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| | ==== Wie sie zum Adelsprädikat ==== | | ==== Wie sie zum Adelsprädikat ==== |
| − | Jeanne Peyrebère verkaufte Schloss und Gut Lubbon und verließ Frankreich. Die Familie ihres Mannes hatte sich das Schloss erbauen lassen, weil sie sich dort einen Besuch von Kaiser Napoléon III. und in Folge die Erhebung in den Grafenstand erhofft hatte. Jedoch kam es aufgrund der Abdankung von Napoléon III. nicht mehr dazu. In den [[1920er]]-Jahren setzte sich dann der Vater von Jacques Peyrebère für die Erlangung des Adelstitels für seinen Enkel Emmanuel ein, was ihm mit einer Entscheidung eines französischen Gerichts auch gelang. In Folge versuchte dann Jeanne Peyrebère ihrerseits den Adelstitel tragen zu dürfen, da zum Zeitpunkt der Geburt ihres Sohnes Emmanuel ja mit Jacques Peyrebère verheiratet war. Sie erreichte die Gleichstellung im Titel "de" vor einem französischen Gericht im Jahr [[1940]], das ihrem verstorbenen Mann Jacques Peyrebère diesen verlieh. Somit durfte sich Jeanne Peyrebère nun Jeanne ''de'' (von) Peyrebère, nennen. | + | Jeanne Peyrebère verkaufte Schloss und Gut Lubbon und verließ Frankreich. Die Familie ihres Mannes hatte sich das Schloss erbauen lassen, weil sie sich dort einen Besuch von Kaiser Napoléon III. und in Folge die Erhebung in den Grafenstand erhofft hatte. Jedoch kam es aufgrund der Abdankung von Napoléon III. nicht mehr dazu. In den [[1920er]]-Jahren setzte sich dann der Vater von Jacques Peyrebère für die Erlangung des Adelstitels für seinen Enkel Emmanuel ein, was ihm mit einer Entscheidung eines französischen Gerichts auch gelang. In Folge versuchte dann Jeanne Peyrebère ihrerseits den Adelstitel tragen zu dürfen, da zum Zeitpunkt der Geburt ihres Sohnes Emmanuel ja mit Jacques Peyrebère verheiratet war. Sie erreichte vor einem französischen Gericht im Jahr [[1940]], dass ihrem verstorbenen Mann Jacques Peyrebère der Titel ''Marquis'' verliehen wurde. |
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| − | Ihre zahlreichen Auszeichnungen, die sie im Lauf der Jahre empfangen hatte, ließ Jeanne Peyrebère eines Tages unter dem Titel "La Marquise de Guilloutet" auf eine neun mal drei Zentimeter große Visitenkarte drucken und an ihre überraschten Bekannten verteilen. Den Adelstitel ''Marquise'' hatte sie sich also selbst gegeben, da in Frankreich diese Bezeichnung nicht sonderlich geschützt war.<ref>lt. Ausführungen von Dr. Peter Lechenauer, Honorarkonsul von Frankreich in Salzburg, bei seinem Vortrag am 4. Juni 2025 in der Bibliotheksaula</ref> | + | Ihre zahlreichen Auszeichnungen, die sie im Lauf der Jahre empfangen hatte, ließ Jeanne Peyrebère eines Tages unter dem Titel ''La Marquise de Guilloutet'' auf eine neun mal drei Zentimeter große Visitenkarte drucken und an ihre überraschten Bekannten verteilen. Den Adelstitel ''Marquise'' hatte sie sich also selbst gegeben, da in Frankreich diese Bezeichnung nicht sonderlich geschützt war.<ref>lt. Ausführungen von Dr. Peter Lechenauer, Honorarkonsul von Frankreich in Salzburg, bei seinem Vortrag am 4. Juni 2025 in der Bibliotheksaula</ref> |
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| | ==== Die Jahre im Ausland ==== | | ==== Die Jahre im Ausland ==== |
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| | ==== Bilder vom Vortragsabend ==== | | ==== Bilder vom Vortragsabend ==== |
| − | '''Bild 1 und 2:''' Vortragsabend am 4. Juni 2025 mit Ausstellung anlässlich des 150. Geburtstages von [[Jeanne Peyrebère]], Marquise de Guilloutet, in der [[Bibliotheksaula]]. Die Marquise von Salzburg vor dem Globus "[[Der Fürstaller]]" von [[Joseph Jakob Fürstaller]] (* 1730; † 1775), Mesner, Lehrer und Geograf.<br /> | + | '''Bild 1 und 2:''' Vortragsabend am 4. Juni 2025 mit Ausstellung anlässlich des 150. Geburtstages von Jeanne Peyrebère, Marquise de Guilloutet, in der [[Bibliotheksaula]]. Die Marquise von Salzburg vor dem Globus "[[Der Fürstaller]]" von [[Joseph Jakob Fürstaller]] (* 1730; † 1775), Mesner, Lehrer und Geograf.<br /> |
| | '''Bild 3:''' Die Vortragenden von links: Mag. [[Andreas Rotheneder]], Leiter der [[Universitätsbibliothek]], Univ.-Prof. Dr. [[Dietmar Werner Winkler]], [[Rektoren und Dekane der Universität Salzburg|Dekan]] der [[Katholisch-Theologische Fakultät an der Universität Salzburg|Katholisch-Theologischen Fakultät]], Mag.a Dr. [[Michaela Esser]], Provinenzforschung [[Universitätsarchiv Salzburg]] und Dr. [[Peter Lechenauer (Rechtsanwalt Altstadt)|Peter Lechenauer]], [[Konsularische_Vertretungen_in_Salzburg#Frankreich|Honorarkonsul]] von [[Frankreich]] in Salzburg. Nicht im Bild Dr. [[Christoph Brandhuber]], Leiter Universitätsarchiv und Bibliothekensammlungen.<br /> | | '''Bild 3:''' Die Vortragenden von links: Mag. [[Andreas Rotheneder]], Leiter der [[Universitätsbibliothek]], Univ.-Prof. Dr. [[Dietmar Werner Winkler]], [[Rektoren und Dekane der Universität Salzburg|Dekan]] der [[Katholisch-Theologische Fakultät an der Universität Salzburg|Katholisch-Theologischen Fakultät]], Mag.a Dr. [[Michaela Esser]], Provinenzforschung [[Universitätsarchiv Salzburg]] und Dr. [[Peter Lechenauer (Rechtsanwalt Altstadt)|Peter Lechenauer]], [[Konsularische_Vertretungen_in_Salzburg#Frankreich|Honorarkonsul]] von [[Frankreich]] in Salzburg. Nicht im Bild Dr. [[Christoph Brandhuber]], Leiter Universitätsarchiv und Bibliothekensammlungen.<br /> |
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