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== 1880 ==
 
== 1880 ==
==== Brief vom 27. Januar 1880 von Richard Franz Schlegel an Franz II. Xaver Gregor Spängler ====
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==== Brief vom 27. Jänner 1880 von Richard Franz Schlegel an Franz II. Xaver Gregor Spängler ====
 
27. Januar 1880, Brief ohne Umschlag [Salzburg] von [Nr. 38] [[Richard Franz Schlegel]] (* 1811; † 1881) an [Nr. 18]<ref>"Nr. 18" bezieht sich auf die Kekulé-Sosa-Nummerierung in der Aufstellung des Stammbaums bei 'Geneanet oholzapfel' ([https://de.geneanet.org/profil/oholzapfel de.geneanet.org]).</ref>] Franz Spängler (* 1839; † 1912):<br />
 
27. Januar 1880, Brief ohne Umschlag [Salzburg] von [Nr. 38] [[Richard Franz Schlegel]] (* 1811; † 1881) an [Nr. 18]<ref>"Nr. 18" bezieht sich auf die Kekulé-Sosa-Nummerierung in der Aufstellung des Stammbaums bei 'Geneanet oholzapfel' ([https://de.geneanet.org/profil/oholzapfel de.geneanet.org]).</ref>] Franz Spängler (* 1839; † 1912):<br />
 
''Lieber Schwiegersohn! Mich freut es sehr, daß ich mit deinem Briefe sehe, daß diese Abhandlung über ein so großes Vermögen ihrem Ende entgegen geht. Daß der Vormund Weihs so dumm war mit seinem Streben wenigstens noch einige Zeit nicht warten zu wollen, ist wieder eine kleine Abwechslung. So viel ich weiß, ist die Mutter dieser beiden Mädchen auch schon vor mehreren Jahren gestorben, u. werden diese Mädchen sicher noch in Traismauer leben, ich stehe mit ihnen in keiner Corespondenz. Ich fühle mich zu einem Vormund gar nicht geeignet, u. weiß auch Niemanden, den ich für diese Stelle vorschlagen könnte. - Daß die Schwiegermutter<ref>wohl Rosina Pump (* 1804; † 1883), verheiratet mit Johann Arrigler (* 1798; † 1885)</ref> recht krank war, hat Euch die Kathi'' [Katharina Arrigler, † 1911, Richard Schlegels zweite Frau] ''geschrieben, es geht ihr jetzt ganz gut; die hatte eine Lungenentzündung linkerseits, u. es ist merkwürdig, daß dieser Prozeß bei dem hohen Alter so schnell u. günstig abgelaufen ist, als Anfang zu dieser Krankheit hatte ich mit ihrem Gehirn zu thun, sie war die letzten 8 Tage ganz wie eine Irrsinnige u. ist ihr Gehirn erst seit zwei Tagen wieder frei. – Mich freut es sehr, daß Euere Kinder so gut gedeihen u. daß es Euch gut geht, ich hoffe daß Ihr im Herbst wieder einen Ausflug nach Salzburg machen werdet, nach Wien werde ich wohl schwerlich mehr kommen, ich brauche das Geld zu anderen Auslagen, denn meine Einnamen'' [als Arzt, 69 Jahre alt] ''werden immer kleiner u. meine Ausgaben immer größer. Lebet wohl u. bleibt gesund. Die herzlichsten Grüße von Allen Euer Vater Richard 27/1 [1]880.'' – "Abhandlung" siehe übernächsten Brief.
 
''Lieber Schwiegersohn! Mich freut es sehr, daß ich mit deinem Briefe sehe, daß diese Abhandlung über ein so großes Vermögen ihrem Ende entgegen geht. Daß der Vormund Weihs so dumm war mit seinem Streben wenigstens noch einige Zeit nicht warten zu wollen, ist wieder eine kleine Abwechslung. So viel ich weiß, ist die Mutter dieser beiden Mädchen auch schon vor mehreren Jahren gestorben, u. werden diese Mädchen sicher noch in Traismauer leben, ich stehe mit ihnen in keiner Corespondenz. Ich fühle mich zu einem Vormund gar nicht geeignet, u. weiß auch Niemanden, den ich für diese Stelle vorschlagen könnte. - Daß die Schwiegermutter<ref>wohl Rosina Pump (* 1804; † 1883), verheiratet mit Johann Arrigler (* 1798; † 1885)</ref> recht krank war, hat Euch die Kathi'' [Katharina Arrigler, † 1911, Richard Schlegels zweite Frau] ''geschrieben, es geht ihr jetzt ganz gut; die hatte eine Lungenentzündung linkerseits, u. es ist merkwürdig, daß dieser Prozeß bei dem hohen Alter so schnell u. günstig abgelaufen ist, als Anfang zu dieser Krankheit hatte ich mit ihrem Gehirn zu thun, sie war die letzten 8 Tage ganz wie eine Irrsinnige u. ist ihr Gehirn erst seit zwei Tagen wieder frei. – Mich freut es sehr, daß Euere Kinder so gut gedeihen u. daß es Euch gut geht, ich hoffe daß Ihr im Herbst wieder einen Ausflug nach Salzburg machen werdet, nach Wien werde ich wohl schwerlich mehr kommen, ich brauche das Geld zu anderen Auslagen, denn meine Einnamen'' [als Arzt, 69 Jahre alt] ''werden immer kleiner u. meine Ausgaben immer größer. Lebet wohl u. bleibt gesund. Die herzlichsten Grüße von Allen Euer Vater Richard 27/1 [1]880.'' – "Abhandlung" siehe übernächsten Brief.
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==== Brief von ca. 1880 von Richard Franz Schlegel an Franz II. Xaver Gregor Spängler ====
 
