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== 1832 ==
 
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==== Brief vom 20. März 1832 von Francesco Castelli an Fanny Kobler ====
 
==== Brief vom 20. März 1832 von Francesco Castelli an Fanny Kobler ====
Brief von Francesco Castelli an [[Franziska Kobler]]; Original, ein Bogen gefaltet, aufgeschnittenes Siegel, und drei Fotokopien, dazu eine masch.schriftl. Abschrift<ref>Abschrift, masch.schriftl. Durchschlag, beglaubigt durch das Amtsgericht Klagenfurt, 16. April 1943. Meine [O. H.] Übertragung weicht geringfügig von dieser Abschrift ab und ist mit dem Original verglichen worden.</ref>; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzung]; [?] = fraglich; XX = unleserlich:<br />
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Brief von Francesco Castelli an [[Franziska Kobler]]; Original, ein Bogen gefaltet, aufgeschnittenes Siegel, und drei Fotokopien, dazu eine masch.schriftl. Abschrift<ref>Abschrift, masch.schriftl. Durchschlag, beglaubigt durch das Amtsgericht Klagenfurt, 16. April 1943. Meine, [[Otto Holzapfel]], Übertragung weicht geringfügig von dieser Abschrift ab und ist mit dem Original verglichen worden.</ref>; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzung]; [?] = fraglich; XX = unleserlich:<br />
 
[Briefumschlag:] ''No 49 // À Mademoselle // M. Françoise de Kobler // à // Salzburg en Autriche // abzugeben beym Höllbräuer.'' Poststempel: Venezia 20. Mar // Salzburg 25 Mar 18XX [verwischt]. ''Liebe Fany // Du mußt schon vergeben wenn ich so nachläßig bin, es ist wirklich die Krankheit mit der ich geplagt bin, die mir sogar meine Pflichten vergessen läßt. Gott straft mich mit beständig anhaltenden Schmerzen, vermutlich wegen deiner, ich habe mir sonst nichts vorzuwerfen; ich wollte nur, daß auch mit Beendigung der Strafe alles gut würde, nähmlich daß du glücklich würdest. Montag also den 26.t[en] dieses reise ich von hier nach Brescia auf Urlaub, und bleibe wenigstens zwey Monate, um die lezte Repaurce [?], nähmlich die Veränderung des Clima auf meine Krankheit anzuwenden; es ist die letzte Hoffnung in der ich aber viel Vertrauen hege, nachdem ich auch vor sieben Jahren durch eben eine Luftveränderung von einem ähnlichen Zustande befreyt wurde.'' [am Rand:] ''Erhalten 30t[er] März. Von Brescia aus wirst du von mir Nachrichten erhalten, und wenn du mich mit deinem nächsten Schreiben noch vor dem 15. Juny beglücken willst so schreibe nur nach Brescia ohne die Adresse sonst zu verändern. Von der heutigen Diligence erhälst du 16 fl C.M.'' [Gulden] ''für die zwey Monate März und April; ich wünschte der Amalia hunderte geben zu können, meine Auslagen sind aber für / Doctor und Medikamente so bedeutend, daß ich kaum auslangen kann. Grüße und küße vielmahl die Amalia, und sage ihr, daß ich nicht ermangeln werde während meinem Aufenthalte in Brescia ihren zärtlichen Brief zu beantworten. Deinen Eltern und Brüdern bitte ich viel Schönes auszurichten. Lebe recht wohl und vergnügt, welches wohl thunlich seyn dürfte, auch ohne den von den bekannten Umständen unerreichbar gemachten Besitz // Deines aufrichtigsten Freundes // Castelli. Venedig den 19. März 1832.''
 
[Briefumschlag:] ''No 49 // À Mademoselle // M. Françoise de Kobler // à // Salzburg en Autriche // abzugeben beym Höllbräuer.'' Poststempel: Venezia 20. Mar // Salzburg 25 Mar 18XX [verwischt]. ''Liebe Fany // Du mußt schon vergeben wenn ich so nachläßig bin, es ist wirklich die Krankheit mit der ich geplagt bin, die mir sogar meine Pflichten vergessen läßt. Gott straft mich mit beständig anhaltenden Schmerzen, vermutlich wegen deiner, ich habe mir sonst nichts vorzuwerfen; ich wollte nur, daß auch mit Beendigung der Strafe alles gut würde, nähmlich daß du glücklich würdest. Montag also den 26.t[en] dieses reise ich von hier nach Brescia auf Urlaub, und bleibe wenigstens zwey Monate, um die lezte Repaurce [?], nähmlich die Veränderung des Clima auf meine Krankheit anzuwenden; es ist die letzte Hoffnung in der ich aber viel Vertrauen hege, nachdem ich auch vor sieben Jahren durch eben eine Luftveränderung von einem ähnlichen Zustande befreyt wurde.'' [am Rand:] ''Erhalten 30t[er] März. Von Brescia aus wirst du von mir Nachrichten erhalten, und wenn du mich mit deinem nächsten Schreiben noch vor dem 15. Juny beglücken willst so schreibe nur nach Brescia ohne die Adresse sonst zu verändern. Von der heutigen Diligence erhälst du 16 fl C.M.'' [Gulden] ''für die zwey Monate März und April; ich wünschte der Amalia hunderte geben zu können, meine Auslagen sind aber für / Doctor und Medikamente so bedeutend, daß ich kaum auslangen kann. Grüße und küße vielmahl die Amalia, und sage ihr, daß ich nicht ermangeln werde während meinem Aufenthalte in Brescia ihren zärtlichen Brief zu beantworten. Deinen Eltern und Brüdern bitte ich viel Schönes auszurichten. Lebe recht wohl und vergnügt, welches wohl thunlich seyn dürfte, auch ohne den von den bekannten Umständen unerreichbar gemachten Besitz // Deines aufrichtigsten Freundes // Castelli. Venedig den 19. März 1832.''
 
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