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''Liebe Fani lieber Franz! Meine herzliche Gratulation zu Euren morgigen großen Festtag. Den[n] das ist er, feiert ihn recht vergnügt mit den Euren, könnt Ihr Beide ja mit Recht ruhig und zufrieden auf die 25 Jahre zurücksehen, habt ja so gut u. gemütlich zusamen gehalten und für Eure Kinder gethan, was nur Eltern thun können. Eure Kinder haben Euch wohl nie einen tief gehenden Kummer gemacht, aber manche Freude, und so wünsche ich Euch nun und [aus] vollen Herzen, daß Ihr wieder 25 Jahre so wohl und zufrieden durchleben möchtet, daß Euch das Leben bieten möge was es Gutes hat und Ihr noch recht viele Freuden mit Euren Kindern erleben möchtet, daß sie recht glücklich werden. Ihr werdet wohl jetzt recht viel zu thun haben, gut daß die liebe Fani [!] doch die Mädchen schon helfen können. und ruhiger wirst du wohl diesen Hochzeitstag entgegen sehen als den Ersten, also nochmal Glück auf.
 
''Liebe Fani lieber Franz! Meine herzliche Gratulation zu Euren morgigen großen Festtag. Den[n] das ist er, feiert ihn recht vergnügt mit den Euren, könnt Ihr Beide ja mit Recht ruhig und zufrieden auf die 25 Jahre zurücksehen, habt ja so gut u. gemütlich zusamen gehalten und für Eure Kinder gethan, was nur Eltern thun können. Eure Kinder haben Euch wohl nie einen tief gehenden Kummer gemacht, aber manche Freude, und so wünsche ich Euch nun und [aus] vollen Herzen, daß Ihr wieder 25 Jahre so wohl und zufrieden durchleben möchtet, daß Euch das Leben bieten möge was es Gutes hat und Ihr noch recht viele Freuden mit Euren Kindern erleben möchtet, daß sie recht glücklich werden. Ihr werdet wohl jetzt recht viel zu thun haben, gut daß die liebe Fani [!] doch die Mädchen schon helfen können. und ruhiger wirst du wohl diesen Hochzeitstag entgegen sehen als den Ersten, also nochmal Glück auf.
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''Wie geht es Euch immer, hier gibt es viel Kranke. auch bei uns ging es nicht ganz glatt. Otto'' [ [[Otto Spängler]], Anm.] ''war unwohl Ziehen u. Kathar, dan[n] wurde Lina krank eine Let Kizz [?], da hieß es aus helfen, Rosa u. Mina, die zum Glück heuer mehr Zeit hat, weil die 1 Klaße haben abgewechselt, für Mina war es gut, sie hatte sich die Augen überanstrengt u. in folge dessen 14 Tage sehr regen Kopfschmerz, und bei Otto konnten die Lungen rasten, ist in frischer Luft gewesen, das war sehr gut; ich bin heuer auch nicht so wohl, wie voriges Jahr, diesen ewigen Wurm spüre ich im Kopf u. meine Füße sind um 5 Jahre älter geworden. nun in Gottesnammen das Alter ist auch eine Krankheit, jetzt ist Lina wieder ganz wohl auch Otto ist wieder heutshlien [?] u. jubelt wenn jemand von uns kommt. Von Lina höre ich auch wenig Gutes die Kinder sind nie wohl u. das auch sie auf nichts ich meine der heurige Winter war nicht gut, ja die doktoren sagen es alle. Schwester Liebl ist noch immer hinter der spanischen Wand aber auf. Göttinger sagt ein Luftzug u. das Rothlauf kommt wieder u. dann gibt es kein Besser werden mehr, doch recht ängstlich nicht wahr. [?] da ist es wohl in einen Keinen [?] gestunden. Also lebt wohl nochmals viel Glück [unterstrichen] den Jubelpaar u. viele Grüße von Eurer alten Mutter'' [unterstrichen]. [mit anderer Schrift:] ''Ein herzliches "Glück auf" zum morgigen Feste senden Mina. / Marie / Rosa''
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''Wie geht es Euch immer, hier gibt es viel Kranke. auch bei uns ging es nicht ganz glatt. Otto'' [Otto Schlegel] ''war unwohl Ziehen u. Kathar, dan[n] wurde Lina krank eine Let Kizz [?], da hieß es aus helfen, Rosa u. Mina, die zum Glück heuer mehr Zeit hat, weil die 1 Klaße haben abgewechselt, für Mina war es gut, sie hatte sich die Augen überanstrengt u. in folge dessen 14 Tage sehr regen Kopfschmerz, und bei Otto konnten die Lungen rasten, ist in frischer Luft gewesen, das war sehr gut; ich bin heuer auch nicht so wohl, wie voriges Jahr, diesen ewigen Wurm spüre ich im Kopf u. meine Füße sind um 5 Jahre älter geworden. nun in Gottesnammen das Alter ist auch eine Krankheit, jetzt ist Lina wieder ganz wohl auch Otto ist wieder heutshlien [?] u. jubelt wenn jemand von uns kommt. Von Lina höre ich auch wenig Gutes die Kinder sind nie wohl u. das auch sie auf nichts ich meine der heurige Winter war nicht gut, ja die doktoren sagen es alle. Schwester Liebl ist noch immer hinter der spanischen Wand aber auf. Göttinger sagt ein Luftzug u. das Rothlauf kommt wieder u. dann gibt es kein Besser werden mehr, doch recht ängstlich nicht wahr. [?] da ist es wohl in einen Keinen [?] gestunden. Also lebt wohl nochmals viel Glück [unterstrichen] den Jubelpaar u. viele Grüße von Eurer alten Mutter'' [unterstrichen]. [mit anderer Schrift:] ''Ein herzliches "Glück auf" zum morgigen Feste senden Mina. / Marie / Rosa''
    
Marie bzw. Maria (Daten unbekannt) und Rosa (1876 als "junges Mädchen" erwähnt, 1882 in Vertretung von Fanny Kobler Taufpatin von Johanna Spängler, verheiratet Holzapfel; später verheiratet [nicht in Salzburg], 1 Kind) dürften Töchter aus der Ehe von Richard Schlegel mit Katharina Arrigler sein.
 
Marie bzw. Maria (Daten unbekannt) und Rosa (1876 als "junges Mädchen" erwähnt, 1882 in Vertretung von Fanny Kobler Taufpatin von Johanna Spängler, verheiratet Holzapfel; später verheiratet [nicht in Salzburg], 1 Kind) dürften Töchter aus der Ehe von Richard Schlegel mit Katharina Arrigler sein.

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