==== Brief von ca. 1880 von Richard Franz Schlegel an Franz II. Xaver Gregor Spängler ====
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[[Datei:Brief Richard Franz Schlegel ca. 1880 1.JPG|thumb|Brief Richard Franz Schlegel ca. 1880, Seite 1]]
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[[Datei:Brief Richard Franz Schlegel ca. 1880 2.JPG|thumb|Brief Richard Franz Schlegel ca. 1880, Seite 2]]
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[Nr. 38] [[Richard Franz Schlegel]] an den Schwiegersohn [Nr. 18] Franz Spängler:
 
[Nr. 38] [[Richard Franz Schlegel]] an den Schwiegersohn [Nr. 18] Franz Spängler:
 
<br />[Salzburg, ca. 1880] ''Lieber Franz! Ich danke dir herzlich für deine freundlichen u. gründlichen Mittheilungen über den Stand der Verlassenschafts-Angelegenheiten, u. freue mich, daß du bereits an End[e] dieser lästigen Arbeit angelangt bist, ich danke dir auch für deine Einladung nach Wien zu kommen, leider aber werde ich diese Reise nicht machen, denn es kostet Geld, u. das wird bei mir immer weniger, während die Auslagen immer steigen, meine Prax[is] ist auf ein Minimum reduziert, mit Ausname der kranken Füsse sind es nur noch einige alte anhängliche Familien, die mich manchmal beschäftigen. Nun, ich bin 69 Jahre, hätte sicher [?] lange genug gearbeitet, u. die Kraft nimmt sehr schnell bei mir in letzter Zeit ab, das Asthma plagt mich sehr, ich muß sehr langsam gehen, und häufig stehen bleiben um tief einathmen zu können, daraus wirst du sehen, daß Wien für mich nicht mehr paßt. Wir freuen uns alle auf Euch, u. die Fanni wird es schon so einrichten, daß Ihr hier seyn könnt. Wegen der 43 se [?] brauchst du dir kein graues Haar wachsen zu lassen, u. auch keine Postporto deshalb auszugeben, du brauchst dirselben nur der Rosa zu geben, der [die] wird sie schon brauchen können. Ich danke dir nochmals herzlich, grüße Euch alle u. bleibe Euer alter Vater Richard''
 
<br />[Salzburg, ca. 1880] ''Lieber Franz! Ich danke dir herzlich für deine freundlichen u. gründlichen Mittheilungen über den Stand der Verlassenschafts-Angelegenheiten, u. freue mich, daß du bereits an End[e] dieser lästigen Arbeit angelangt bist, ich danke dir auch für deine Einladung nach Wien zu kommen, leider aber werde ich diese Reise nicht machen, denn es kostet Geld, u. das wird bei mir immer weniger, während die Auslagen immer steigen, meine Prax[is] ist auf ein Minimum reduziert, mit Ausname der kranken Füsse sind es nur noch einige alte anhängliche Familien, die mich manchmal beschäftigen. Nun, ich bin 69 Jahre, hätte sicher [?] lange genug gearbeitet, u. die Kraft nimmt sehr schnell bei mir in letzter Zeit ab, das Asthma plagt mich sehr, ich muß sehr langsam gehen, und häufig stehen bleiben um tief einathmen zu können, daraus wirst du sehen, daß Wien für mich nicht mehr paßt. Wir freuen uns alle auf Euch, u. die Fanni wird es schon so einrichten, daß Ihr hier seyn könnt. Wegen der 43 se [?] brauchst du dir kein graues Haar wachsen zu lassen, u. auch keine Postporto deshalb auszugeben, du brauchst dirselben nur der Rosa zu geben, der [die] wird sie schon brauchen können. Ich danke dir nochmals herzlich, grüße Euch alle u. bleibe Euer alter Vater Richard''
    
[[Richard Franz Schlegel]], * 3. April 1811, Dr. med., Stadtarzt in Salzburg, † 1881 in Salzburg, an seinen Schwiegersohn Dr. jur. Franz Spängler. Der Brief ist nach dem 3. April 1880 geschrieben worden (und wohl bevor Franz Spängler ebenfalls 1880 Bezirksrichter in Pottenstein wird) und weniger als ein Jahr vor dem Tod von Richard Schlegel am 1. März 1881. – "Verlassenschaft", siehe auch vorstehenden Brief vom 27. Januar 1880; es ist unbekannt, um welche es sich handelt (wohl nicht Familie, sondern vielleicht ein "Fall" des Schwiegersohns).
 
[[Richard Franz Schlegel]], * 3. April 1811, Dr. med., Stadtarzt in Salzburg, † 1881 in Salzburg, an seinen Schwiegersohn Dr. jur. Franz Spängler. Der Brief ist nach dem 3. April 1880 geschrieben worden (und wohl bevor Franz Spängler ebenfalls 1880 Bezirksrichter in Pottenstein wird) und weniger als ein Jahr vor dem Tod von Richard Schlegel am 1. März 1881. – "Verlassenschaft", siehe auch vorstehenden Brief vom 27. Januar 1880; es ist unbekannt, um welche es sich handelt (wohl nicht Familie, sondern vielleicht ein "Fall" des Schwiegersohns).
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==== Dazu werden zwei Fotos hochgeladen = Brief Richard Franz Schlegel ca. 1880 1    und  Brief Richard Franz Schlegel ca. 1880 2    Bitte einfügen! Danke!====
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==== Brief vom 25. Oktober 1880 von Betti Katzinger an Fanny Kobler, Salzburg ====
 
==== Brief vom 25. Oktober 1880 von Betti Katzinger an Fanny Kobler, Salzburg ====

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