| | ''Hall den 8 t[en] bis 10 April'' [unterstrichen:] ''1825. // Theuerster Freund! // Ich darf Ihnen wohl nicht mehr sagen, wie viele Freude mir Ihre theure Zuschrift nach welcher ich sehnlichst harrte, gewährte. Sie sind ja ohnehin längst davon überzeugt, ich lese Ihre Briefe immer zwey, oder dreymal, den[n] daß erstemahl überfliegt sie mein Auge nur; dann lese ich sie erst bedachtsam. Also auch bey Ihnen zeigt sich schon das Frühjahr? Das ist auch mir sehr lieb, so habe ich Hoffnung, mich bald eines Blümchen von Ihnen erfreuen zu können, bey uns liegt nur in Bergen noch Schnee, übrigens fängt alles schon zu grünen an, in Gärten wird schon überall angebaut, – ja es blühen schon kleine Blümchen. Ich danke Ihnen lieber Freund! für die Beruhigung, die Sie mir geben, in Hinsicht Ihrer vielen Arbeiten, es ward mir nicht ohne Grund bange, o nein, - den[n] ich erinnre mich, noch sehr gut, wie Sie bey meinen dort seyn, als Sie einmal so Blaß außehen, aber in diesen Zeitpunkt sagten, das Sie so viele Arbeit hätten, und so ward mir, im stillen öfters schon bange für Ihre Gesundheit, doch Sie gaben mir die Versicherung, für Ihre Gesundheit zu sorgen, und so bin ich beruhigt, es ist wahr in gesel[l]schaft wäre es freylich angenehmer spazieren zu gehen, doch wenn selbes nicht seyn kann, so erheitert es schon das Gemüth, wenn man sich in der freyen Natur herum sieht. // '' | | ''Hall den 8 t[en] bis 10 April'' [unterstrichen:] ''1825. // Theuerster Freund! // Ich darf Ihnen wohl nicht mehr sagen, wie viele Freude mir Ihre theure Zuschrift nach welcher ich sehnlichst harrte, gewährte. Sie sind ja ohnehin längst davon überzeugt, ich lese Ihre Briefe immer zwey, oder dreymal, den[n] daß erstemahl überfliegt sie mein Auge nur; dann lese ich sie erst bedachtsam. Also auch bey Ihnen zeigt sich schon das Frühjahr? Das ist auch mir sehr lieb, so habe ich Hoffnung, mich bald eines Blümchen von Ihnen erfreuen zu können, bey uns liegt nur in Bergen noch Schnee, übrigens fängt alles schon zu grünen an, in Gärten wird schon überall angebaut, – ja es blühen schon kleine Blümchen. Ich danke Ihnen lieber Freund! für die Beruhigung, die Sie mir geben, in Hinsicht Ihrer vielen Arbeiten, es ward mir nicht ohne Grund bange, o nein, - den[n] ich erinnre mich, noch sehr gut, wie Sie bey meinen dort seyn, als Sie einmal so Blaß außehen, aber in diesen Zeitpunkt sagten, das Sie so viele Arbeit hätten, und so ward mir, im stillen öfters schon bange für Ihre Gesundheit, doch Sie gaben mir die Versicherung, für Ihre Gesundheit zu sorgen, und so bin ich beruhigt, es ist wahr in gesel[l]schaft wäre es freylich angenehmer spazieren zu gehen, doch wenn selbes nicht seyn kann, so erheitert es schon das Gemüth, wenn man sich in der freyen Natur herum sieht. // '' |