| − | Die [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] fliegen in der Abenddämmerung und nach Einbruch der Nacht von (20) 21-22 (23) Uhr. Ihre Nektarpflanzen wurden in Salzburg noch nicht festgestellt. Die Eier werden an Zweige der Traubenkirsche (''[[Prunus padus]]'') abgelegt und überwintern. Im Mai schlüpfen daraus die Raupen, die sofort damit beginnen, ein Gemeinschaftsnest aus Seide herzustellen. In Schutz dieses Gespinstes erfolgen Nahrungsaufnahme und Häutungen, aber auch die Kokons für die Verpuppung werden dicht aneinander gesponnen. Verläuft der Mai frostfrei, so können sich manchmal Massen von Raupen entwickeln und ganze Bäume kahl fressen. Dabei überziehen sie den Baum vollständig mit ihren Gespinsten. Trotz dieses Kahlfraßes werden die Bäume nur wenig geschädigt. Nach Verpuppung der letzten Raupen treiben sie rasch wieder neue Blätter. Als Parasit an den Raupen der Traubenkirschengespinstmotte tritt in Salzburg die Schlupfwespe ''[[Herpestomus brunnicornis]]'' auf. Wegen ihres Vermehrungspotentials, ausreichender Lebensräume und der Fähigkeit der [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] zur raschen Ausbreitung, ist ''Y. evonymella'' in Salzburg ungefährdet. | + | Die [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] fliegen in der Abenddämmerung und nach Einbruch der Nacht von (19) 20-24 Uhr MEZ. Ihre Nektarpflanzen wurden in Salzburg noch nicht in vollem Umfang festgestellt. In zwei Fällen wurden allerdings Tiere beim Saugen an ''[[Solidago canadensis]]'' beobachtet (zwischen 16 und 18 Uhr MEZ). Die Eier werden an Zweige der Traubenkirsche (''[[Prunus padus]]'') abgelegt und überwintern. Im April schlüpfen daraus die Raupen, die sofort damit beginnen, ein Gemeinschaftsnest aus Seide herzustellen. In Schutz dieses Gespinstes erfolgen Nahrungsaufnahme und Häutungen, aber auch die Kokons für die Verpuppung werden dicht aneinander gesponnen. Verläuft der Mai frostfrei, so können sich manchmal Massen von Raupen entwickeln und ganze Bäume kahl fressen. Dabei überziehen sie den Baum vollständig mit ihren Gespinsten. Trotz dieses Kahlfraßes werden die Bäume nur wenig geschädigt. Nach Verpuppung der letzten Raupen treiben sie rasch wieder neue Blätter. Gelegentlich wurden Raupengespinste auch an der Vogelbeere (''[[Sorbus aucuparia]]'' festgestellt (durch Zucht der Imagines bestätigt). Als Parasit an den Raupen der Traubenkirschengespinstmotte tritt in Salzburg die Schlupfwespe ''[[Herpestomus brunnicornis]]'' auf. Auch ''[[Fringilla coelebs]]'' wurde beim Vertilgen von Raupen beobachtet. Neben den Raupen der eigenen Art konnten als Nahrungskonkurrenten auch noch ''[[Stigmella sorbi]]' (an ''[[Sorbus aucuparia]]'' und die Gallmilbe ''[[Phyllocoptes eupadi]]'' festgestellt werden (alle Daten nach Kurz & Kurz 2025). Wegen ihres Vermehrungspotentials, ausreichender Lebensräume und der Fähigkeit der [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] zur raschen Ausbreitung, ist ''Y. evonymella'' in Salzburg ungefährdet (Einstufung LC nach Embacher et al. 2024). |