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| − | [[File:Wilhelm Holzbauer (1981).jpg|thumb|Wilhelm Holzbauer mit Cees Dam im Jahr 1981]]
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| | [[Datei:Wilhelm Holzbauer Haslauer 2005.jpg|thumb|Wilhelm Holzbauer 2005 mit [[Landeshauptmann-Stellvertreter]] [[Wilfried Haslauer junior]] und mit Gattin Marie bei der Verleihung des [[Verdienstzeichen des Landes Salzburg#Verdienstzeichen in Gold|Goldenen Verdienstzeichens des Landes]].]] | | [[Datei:Wilhelm Holzbauer Haslauer 2005.jpg|thumb|Wilhelm Holzbauer 2005 mit [[Landeshauptmann-Stellvertreter]] [[Wilfried Haslauer junior]] und mit Gattin Marie bei der Verleihung des [[Verdienstzeichen des Landes Salzburg#Verdienstzeichen in Gold|Goldenen Verdienstzeichens des Landes]].]] |
| | Rektor a. D. Univ.-[[Prof]]. '''Wilhelm Holzbauer''' (* [[3. September]] [[1930]] in der [[Stadt Salzburg]]; † [[15. Juni]] [[2019]] in [[Wien]]) war ein österreichischer Architekt. | | Rektor a. D. Univ.-[[Prof]]. '''Wilhelm Holzbauer''' (* [[3. September]] [[1930]] in der [[Stadt Salzburg]]; † [[15. Juni]] [[2019]] in [[Wien]]) war ein österreichischer Architekt. |
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| | Von [[1957]] bis [[1958]] war Holzbauer als Gastprofessor an der ''University of Manitoba'' im kanadischen Winnipeg tätig. Im Anschluss daran zog es ihn als Gastprofessor von [[1958]] bis [[1959]] an die ''Yale University'' in New Haven/USA. Zu Beginn der 1960er Jahre kehrte Holzbauer nach Wien zurück, wo er [[1964]] sein erstes Büro gründete. Sein industrielles Design aus dem Jahr [[1969]], das erstmals beim Bau der Wiener U-Bahn-Station ''Taubstummengasse'' angewandt wurde, prägt bis heute die gesamte Linie U1 der Wiener Linien.<ref>SN vom 27. Oktober 2018: ''Ein Salzburger prägte das Bild der Wiener U1''. ([[Stefanie Schenker]])</ref> | | Von [[1957]] bis [[1958]] war Holzbauer als Gastprofessor an der ''University of Manitoba'' im kanadischen Winnipeg tätig. Im Anschluss daran zog es ihn als Gastprofessor von [[1958]] bis [[1959]] an die ''Yale University'' in New Haven/USA. Zu Beginn der 1960er Jahre kehrte Holzbauer nach Wien zurück, wo er [[1964]] sein erstes Büro gründete. Sein industrielles Design aus dem Jahr [[1969]], das erstmals beim Bau der Wiener U-Bahn-Station ''Taubstummengasse'' angewandt wurde, prägt bis heute die gesamte Linie U1 der Wiener Linien.<ref>SN vom 27. Oktober 2018: ''Ein Salzburger prägte das Bild der Wiener U1''. ([[Stefanie Schenker]])</ref> |
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| | + | [[File:Wilhelm Holzbauer (1981).jpg|thumb|Wilhelm Holzbauer mit Cees Dam im Jahr 1981]] |
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| | Von [[1967]] bis [[1968]] hielt der Architekt Entwurfsseminare an der ''University of Illinois'' in Chicago/USA. Ein Jahr später eröffnete Holzbauer sein zweites Büro in Amsterdam, das er bis [[1988]] führte. [[1974]] arbeitete Holzbauer als Gastprofessor an der Technischen Universität in Graz. Von [[1977]] bis [[1998]] war er als Professor an der ''Hochschule für Angewandte Kunst'' in Wien beschäftigt, die er zusätzlich von [[1987]] bis [[1991]] als Rektor nach Außen hin vertrat. | | Von [[1967]] bis [[1968]] hielt der Architekt Entwurfsseminare an der ''University of Illinois'' in Chicago/USA. Ein Jahr später eröffnete Holzbauer sein zweites Büro in Amsterdam, das er bis [[1988]] führte. [[1974]] arbeitete Holzbauer als Gastprofessor an der Technischen Universität in Graz. Von [[1977]] bis [[1998]] war er als Professor an der ''Hochschule für Angewandte Kunst'' in Wien beschäftigt, die er zusätzlich von [[1987]] bis [[1991]] als Rektor nach Außen hin vertrat. |
