das [[Erzstift St. Peter]] finanzielle nicht sehr gut, so dass die Güter, welche die Frauen beim Eintritt ins Kloster mitbrachten, dem Stift St. Peter überschrieben wurden. Aber es ist nicht bekannt, ob dies anfangs auch Pflicht gewesen war. Erst später ist dies als Bedingung für die Aufnahme überliefert. | | Die Nonnen stammten hauptsächlich aus begüterten Familien. Zum Gründungszeitpunkt stand es um das [[Erzstift St. Peter]] finanzielle nicht sehr gut, so dass die Güter, welche die Frauen beim Eintritt ins Kloster mitbrachten, dem Stift St. Peter überschrieben wurden. Aber es ist nicht bekannt, ob dies anfangs auch Pflicht gewesen war. Erst später ist dies als Bedingung für die Aufnahme überliefert. |
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| | ==Erwähnenswert== | | ==Erwähnenswert== |
| − | Ein merkwürdiger Brauch ist noch überliefert: Alle fünf bis sechs Jahre wurde ein bestimmter Teil einer Mauer in der [[St.-Anna-Kapelle]], die zwischen der Klausur des Männer- und Frauenklosters war, geöffnet. An diesem bestimmten Tag hatten die Mönche ''großen Ausgang'' und die Nonnen besuchten das Männerkloster. Nach einer Jause kehrten sie wieder in ihr Kloster zurück. | + | Ein merkwürdiger Brauch ist noch überliefert: Alle fünf bis sechs Jahre wurde ein bestimmter Teil einer Mauer in der [[St.-Anna-Kapelle]], die zwischen der Klausur des Männer- und Frauenklosters war, für einen Nachmittag geöffnet. An diesem bestimmten Tag hatten die Mönche ''großen Ausgang'' und die Nonnen besuchten das Männerkloster. Nach einer Jause kehrten sie wieder in ihr Kloster zurück. Dann wurde die Öffnung wieder mit Ziegel und Mörtel vermauert. |
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| | ==Heute== | | ==Heute== |
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| | * [http://www.theologie.uni-erlangen.de/ca/tagungen/Klueting.pdf Uni Erlangen] | | * [http://www.theologie.uni-erlangen.de/ca/tagungen/Klueting.pdf Uni Erlangen] |
| | * Karl Heinz Ritschel ''Salzburg - Anmut und Macht'', Verlag Alfred Winter, Salzburg 2005 | | * Karl Heinz Ritschel ''Salzburg - Anmut und Macht'', Verlag Alfred Winter, Salzburg 2005 |
| | + | * Karl Heinz Ritschel ''Doppelklöster für Mann und Frau'', [[Salzburger Nachrichten]], 15. Jänner 2005 |
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