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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Am [[6. September]] [[1929]] fand am Gaisberg das erste internationale Gaisbergrennen statt. [[Baron von Preuschen]], der in Salzburg-[[Aigen]] wohnte, war der Präsident des Salzburger Automobilclubs, der dieses Rennen veranstaltete. | + | ===1929 bis 1933=== |
| | + | Am [[6. September]] [[1929]] fand am Gaisberg das erste internationale Gaisbergrennen statt. [[Baron von Preuschen]], der in Salzburg-[[Aigen]] wohnte, war der Präsident des Salzburger Automobilclubs, der dieses Rennen veranstaltete. Peppi Walla auf Sunbeam (Motorrad)fuhr mit 8:15,9 min (85 km/h Schnitt) die Tagesbestzeit. Bei den Tourenwagen kam Manfred von Brauchitsch auf Mercedes mit einem Schnitt von 72 km/h zum Sieg. In der Rennwagenklasse siegte Jiri Prinz Lobkowitz auf Bugatti mit einem Schnitt von 79 km/h; der schnellste Automobilist war Max Graf Arco-Zinneberg, ebenfalls auf Mercedes, mit 80 km/h; |
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| − | [[1930]], am [[31. August]], wurde das Rennen erstmals im Radio übertragen. Der Sprecher war der spätere Mozarteumsdirektor [[Prof. Dr. Bernhard Paumgartner]] und [[Wolfgang von Karajan]]. [[1933]] fand dann vor dem [[Zweiten Weltkrieg]] das letzte Mal am Gaisberg ein Rennen statt. Ein späterer Salzburger und auch aktiver Teilnehmer an diesem Bergrennen war bereits als Neunjähriger beim 3. Gaisbergrennen [[1931]] als Zuschauer dabei: [[Helmut Krackowizer]]. | + | [[1930]], am [[31. August]], wurde das Rennen erstmals im Radio übertragen. Der Sprecher war der spätere Mozarteumsdirektor [[Prof. Dr. Bernhard Paumgartner]] und [[Wolfgang von Karajan]]. Tom Bullus, der Engländer auf der schnellen NSU, setzte mit 7:59,5 min eine neue Rekordmarke, der Berliner Joachim von Morgen auf Bugatti blieb mit einer Zeit von 7:58,1 min nur knapp darunter. |
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| | + | Auch [[1931]] diesmal trumpfte der Englander Tom Bullus mit einer neuerlichen Rekordzeit auf: 7:46,61 - das entspricht einer Schnittgeschwindigkeit von 91,9 km/h. Aber von Brauchitsch brauste mit seinem schweren Mercedes SSK in nur 7:45,36 (92,1 km/h) den Gaisberg hinauf. Nur Joachim von Morgen in seinem leichteren Bugatti schaffte es noch schneller: 7:44,05. Ein späterer Salzburger und auch aktiver Teilnehmer an diesem Bergrennen war bereits als Neunjähriger bei diesem 3. Gaisbergrennen als Zuschauer dabei: [[Helmut Krackowizer]]. |
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| | + | Das Rennen [[1932]] versank in Nebel und Regen und nur der große Caraciola auf Alfa Romeo war der einzige Rennfahrer, der bei diesem Rennen eine Zeit unter acht Minuten schaffte. |
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| | + | [[1933]] fand dann vor dem [[Zweiten Weltkrieg]] das letzte Mal am Gaisberg ein Rennen statt. Und es brachte schließlich eine neue absolute Bestzeit, gefahren vom Italiener Conte Trossi auf Alfa Romeo in 7:42,5 min (92,6 km/h) |
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| | + | ===Nach dem Zweiten Weltkrieg=== |
| | Nach dem Krieg gab es erstmals wieder am [[19. Oktober]] [[1952]] eine Wertungsfahrt. Auf einer BSA 350 fuhr [[Helmut Krackowizer]] mit, der bis zum Ende der Rennen, [[1969]], dann auch als Platzsprecher und Pressechef für die Gaisbergrennen tätig war. Auch [[Wilhelm Koch|Willi Koch]], Fahrschulbesitzer, fuhr bei dieser Wertungsfahrt mit und fuhr auch die Bestzeit. | | Nach dem Krieg gab es erstmals wieder am [[19. Oktober]] [[1952]] eine Wertungsfahrt. Auf einer BSA 350 fuhr [[Helmut Krackowizer]] mit, der bis zum Ende der Rennen, [[1969]], dann auch als Platzsprecher und Pressechef für die Gaisbergrennen tätig war. Auch [[Wilhelm Koch|Willi Koch]], Fahrschulbesitzer, fuhr bei dieser Wertungsfahrt mit und fuhr auch die Bestzeit. |
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| − | Am [[15. August]] [[1957]] schließlich begann wieder internationaler Motorsport am Gaisberg mit dem ersten "Großen Bergpreis von Österreich". Vor 25.000 Zuschauern gewinnt der Schweizer Peter Daetwyler aus Zürich auf einem 2-Liter-Maserati den Borgward-Werksfahrer Hans Herrmann und Richard von Frankenberg auf Porsche RS.