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| | Der Architekt Heinz Ekhart kritisierte die Alleinstellung Wilhelm Holzbauers. | | Der Architekt Heinz Ekhart kritisierte die Alleinstellung Wilhelm Holzbauers. |
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| − | Der Architekt Heinz Ekhart forderte eine Klarstellung zum Nachruf auf den Architekten Wilhelm Holzbauer. Dass dieser als alleiniger Architekt der [[[[Gebäude der Naturwissenschaftlichen Fakultät an der Universität Salzburg|naturwissenschaftlichen Fakultät]] in Salzburg genannt werde, sei "''komplett falsch''". Es habe damals zwei Wettbewerbe gegeben, keinen habe Holzbauer gewonnen. Den ersten [[1972]] für Universität (damals Natur- und Geisteswissenschaften) und [[Universitäts- und Landessportzentrum Salzburg/Rif|Landessportzentrum]] habe er mit seinem einstigen Partner Stefan Hübner gewonnen, beteuert Heinz Ekhart. Beim Wettbewerb [[1982]], inzwischen nur für die Naturwissenschaft, habe Bautenminister Josef Moser (SPÖ) zwei Teams sowie Wilhelm Holzbauer eingeladen. Auch da sei das Siegerprojekt von ihm und Hübner gewesen, sagt Ekhart. | + | Der Architekt Heinz Ekhart forderte eine Klarstellung zum Nachruf auf den Architekten Wilhelm Holzbauer. Dass dieser als alleiniger Architekt der [[[[Gebäude der Naturwissenschaftlichen Fakultät an der Universität Salzburg|naturwissenschaftlichen Fakultät]] in Salzburg genannt werde, sei "komplett falsch". Es habe damals zwei Wettbewerbe gegeben, keinen habe Holzbauer gewonnen. Den ersten [[1972]] für Universität (damals Natur- und Geisteswissenschaften) und [[Universitäts- und Landessportzentrum Salzburg/Rif|Landessportzentrum]] habe er mit seinem einstigen Partner Stefan Hübner gewonnen, beteuert Heinz Ekhart. Beim Wettbewerb [[1982]], inzwischen nur für die Naturwissenschaft, habe Bautenminister Josef Moser (SPÖ) zwei Teams sowie Wilhelm Holzbauer eingeladen. Auch da sei das Siegerprojekt von ihm und Hübner gewesen, sagt Ekhart. |
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| | Allerdings hätten auf Wunsch des Ministers alle zum zweiten Wettbewerb geladenen Architekten eine Arbeitsgemeinschaft für den Bau der Nawi gebildet. Daran sei jeder zu zwanzig Prozent beteiligt gewesen: Stefan Hübner und er, Georg Ladstätter, Heinz Marschalek und Wilhelm Holzbauer. | | Allerdings hätten auf Wunsch des Ministers alle zum zweiten Wettbewerb geladenen Architekten eine Arbeitsgemeinschaft für den Bau der Nawi gebildet. Daran sei jeder zu zwanzig Prozent beteiligt gewesen: Stefan Hübner und er, Georg Ladstätter, Heinz Marschalek und Wilhelm Holzbauer. |
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| − | Warum wird fast immer Wilhelm Holzbauer als einziger oder federführender Architekt genannt? "''Das hat er am laufenden Band so gemacht''", kritisiert Heinz Ekhart. Auch beim Landhaus Bregenz sei der zweite Architekt "''vergessen''" worden. Oder das Salzburger [[Haus für Mozart]]: Auch da hat Holzbauer keinen Wettbewerb gewonnen, sondern einen Partner aus dem damaligen Siegerteam, nämlich François Valentiny, abgeworben. Wie ist das möglich? "''Er hat immer so lange herumgewerkt und alles in Bewegung gesetzt, bis die Leute das Handtuch geschmissen haben''", sagt Ekhart. So habe er beim Bau der Nawi das Duo Ladstätter/Marschalek an seinem Auftrag für die Wiener U-Bahn beteiligt, daraufhin