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== Erste Entscheidung ==
 
== Erste Entscheidung ==
 
Im Mia [[2011]] genehmigte das Land Salzburg in erster Instanz das Projekt. Dem Betreiber wurden 200 Hektar Fläche für Ausgleichsmaßnahmen vorgeschrieben. Landesumweltanwalt Wolfgang Wiener kündigte Berufung an. Seiner Meinung nach widerspreche das Projekt u.a. der [[Alpenkonvention]], es sei auf der Südseite, zerstöre hochwertige Lebensräume und gefährde geschützte Tier- und Pflanzenarten. Eine weitere Begründung der Berufung: Mängel in der rechtlichen Beurteilung durch die Behörde. So haben diese ohne Erklärung ein ''hohes öffentliches Interesse'' am Bau der Anlage höher gewichtet als ein ''besonders hohes Interesse'' am [[Naturschutz]] in den betreffenden Gebieten. Eine Genehmigung sei aber nur dann zulässig, wenn das öffentliche Interesse am Bau überwiege. Auch Verfahrensmängel wirft der Landesumweltanwalt vor. Die Projekbetreiber hatten mit der Berufung gerechnet.
 
Im Mia [[2011]] genehmigte das Land Salzburg in erster Instanz das Projekt. Dem Betreiber wurden 200 Hektar Fläche für Ausgleichsmaßnahmen vorgeschrieben. Landesumweltanwalt Wolfgang Wiener kündigte Berufung an. Seiner Meinung nach widerspreche das Projekt u.a. der [[Alpenkonvention]], es sei auf der Südseite, zerstöre hochwertige Lebensräume und gefährde geschützte Tier- und Pflanzenarten. Eine weitere Begründung der Berufung: Mängel in der rechtlichen Beurteilung durch die Behörde. So haben diese ohne Erklärung ein ''hohes öffentliches Interesse'' am Bau der Anlage höher gewichtet als ein ''besonders hohes Interesse'' am [[Naturschutz]] in den betreffenden Gebieten. Eine Genehmigung sei aber nur dann zulässig, wenn das öffentliche Interesse am Bau überwiege. Auch Verfahrensmängel wirft der Landesumweltanwalt vor. Die Projekbetreiber hatten mit der Berufung gerechnet.
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==Juni 2012: Der Umweltsenat hat das 70-Millionen-Euro-Projekt der Schmittenhöhebahn abgelehnt ==
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Der Umweltsenat in Wien hatte der Berufung der Gegner Folge geleistet und  das Projekt Hoch­sonnberg der Schmittenhöhe­bahn abgelehnt.
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Die Landesregierung hatte das Liftprojekt in erster  Instanz genehmigt. Für das Land hatte das öffentliche Interesse in die­sem  Fall mehr Gewicht als der Naturschutz. Der Umweltsenat sah das anders. Die  Landesum­weltanwaltschaft (LUA) zeigte sich erfreut, dass ihre kritische  Haltung nun bestätigt worden ist. Entscheidend für den Um­weltsenat waren die  zu niedri­ge Höhenlage und die Süd-­West-Lage, die zu einer kurzen Saison  führen, die durchgehend notwendige und aufwendige Beschneiung sowie teilweise  zu schmale Pisten. Das geplante Skigebiet wäre deshalb nicht at­traktiv  genug, um ein großes öffentliches Interesse zu be­gründen. Landesumweltanwalt  Wolfgang Wiener ist sich si­cher, dass das Urteil auch vor dem  Verwaltungsgerichtshof halten wird.
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Die Familie Lackner aus Pie­sendorf, die hier ihre  Landwirt­schaft hat, wollte für das Lift­projekt keinen Millimeter Grund  abgeben. Die Schmittenhöhebahn AG musste deshalb eine schmale Schikane einbauen, die mit ein  Grund für die Ableh­nung war. Die Lackners sind wie die Landesumweltanwalt­schaft,  der [[Alpenverein]], der [[Naturschutzbund]] und und die von den Lackners gegründete [[Bür­gerinitiative  Hochsonnberg]] in die Berufung gegangen. Bäue­rin Cornelia Lackner: "''Es gibt viele  Gegner und wir haben sieben Jahre gekämpft. Gott sei Dank haben wir gewonnen.  Wir sind so froh für die Um­welt. Die Schmittenhöhebahn hat haushoch  verloren. Wir hät­ten viel Geld bekommen, aber wir wollen unsere Landwirt­schaft  und die Natur hier oben erhalten. Danke an alle, die uns geholfen  haben.''"
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Für Erich Egger, Chef der Schmittenhöhebahn, war  das Urteil überraschend. "''Wir müs­sen den Bescheid jetzt genau  analysieren und prüfen, ob wir zum Verwaltungsgerichtshof gehen. Mich haben  Hoteliers und Touristiker angerufen. Sie sind entsetzt. Das ist ein gewal­tiger  Rückschlag für die Re­gion, weil so vieles dranhängt.''" So wäre die  Vision einer Skiver­bindung von Zell am See und Kaprun ohne Hochsonnberg  hinfällig.
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Egger glaubt, die Auswirkun­gen dieses Urteils  würden über die Schmittenhöhe hinausge­hen. "''Das Salzburger Natur­schutzgesetz  hat eine besonde­re Hürde. Hier muss ein unmit­telbares besonders wichtiges  öffentliches Interesse vorlie­gen, damit es den Naturschutz überwiegt. In den  anderen Bundesländern reicht das öf­fentliche Interesse. Ich denke, dass auch  andere Kollegen Probleme bekommen, wenn es keine Novelle gibt.''"
    
==Quellen==
 
==Quellen==
 
* {{Quelle PiN|9., 16. Dezember 2010 und 27. Mai 2011}}
 
* {{Quelle PiN|9., 16. Dezember 2010 und 27. Mai 2011}}
* {{Quelle SN|16. Juni 2011}}
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* {{Quelle SN|16. Juni 2011 und 16. Juni 2012, Beitrag von [[Anton Kaindl]]}}
 
<references/>
 
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[[Kategorie:Zell am See|Hochsonnberg, Projekt]]
 
[[Kategorie:Zell am See|Hochsonnberg, Projekt]]
 
[[Kategorie:Piesendorf|Hochsonnberg, Projekt]]
 
[[Kategorie:Piesendorf|Hochsonnberg, Projekt]]
[[Kategorie:Aktuelle Ereignisse|Hochsonnberg, Projekt]]
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[[Kategorie:Aktuell (Archiv)|Hochsonnberg, Projekt]]