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[[File:Carterocephalus-palaemon-E-MK-3103a.jpg|thumb|Die Falter sonnen sich gerne mit ausgebreiteten Flügeln: Salzburg, Radstädter Tauern, Obertauern, Weg von der hinteren Gnadenalm auf die Südwienerhütte, 2003.06.21]]
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[[File:Carterocephalus-palaemon-E-MK-3103a.jpg|thumb|Die Falter sonnen sich gerne mit ausgebreiteten Flügeln: Salzburg, [[Radstädter Tauern]], [[Obertauern]], Weg von der hinteren Gnadenalm auf die Südwienerhütte, 2003.06.21]]
[[File:Carterocephalus-palaemon-E-MK-12906a.jpg|thumb|Nektaraufnahme an Taraxacum officinale agg.: Salzburg, Hohe Tauern, Gasteiner Tal, Höhenweg, 2007.04.29]]
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[[File:Carterocephalus-palaemon-E-MK-12906a.jpg|thumb|Nektaraufnahme an Taraxacum officinale agg.: Salzburg, [[Hohe Tauern]], [[Gasteinertal]], Höhenweg, 2007.04.29]]
    
Volkstümliche(r) Name(n): Gelbwürfeliger Dickkopffalter
 
Volkstümliche(r) Name(n): Gelbwürfeliger Dickkopffalter
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''Carterocephalus palaemon'' (''Papilio palaemon'' Pallas, 1771: 471) ist eine Art aus der Familie [[Hesperiidae]].
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''Carterocephalus palaemon'' (''Papilio palaemon'' Pallas, 1771: 471) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Hesperiidae]] (Dickkopffalter).
    
==Variabilität==
 
==Variabilität==
Größe und Ausdehnung der gelben Flecken auf der Flügeloberseite unterliegen einer signifikanten Variabilität, wobei diese bei den meist ausgedehnter und oft auch heller sind als bei den . Die rundlichen Flecke auf der Hfl.-Unterseite variieren ebenso in der Größe, wie auch in der Färbung von matt gelb bis fast weiß.
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Größe und Ausdehnung der gelben Flecken auf der Flügeloberseite unterliegen einer signifikanten Variabilität, wobei diese bei den Männchen meist ausgedehnter und oft auch heller sind als bei den Weibchen. Die rundlichen Flecke auf der Hinterflügel-Unterseite variieren ebenso in der Größe, wie auch in der Färbung von matt gelb bis fast weiß.
    
==Diagnose==
 
==Diagnose==
''C. palaemon'' ist durch Färbung und Zeichnung in Salzburg unverwechselbar.
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''C. palaemon'' ist durch Färbung und Zeichnung in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] unverwechselbar.
    
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie==
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie==
In Salzburg wurde ''C. palaemon'' bereits in allen Landesteilen nachgewiesen (Embacher et al. 2024). Die Höhenverbreitung ist von 390 bis 1800 m dokumentiert, mit Einzelfunden bis 2100 m Höhe. Die Art ist relativ euryök (Shannon-Wiener-Index 5,12) und fliegt in Hochstaudenfluren aller Art, auf mageren Wiesen (sowohl Feuchtwiesen, wie auch trockenen Magerwiesen), an Waldrändern und auf offenen Stellen in Flussauen. In vielen anderen Lebensräumen wird die Art hingegen nur vereinzelt angetroffen und auf landwirtschaftlichen Nutzflächen, wie auch im Siedlungsbereich fehlt sie weitgehend (Kurz & Kurz 2025).
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In Salzburg wurde ''C. palaemon'' bereits in allen Landesteilen nachgewiesen (Embacher et al. 2024). Die Höhenverbreitung ist von 390 bis 1800 m dokumentiert, mit Einzelfunden bis 2100 m Höhe. Die Art ist relativ euryök (Shannon-Wiener-Index 5,12) und fliegt in Hochstaudenfluren aller Art, auf mageren Wiesen (sowohl Feuchtwiesen, wie auch trockenen Magerwiesen), an [[Wald (Pflanzenformation)|Wald]]<nowiki></nowiki>rändern und auf offenen Stellen in Flussauen. In vielen anderen Lebensräumen wird die Art hingegen nur vereinzelt angetroffen und auf landwirtschaftlichen Nutzflächen, wie auch im Siedlungsbereich fehlt sie weitgehend (Kurz & Kurz 2025).
    
