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==== Brief vom 20. Juli 1879 von Fanni Spängler an Franz II. Xaver Gregor Spängler ====
 
==== Brief vom 20. Juli 1879 von Fanni Spängler an Franz II. Xaver Gregor Spängler ====
 
Fanni Spängler (Nr. 19) an Franz Spängler (Nr. 18): 20. Juli 1879, Brief ohne Umschlag, Fanni in Salzburg: keine "Reiseabentheuer zu berichten", Kinder schlafen (im Zug), "Franzi erwachte in Attnang und war von da an kreuzfidel"; bei der Großmutter untergebracht, die Schwestern [Stiefschwestern von Fanni] helfen "in jeder Hinsicht", in Salzburg Fr.v.Kaserer samt Sohn getroffen, auf dem Weg nach Saalfelden. 9 Uhr in St. Peter bei der hl. Messe, "Franzi war recht brav", Toni war auf dem Arm der Mutter, da diese sie nicht hinlegte, hat sie sie nass gemacht; "Großmutter entsetzt sich einigermaßen über unseren Hunger"; "die Luft wird uns Allen gut thun. Eben regnet es wieder."; Franz soll einen Bekannten aus Salzburg in Wien beim Kauf einer Zither beraten, eine Halb Palisander Zither. - "Den Coupon ließ ich mir von Otto auszahlen"; Franz soll Stoff für Rosa kaufen; "Heute über 3 Wochen sind wir mit Gottes Hilfe wieder beisammen"; "Es küßt dich 100 mal deine Alte" "Bußl von Franzi" "Franzi und Toni schicken dir viele viele Bußerl. Kom bald nach Salzburg."
 
Fanni Spängler (Nr. 19) an Franz Spängler (Nr. 18): 20. Juli 1879, Brief ohne Umschlag, Fanni in Salzburg: keine "Reiseabentheuer zu berichten", Kinder schlafen (im Zug), "Franzi erwachte in Attnang und war von da an kreuzfidel"; bei der Großmutter untergebracht, die Schwestern [Stiefschwestern von Fanni] helfen "in jeder Hinsicht", in Salzburg Fr.v.Kaserer samt Sohn getroffen, auf dem Weg nach Saalfelden. 9 Uhr in St. Peter bei der hl. Messe, "Franzi war recht brav", Toni war auf dem Arm der Mutter, da diese sie nicht hinlegte, hat sie sie nass gemacht; "Großmutter entsetzt sich einigermaßen über unseren Hunger"; "die Luft wird uns Allen gut thun. Eben regnet es wieder."; Franz soll einen Bekannten aus Salzburg in Wien beim Kauf einer Zither beraten, eine Halb Palisander Zither. - "Den Coupon ließ ich mir von Otto auszahlen"; Franz soll Stoff für Rosa kaufen; "Heute über 3 Wochen sind wir mit Gottes Hilfe wieder beisammen"; "Es küßt dich 100 mal deine Alte" "Bußl von Franzi" "Franzi und Toni schicken dir viele viele Bußerl. Kom bald nach Salzburg."
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==== Brief vom 22. Juli 1879 von Antonia Spängler an Franz Spängler ====
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Brief von [[Antonia Spängler]] an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] in Wien; ein Bogen; / = Seitenwechsel; // = Absatz; Leseabsatz eingefügt:<br />
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''Salzburg den 22/7 [18]79. // Mein lieber theurer Franz! // Verzeihe das ich deinen lieben Brief erst heute beantworte, aber es war in Hall nie mehr recht Zeit, am Sammstag den 19 te[n] bin ich Abends hier angekommen, du weist schon, das es wider allerlei braucht, bis man in seine gewöhnliche Ordnung kömmt. Lieber Franz es freut mich recht sehr daß [!] du bey mir wohnest. Die Großmutter sagte mir gestern gleich beim ersten Besuch, das sie mir das gleich sagt, das Franz bey mir Frühstücken Essen und schlaffen müßte das sie Fany nur unter dieser Bedingung genohmen habe. Ich dachte, mir ist es ganz recht, so habe ich dich auch wider einmal bey mir. / Wie sehr freute es mich Fany und die lieben Kinder zu sehen, die Franzel ist noch etwas scheu gegen mich, ist aber sehr lieb, und bey Schlegel<ref>[[Richard Franz Schlegel]]</ref> wo sie schon ganz bekannt ist, da spricht sie auch sehr lieb. //'' [unterstrichen:] ''Abends // Soeben komme ich von der Fany wo ich ein paar Stunden war, die kleine Toni finde ich sehr lieb, und ein gar gutes Kind, wen sie nicht hun[g]rig ist, so liegt sie ganz ruhig in ihren Bettchen. Die Fany sieht recht gut auß man sieht es greift sie das Kind stiel[l]en gar nicht an, im gegentheil sie sah in ihren Leben noch nie so gut auß wie jetzt. Mir scheint sie auch recht heiter zu sein.''
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''Mir ging es in Baumkirchen gottlob recht gut, die Schwester war mehr unwohl sie hatte mehr an Diaree zu leiden und dieß machte sie sehr schwach. gegen Ende fühlte sie sich beßer. Sie war ganz glücklich das ich drin[n]en war / allein ging sie nie mehr, auch möchte'' [sie] ''nie allein dort sein Wir waren mit Zimmer und Verpflegung sehr zufrieden. Die Witterung war münder gut, seit wir aber fort sind von Baumkirchen, ist die Witterung viel schlechter geworden. Ich bedaure die Fany sie kann auch nicht so viel gehen als sie will, weil es alle halbe Stund regnet. Dir werden die Kinder sehr abgehen, und ebenso die Fany. Ich dancke für deinen Gruß durch Fany. Das den Reinfort der Schlag getroffen hat wirst du gehort haben, wie ich höre wird er immer schwächer, ich glaube sie haben wenig Hoffnung, auf geneßung. Wie ist es den? hast du eingegeben<ref>Bewerbung um neue Stelle dort</ref> nach Franckenmarck'' [Frankenmarkt] ''? ich bin schon begier[i]g wie es geht. Lebe recht wohl, es küßt dich mit aller Liebe deine // treue Mutter Spángler // Otto und Louise grüßen dich herzlich.''
 
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