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| | [[Datei:Pumpspeicherkraftwerk Limberg III 01.png|thumb|Die Baustelle im [[Kapruner Tal]] für die Errichtung des Pumpspeicherkraftwerks Limberg III im Berg.]] | | [[Datei:Pumpspeicherkraftwerk Limberg III 01.png|thumb|Die Baustelle im [[Kapruner Tal]] für die Errichtung des Pumpspeicherkraftwerks Limberg III im Berg.]] |
| | [[Datei:Pumpspeicherkraftwerk Limberg III 03.png|thumb|Die Einfahrt zur unterirdischen Baustelle des Pumpspeicherkraftwerks Limberg III im Berg unterhalb der [[Limbergsperre]] des [[Stausee Wasserfallboden|Stausees Wasserfallboden]].]] | | [[Datei:Pumpspeicherkraftwerk Limberg III 03.png|thumb|Die Einfahrt zur unterirdischen Baustelle des Pumpspeicherkraftwerks Limberg III im Berg unterhalb der [[Limbergsperre]] des [[Stausee Wasserfallboden|Stausees Wasserfallboden]].]] |
| − | Das in Bau befindliche (Stand Herbst 2024) '''Pumpspeicherkraftwerk Limberg III''' wird das modernste [[Pumpspeicherkraftwerk]] Österreichs. Es wird von der Verbund AG in [[Kaprun]] errichtet. | + | Das '''Pumpspeicherkraftwerk Limberg III''' ist das modernste [[Pumpspeicherkraftwerk]] Österreichs. Es wurde von der Verbund AG in [[Kaprun]] errichtet. |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
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| | [[12. September]] [[2024]]: Der 355 Tonnen schwere Rotor von Maschine 1 wurde im Spätsommer eingebaut. Mit einem speziell ausgerichteten Deckenkran wurde der gigantische Bauteil millimetergenau in den Stator eingefügt. Dieser Rotor ist der schwerste Teil auf der Baustelle und wurde direkt in der 17 Meter hohen Kaverne gefertigt. Fast ein Jahr dauerte die Herstellung im Berg. Beim Einsetzen war dann das Zusammenspiel zwischen Kranfahrer und Einweiser entscheidend. Der Rotor wurde mit nur vier bis fünf Millimeter Spielraum auf den Stator gesetzt, ein Prozess, der Fingerspitzengefühl, Nervenstärke und Präzision erforderte. Nach drei Stunden war der schwierigste Hub des gesamten Projekts abgeschlossen. | | [[12. September]] [[2024]]: Der 355 Tonnen schwere Rotor von Maschine 1 wurde im Spätsommer eingebaut. Mit einem speziell ausgerichteten Deckenkran wurde der gigantische Bauteil millimetergenau in den Stator eingefügt. Dieser Rotor ist der schwerste Teil auf der Baustelle und wurde direkt in der 17 Meter hohen Kaverne gefertigt. Fast ein Jahr dauerte die Herstellung im Berg. Beim Einsetzen war dann das Zusammenspiel zwischen Kranfahrer und Einweiser entscheidend. Der Rotor wurde mit nur vier bis fünf Millimeter Spielraum auf den Stator gesetzt, ein Prozess, der Fingerspitzengefühl, Nervenstärke und Präzision erforderte. Nach drei Stunden war der schwierigste Hub des gesamten Projekts abgeschlossen. |
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| − | Nach vier Jahren Bauzeit eröffnete der Verbund am 12. September [[2025]] das neue Pumpspeicherkraftwerk Limberg III.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/grosse-energieprojekte-eroeffnung-der-ausbau-wasserkraft-salzburg-plafond-184182658 www.sn.at], 10. September 2025</ref> | + | Nach vier Jahren Bauzeit eröffnete der Verbund am 12. September [[2025]] das neue Pumpspeicherkraftwerk Limberg III.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/grosse-energieprojekte-eroeffnung-der-ausbau-wasserkraft-salzburg-plafond-184182658 www.sn.at], 10. September 2025</ref> Der Verbund investierte 525 Millionen Euro in das Kraftwerk.<ref name="SN06Nov25">[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/kraftwerksgruppe-kaprun-defekt-187177690 sn.at], 6. November 2025: Kraftwerksgruppe Kaprun fällt nach technischem Defekt monatelang aus</ref> |
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| | + | Donnerstagmittag, den [[6. November]] 2025, teilte der Verbund mit, dass in der Werksgruppe Kaprun im Kraftwerk Limberg III beide Maschinen aufgrund eines Isolationsfehlers beim Generator ausgefallen. Aufgrund der Größe der Anlagenteile ist eine Inspektion aufwendig und zeitintensiv und wird mehrere Monate in Anspruch nehmen. Weiters trat im Zuge der Schwarzstartversuche mit der [[Pumpspeicherkraftwerk Limberg II|Kaprun Oberstufe]] (160 MW) ein Fehler im Einspeisetransformators auf, womit auch die gesamte Oberstufe voraussichtlich für mehrere Monate nicht zur Verfügung stehen wird. Als Schwarzstartversuche werden bei Kraftwerken jene Abläufe bezeichnet, bei denen das Werk ohne Zufuhr externer Stromquellen wieder hochgefahren werden soll. Die notwendige Energie liefern Batteriespeicher oder Hilfsaggregate. Oder wie in diesem Fall die Kaprun Oberstufe.<ref name="SN06Nov25" /> |
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| | + | Das Pumpspeicherkraftwerk Limberg III galt zu diesem Zeitpunkt als Österreichs modernste und größte Batterie mit bis zu 480 Megawatt Leistung, die jederzeit abgerufen werden können. Seit Donnerstag ist dies vorerst Geschichte. Und mit dem zusätzlichen Ausfall der Kaprun Oberstufe stehen nun 640 Megawatt nicht zur Verfügung.<ref name="SN06Nov25" /> |
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| | == Daten des Rotors == | | == Daten des Rotors == |
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| | * [https://www.verbund.com/de-at/ueber-verbund/news-presse/presse/2024/09/13/rotor-eingehoben-limberg-3 www.verbund.com], Presse, 13. September 2024: "355 Tonnen schwerer Rotor in Limberg 3 wurde erfolgreich eingehoben" | | * [https://www.verbund.com/de-at/ueber-verbund/news-presse/presse/2024/09/13/rotor-eingehoben-limberg-3 www.verbund.com], Presse, 13. September 2024: "355 Tonnen schwerer Rotor in Limberg 3 wurde erfolgreich eingehoben" |
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| − | == Einzelnachweis == | + | == Einzelnachweise == |
| | <references/> | | <references/> |
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