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Dazu Einzelblatt gefaltet, undatiert [in viel steiferer und eher kantiger Schrift als "Rosa"s obigen Brief von 1844; vielleicht von ihr noch als junges Mädchen?]:<br />
 
Dazu Einzelblatt gefaltet, undatiert [in viel steiferer und eher kantiger Schrift als "Rosa"s obigen Brief von 1844; vielleicht von ihr noch als junges Mädchen?]:<br />
 
''Liebe, gute Freundin! Der Inhalt meines Briefes war derselbe wie des deinigen, nähmlich, daß du mir eine wahre aufrechte Freundin bist, wie mit der beygefügten Bitte daß du mir wo möglich mit Rath u. That beystehst.- Und herzlich freuen würde es mich wenn du mir eine Schwester wirst. Ich will dir gerne wo ich nur vermag einen Dienat erweisen obwohl ich es nur schwer vermögen werde, denn meine gute Maly ist mir ja an Verstand weit unendlich weit überlegen. Freudig meinen Brief schließend eine Freundin gefunden zu haben, verbleibe ich Deine dich ewig liebende Freundin Rosa H.'' [Hablin]
 
''Liebe, gute Freundin! Der Inhalt meines Briefes war derselbe wie des deinigen, nähmlich, daß du mir eine wahre aufrechte Freundin bist, wie mit der beygefügten Bitte daß du mir wo möglich mit Rath u. That beystehst.- Und herzlich freuen würde es mich wenn du mir eine Schwester wirst. Ich will dir gerne wo ich nur vermag einen Dienat erweisen obwohl ich es nur schwer vermögen werde, denn meine gute Maly ist mir ja an Verstand weit unendlich weit überlegen. Freudig meinen Brief schließend eine Freundin gefunden zu haben, verbleibe ich Deine dich ewig liebende Freundin Rosa H.'' [Hablin]
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==== Brief vom 25. November 1844 von Rosa Hablin an Amalia Kobler ====
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Brief von Rosa Hablin<ref>Der Vergleich mit anderen Briefen, z.B. vom 5. Juni 1844 und vom 29. Juni 1844, bestätigt die Verfasserschaft dieses Briefes.</ref>, einer Freundin, an [[Zäzilia Amalia Kobler]]; ein Bogen, gefaltet als Briefumschlag; ''Fräulein // Fräulein // Amalie v Castelli // zu // '' [unterstrichen:] ''Salzburg // Judengasse No 67, 1[ter] Sto[ck]''; rotes Lacksiegel mit einem Allianzwappen; Poststempel "Warasdin<ref>Varazdin, heute in Kroatien</ref> // 27. Nov. 18XX" [verwischt]; neben dem Siegel Poststempel "Salzburg // 1. Dez." [ohne Jahr]; sehr kleine und teilweise flüchtige Schrift:<br />
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''XX'' [Ortsname unleserlich] ''25/ XX'' [könnte "11" sein] ''XX'' [Jahreszahl unleserlich] '' // Meine philosophische Freundin! // Sage mir nur was für ein Geist in Dich gefahren ist – Du predigst ja in deinem Briefe! – ich war so erstaunt über Deinen Brief, daß sich dieses Gefühl unwillkürlich in meinem Gefühle mußte ausgedrückt haben, denn die'' [weitere Übertragung von mir, O. H., aufgegeben]: zwei Zeilen bestehen nur aus Frage- und Ausrufezeichen […] / […] ''Heute ist Montag und Freitag den 29<ref>Der 25. November 1844 war ein Montag.</ref> gehen wir über Gratz nach Wien, Den 1 t[e]n Dez. sind wir in Wien, und da werde ich mich 3 Tage aufhalten, dann gehe ich fort mit Stel[l]wagen nach Salzburg'' […] / […] Es wird über Literatur geschrieben: "Child Harold", "prisoner of Chillon", / "Byron" […] ''Dieu, mein Kopf ist voll, ich habe viel zu thun, habe viele Besuche zu machen'' […] ''adieu! adieu! à [!] revoir! Tausend Küße mit tausend XX – Dir ma mignonne und – und – ich weiß nicht was ich schreiben wollte, ich bin schläfrig, da ich gestern mit den ViceXX bis 11 Uhr Schach spielte; '' […] ''adieu! Tout à XX Rosa. // an Deine Mutter meine Empfehlung.''
 
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