| + | ====Großer Bergpreis von Österreich==== |
| | + | Nach einer Pause Pause von fast 20 Jahren begann am [[15. August]] [[1957]] schließlich wieder internationaler Motorsport am Gaisberg mit dem ersten "Großen Bergpreis von Österreich". Vor 25.000 Zuschauern gewinnt der Schweizer Peter Daetwyler aus Zürich auf einem 2-Liter-Maserati den Borgward-Werksfahrer Hans Herrmann und Richard von Frankenberg auf Porsche RS auf der 8.625 m lange Strecke, die einen Höhenunterschied von 672 m überwindet. |
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| | + | ====Rennleiter==== |
| | Rennleiter zahlreicher Nachkriegsrennen am Gaisberg war Regierungsrat [[Friedrich Stengl|Fritz Stengl]], dessen Vater ([[Franz Stengl]]) schon vor dem Zweiten Weltkrieg Rennleiter bei zahlreichen Veranstaltungen im Land Salzburg gewesen war und dessen Sohn [[Manfred Stengl|Manfred]] ein erfolgreichen Motorradrennfahrer und Rennrodler war. | | Rennleiter zahlreicher Nachkriegsrennen am Gaisberg war Regierungsrat [[Friedrich Stengl|Fritz Stengl]], dessen Vater ([[Franz Stengl]]) schon vor dem Zweiten Weltkrieg Rennleiter bei zahlreichen Veranstaltungen im Land Salzburg gewesen war und dessen Sohn [[Manfred Stengl|Manfred]] ein erfolgreichen Motorradrennfahrer und Rennrodler war. |
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| | + | ====Motorradläufe==== |
| | Motorradläufe gab es nur bei vier Veranstaltungen, da das Gaisbergrennen überwiegend eine Veranstaltung für Automobilrennen war. Hier wurden u. a. auch Berg-Europameisterschaftsläufe durchgeführt. Im Laufe der Jahre kam es leider auch zu mehreren tödlichen Unfällen, was letztlich auch ein Grund war, der zum Ende der Veranstaltung führte. | | Motorradläufe gab es nur bei vier Veranstaltungen, da das Gaisbergrennen überwiegend eine Veranstaltung für Automobilrennen war. Hier wurden u. a. auch Berg-Europameisterschaftsläufe durchgeführt. Im Laufe der Jahre kam es leider auch zu mehreren tödlichen Unfällen, was letztlich auch ein Grund war, der zum Ende der Veranstaltung führte. |
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| | + | ====Das Ende der Veranstaltung==== |
| | Unspektakulär verlief dann am [[7. September]] [[1969]] das letzte Gaisbergrennen vor matten 10.000 Zuschauern. Es geschah noch einmal ein tödlicher Unfall (Toni Pelizzoni auf fiat Abarth 2000 P), was dann auch einer der Gründe war, weshalb der Berg nie wieder im Renntempo erstürmt wurde. | | Unspektakulär verlief dann am [[7. September]] [[1969]] das letzte Gaisbergrennen vor matten 10.000 Zuschauern. Es geschah noch einmal ein tödlicher Unfall (Toni Pelizzoni auf fiat Abarth 2000 P), was dann auch einer der Gründe war, weshalb der Berg nie wieder im Renntempo erstürmt wurde. |
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| − | Seit 2003 finden nun wieder Gleichmäßigkeitsläufe für historische Automobile am Gaisberg statt. Diese Läufe werden mit Läufen auf dem [[Salzburgring]] kombiniert. | + | Seit 2003 finden nun wieder Gleichmäßigkeitsläufe für historische Automobile am Gaisberg statt. Diese Läufe werden mit Läufen auf dem [[Salzburgring]] und einem Stadtrundkurs kombiniert. |
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| | ==Details von Seinerzeit== | | ==Details von Seinerzeit== |