hätten diese an seiner Beteiligung in Salzburg zugestimmt. | + | Warum wird fast immer Wilhelm Holzbauer als einziger oder federführender Architekt genannt? "Das hat er am laufenden Band so gemacht", kritisiert Heinz Ekhart. Auch beim Landhaus Bregenz sei der zweite Architekt "vergessen" worden. Oder das Salzburger [[Haus für Mozart]]: Auch da hat Holzbauer keinen Wettbewerb gewonnen, sondern einen Partner aus dem damaligen Siegerteam, nämlich François Valentiny, abgeworben. Wie ist das möglich? "Er hat immer so lange herumgewerkt und alles in Bewegung gesetzt, bis die Leute das Handtuch geschmissen haben", sagt Ekhart. So habe er beim Bau der Nawi das Duo Ladstätter/Marschalek an seinem Auftrag für die Wiener U-Bahn beteiligt, daraufhin hätten diese an seiner Beteiligung in Salzburg zugestimmt. |
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| − | Heinz Ekhart versichert, er wolle nicht Holzbauer nach dessen Tod Schlechtes nachsagen, sondern eine Richtigstellung zur Nawi. Holzbauer sei als Architekt auch einiges gelungen, etwa im [[Bildungshaus St. Virgil]]. "''Persönlich habe ich gegen ihn überhaupt nichts, er war sehr nett und kollegial." Aber "er war halt beinhart im Hinausdrehen von Konkurrenten''".<ref>Quelle [[Salzburger Nachrichten]] [https://www.sn.at/salzburg/kultur/kritik-an-wilhelm-holzbauer-beinhart-gegen-konkurrenten-72611020 www.sn.at/salzburg/kultur], 27. Juni 2019, ein Beitrag von [[Hedwig Kainberger]]</ref> | + | Heinz Ekhart versichert, er wolle nicht Holzbauer nach dessen Tod Schlechtes nachsagen, sondern eine Richtigstellung zur Nawi. Holzbauer sei als Architekt auch einiges gelungen, etwa im [[Bildungshaus St. Virgil]]. "Persönlich habe ich gegen ihn überhaupt nichts, er war sehr nett und kollegial." Aber "er war halt beinhart im Hinausdrehen von Konkurrenten".<ref>"[[Salzburger Nachrichten]]" [https://www.sn.at/salzburg/kultur/kritik-an-wilhelm-holzbauer-beinhart-gegen-konkurrenten-72611020 www.sn.at/salzburg/kultur], 27. Juni 2019, ein Beitrag von [[Hedwig Kainberger]]</ref> |
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| | == Auszeichnungen == | | == Auszeichnungen == |
| − | Am [[4. September]] [[2005]] wurde Holzbauer von [[Landeshauptmann-Stellvertreter]] [[Wilfried Haslauer junior]] mit dem [[Verdienstzeichen des Landes Salzburg#Verdienstzeichen in Gold|Goldenen Verdienstzeichen des Landes]] ausgezeichnet. | + | Am [[4. September]] [[2005]] wurde Holzbauer von [[Landeshauptmann-Stellvertreter]] [[Wilfried Haslauer junior]] mit dem [[Träger des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Salzburg bis 2007|Goldenen Verdienstzeichen des Landes]] ausgezeichnet. |
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| | == Preise == | | == Preise == |
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| | * ''Die Arbeiten der Architektengruppe U-Bahn 1970–1993''. Ulysses, 1993. | | * ''Die Arbeiten der Architektengruppe U-Bahn 1970–1993''. Ulysses, 1993. |
| | * ''Biozentrum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main''. Residenz Verlag, 1994. | | * ''Biozentrum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main''. Residenz Verlag, 1994. |
| − | * 'Bauten und Projekte''. Edition Menges, 1995. | + | * ''Bauten und Projekte''. Edition Menges, 1995. |
| | * ''Projekte für Deutschland''. Architekturgalerie München, 1995. | | * ''Projekte für Deutschland''. Architekturgalerie München, 1995. |
| | * ''Das Safe-Gebäude''. Residenz Verlag, 1996. | | * ''Das Safe-Gebäude''. Residenz Verlag, 1996. |