| − | Der Turm (Bergfried), der gräfliche Ansitz (Fuscher Haus, Neue Propstei, heute [[Bankhaus Carl Spängler & Co. AG|Bankhaus Carl Spängler]]) und die [[Stadtpfarrkirche Zell am See|Hippolyt-Kirche]] zählen zu den ältesten Gebäuden der Stadt. Als Bauherren dürfen die Herren von Lechsgemünde-Frontenhausen aus [[Mittersill]] vermutet werden. Das Fuscher Haus und der Zeller Turm waren Teil eines um die Mitte des [[12. Jahrhundert]]s entstandenen Häuserensembles, das einen dreieckigen, durch Tore abgeschlossenen Innenhof (den heutigen [[Stadtplatz (Zell am See)|Stadtplatz]]) umgab. Ansitz und Turm hatten bis weit hinein in die [[Neuzeit]] als "freies Eigen“ eine rechtliche Sonderstellung inne.<ref>[[Rainer Hochhold|Hochhold, Rainer]] (2020): ''Geschichte des Vogtturms''. Museumsportal des Landes Salzburg </ref> | + | Der Turm (Bergfried), der gräfliche Ansitz (Fuscher Haus, Neue Propstei, heute [[Bankhaus Carl Spängler & Co. AG|Bankhaus Carl Spängler]]) und die [[Stadtpfarrkirche Zell am See|Hippolyt-Kirche]] zählen zu den ältesten Gebäuden der Stadt. Als Bauherren dürfen die Herren von Lechsgemünde-Frontenhausen aus [[Mittersill]] vermutet werden. Das Fuscher Haus und der Zeller Turm waren Teil eines um die Mitte des [[12. Jahrhundert]]s entstandenen Häuserensembles, das einen dreieckigen, durch Tore abgeschlossenen Innenhof (den heutigen [[Stadtplatz (Zell am See)|Stadtplatz]]) umgab. Ansitz und Turm hatten bis weit hinein in die [[Neuzeit]] als "freies Eigen" eine rechtliche Sonderstellung inne.<ref>[[Rainer Hochhold|Hochhold, Rainer]] (2020): ''Geschichte des Vogtturms''. Museumsportal des Landes Salzburg </ref> |
| | Der Name "Fuscher Haus" lässt eine Verbindung mit der Propstei [[Fusch]] vermuten, die aber quellenmäßig noch nicht belegt ist. Auch kämen die Grafen von Falkenstein, die auch in [[Kaprun]] waren, als Eigentümer in Frage, ebenso die Herren von [[Saalfelden]] ([[Schloss Lichtenberg]]). Beiden Familien folgten die Walcher. Deren Verwandtschaft zu den Goldeggern, die wiederum Lehensherren der Familie Hundt seit [[1369]] waren, führt zu [[Schloss Dorfheim]] in Saalfelden, das der Familie [[Hundt]] gehörte. Der Fuscher Turm gehörte den gesamten Zeitraum, über den es Quellenbelegungen gibt, als Urbargut zu Gut Dorfheim. Es folgte eine Reihe von Besitzern, darunter Anna Maria Paggee aus [[Tamsweg]] (mit Kauf vom [[27. April]] [[1660]]; sie war die Gattin des hochfürstlichen Salzburger [[Hofrat]]es Johann Konrad Stadlmayr). Erbin wurde [[1719]] deren Nicht Maria Theresia von Küepach. Sie war mit Friedrich Ignaz [[Lürzer von Zehendthal|Lürzer von Zehendtal]] verheiratet. <ref>[[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]]; [[Walter Schlegel|Schlegel, Walter]]: ''[[Burgen und Schlösser. Pongau. Pinzgau. Lungau.]]'', Birken-Verlag Wien, 1978, ISBN 3-85030-037-4, Seite 151f</ref> | | Der Name "Fuscher Haus" lässt eine Verbindung mit der Propstei [[Fusch]] vermuten, die aber quellenmäßig noch nicht belegt ist. Auch kämen die Grafen von Falkenstein, die auch in [[Kaprun]] waren, als Eigentümer in Frage, ebenso die Herren von [[Saalfelden]] ([[Schloss Lichtenberg]]). Beiden Familien folgten die Walcher. Deren Verwandtschaft zu den Goldeggern, die wiederum Lehensherren der Familie Hundt seit [[1369]] waren, führt zu [[Schloss Dorfheim]] in Saalfelden, das der Familie [[Hundt]] gehörte. Der Fuscher Turm gehörte den gesamten Zeitraum, über den es Quellenbelegungen gibt, als Urbargut zu Gut Dorfheim. Es folgte eine Reihe von Besitzern, darunter Anna Maria Paggee aus [[Tamsweg]] (mit Kauf vom [[27. April]] [[1660]]; sie war die Gattin des hochfürstlichen Salzburger [[Hofrat]]es Johann Konrad Stadlmayr). Erbin wurde [[1719]] deren Nicht Maria Theresia von Küepach. Sie war mit Friedrich Ignaz [[Lürzer von Zehendthal|Lürzer von Zehendtal]] verheiratet. <ref>[[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]]; [[Walter Schlegel|Schlegel, Walter]]: ''[[Burgen und Schlösser. Pongau. Pinzgau. Lungau.]]'', Birken-Verlag Wien, 1978, ISBN 3-85030-037-4, Seite 151f</ref> |