''C. palaemon'' fliegt in Salzburg in einer Generation im Jahr von Ende April bis Anfang Juli. Die Raupe überwintert halb erwachsen.
 
''C. palaemon'' fliegt in Salzburg in einer Generation im Jahr von Ende April bis Anfang Juli. Die Raupe überwintert halb erwachsen.
    
''Nachbarfaunen''
 
''Nachbarfaunen''
In Österreich kommt die Art in allen Bundesländern vor (Huemer 2013). In Oberösterreich ist sie ebenso in allen Landesteilen anzutreffen wie in Bayern (Kusdas & Reichl 1973, Haslberger & Segerer 2016).
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In Österreich kommt die Art in allen Bundesländern vor (Huemer 2013). In [[Oberösterreich]] ist sie ebenso in allen Landesteilen anzutreffen wie in [[Bayern]] (Kusdas & Reichl 1973, Haslberger & Segerer 2016).
    
==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==
Die tageszeitliche Aktivität der Falter ist von 9 bis 17 Uhr MEZ dokumentiert, die Nektaraufnahme, zu der nur drei Datensätze vorliegen, von 14 bis 17 Uhr MEZ. Letztere erfolgt z. B. an ''[[Geranium sylvaticum]]'' oder ''[[Taraxacum officinale]]'' agg. (Kurz & Kurz 2025). Zu den Entwicklungsstadien liegen aus Salzburg keine dokumentierten Informationen vor. Nach Lepiforum (2025) fressen die Raupen an verschiedenen mehrjährigen Süßgräsern, wie ''[[Molinia arundinacea]]'', ''[[Phalaris arundinacea]]'', ''[[Calamagrostis epigejos]]'', ''[[Phragmites australis]]'', aber auch vielen anderen. Sie spinnen dabei ein Grasblatt mit wenigen starken Seidenfäden der Länge nach zu einer teilweise offenen Röhre zusammen, die sie nur zum Fressen verlassen.
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Die tageszeitliche Aktivität der Falter ist von 9 bis 17 Uhr MEZ dokumentiert, die Nektaraufnahme, zu der nur drei Datensätze vorliegen, von 14 bis 17 Uhr MEZ. Letztere erfolgt z. B. an ''[[Geranium sylvaticum]]'' (Wald-Storchschnabel) oder ''[[Gewöhnlicher Löwenzahn|Taraxacum officinale]]'' agg. (Kurz & Kurz 2025). Zu den Entwicklungsstadien liegen aus Salzburg keine dokumentierten Informationen vor. Nach Lepiforum (2025) fressen die Raupen an verschiedenen mehrjährigen Süßgräsern wie ''[[Molinia arundinacea]]'', ''[[Phalaris arundinacea]]'', ''[[Calamagrostis epigejos]]'', ''[[Phragmites australis]]'', aber auch an vielen anderen. Sie spinnen dabei ein Grasblatt mit wenigen starken Seidenfäden der Länge nach zu einer teilweise offenen Röhre zusammen, die sie nur zum Fressen verlassen.
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Auf Grund der weiten Verbreitung im Land wird ''C. palaemon'' in Salzburg als ungefährdet angesehen (Einstufung LC nach Embacher et al. 2024). Diese Einstufung gilt auch für das Alpenvorland und das Salzburger Becken, obwohl die Art hier deutlich seltener anzutreffen ist wie im Gebirge (Gros 2023).
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Auf Grund der weiten Verbreitung im Land wird ''C. palaemon'' in Salzburg als ungefährdet angesehen (Einstufung LC nach Embacher et al. 2024). Diese Einstufung gilt auch für das [[Alpenvorland]] und das Salzburger Becken, obwohl die Art hier deutlich seltener anzutreffen ist wie im Gebirge (Gros 2023).
    
==Weiterführende Informationen==
 
==Weiterführende Informationen==

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