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Urkunde 1489 neu
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Der Turm (Bergfried), der gräfliche Ansitz (Fuscher Haus, Neue Propstei, heute [[Bankhaus Carl Spängler & Co. AG|Bankhaus Carl Spängler]]) und die [[Stadtpfarrkirche Zell am See|Hippolyt-Kirche]] zählen zu den ältesten Gebäuden der Stadt. Als Bauherren dürfen die Herren von Lechsgemünde-Frontenhausen aus [[Mittersill]] vermutet werden. Das Fuscher Haus und der Zeller Turm waren Teil eines um die Mitte des [[12. Jahrhundert]]s entstandenen Häuserensembles, das einen dreieckigen, durch Tore abgeschlossenen Innenhof (den heutigen [[Stadtplatz (Zell am See)|Stadtplatz]]) umgab. Ansitz und Turm hatten bis weit hinein in die [[Neuzeit]] als "freies Eigen" eine rechtliche Sonderstellung inne.<ref>[[Rainer Hochhold|Hochhold, Rainer]] (2020): ''Geschichte des Vogtturms''. Museumsportal des Landes Salzburg </ref>  
 
Der Turm (Bergfried), der gräfliche Ansitz (Fuscher Haus, Neue Propstei, heute [[Bankhaus Carl Spängler & Co. AG|Bankhaus Carl Spängler]]) und die [[Stadtpfarrkirche Zell am See|Hippolyt-Kirche]] zählen zu den ältesten Gebäuden der Stadt. Als Bauherren dürfen die Herren von Lechsgemünde-Frontenhausen aus [[Mittersill]] vermutet werden. Das Fuscher Haus und der Zeller Turm waren Teil eines um die Mitte des [[12. Jahrhundert]]s entstandenen Häuserensembles, das einen dreieckigen, durch Tore abgeschlossenen Innenhof (den heutigen [[Stadtplatz (Zell am See)|Stadtplatz]]) umgab. Ansitz und Turm hatten bis weit hinein in die [[Neuzeit]] als "freies Eigen" eine rechtliche Sonderstellung inne.<ref>[[Rainer Hochhold|Hochhold, Rainer]] (2020): ''Geschichte des Vogtturms''. Museumsportal des Landes Salzburg </ref>  
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Der Name "Fuscher Haus" lässt eine Verbindung mit der Propstei [[Fusch]] vermuten, die aber quellenmäßig noch nicht belegt ist. Auch kämen die Grafen von Falkenstein, die auch in [[Kaprun]] waren, als Eigentümer in Frage, ebenso die Herren von [[Saalfelden]] ([[Schloss Lichtenberg]]). Beiden Familien folgten die Walcher. Deren Verwandtschaft zu den Goldeggern, die wiederum Lehensherren der Familie Hundt seit [[1369]] waren, führt zu [[Schloss Dorfheim]] in Saalfelden, das der Familie [[Hundt]] gehörte. Der Fuscher Turm gehörte den gesamten Zeitraum, über den es Quellenbelegungen gibt, als Urbargut zu Gut Dorfheim. Es folgte eine Reihe von Besitzern, darunter Anna Maria Paggee aus [[Tamsweg]] (mit Kauf vom [[27. April]] [[1660]]; sie war die Gattin des hochfürstlichen Salzburger [[Hofrat]]es Johann Konrad Stadlmayr). Erbin wurde [[1719]] deren Nicht Maria Theresia von Küepach. Sie war mit Friedrich Ignaz [[Lürzer von Zehendthal|Lürzer von Zehendtal]] verheiratet. <ref>[[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]]; [[Walter Schlegel|Schlegel, Walter]]: ''[[Burgen und Schlösser. Pongau. Pinzgau. Lungau.]]'', Birken-Verlag Wien, 1978, ISBN 3-85030-037-4, Seite 151f</ref>
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Die ältesten urkundlichen Belege stammen aus dem Jahr 1489, in der ein „Fuscher-Hauß sambt dem Turn“ genannt wird. Der Turm kommt hierbei in den Besitz der auf Schloss [[Schloss Dorfheim|Dorfheim]] in [[Saalfelden]] beheimateten Familie Hundt.<ref>Museum Vogtturm; Dauerausstellung; Recherche Rainer Hochhold</ref> Es folgt eine Reihe von weiteren Besitzerinnen und Besitzern, darunter Anna Maria Paggee aus [[Tamsweg]] (mit Kauf vom [[27. April]] [[1660]]; sie war die Gattin des hochfürstlichen Salzburger [[Hofrat]]es Johann Konrad Stadlmayr). Erbin wurde [[1719]] deren Nicht Maria Theresia von Küepach. Sie war mit Friedrich Ignaz [[Lürzer von Zehendthal|Lürzer von Zehendtal]] verheiratet. <ref>[[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]]; [[Walter Schlegel|Schlegel, Walter]]: ''[[Burgen und Schlösser. Pongau. Pinzgau. Lungau.]]'', Birken-Verlag Wien, 1978, ISBN 3-85030-037-4, Seite 151f</ref>
    
Bei einem Stadtbrand im Jahr [[1770]] wurde auch der Turm in Mitleidenschaft gezogen. Zudem wurden früher die Dachluken zum [[Wetterschießen]] verwendet. Dabei hoffte man, durch den Lärm (Kanonendonner) das Aufziehen von [[Unwetter]]n zu verhindern.
 
Bei einem Stadtbrand im Jahr [[1770]] wurde auch der Turm in Mitleidenschaft gezogen. Zudem wurden früher die Dachluken zum [[Wetterschießen]] verwendet. Dabei hoffte man, durch den Lärm (Kanonendonner) das Aufziehen von [[Unwetter]]n zu verhindern.

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