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| | ''Otto fand Euch alle recht gut auß sehen, und die kleine Fany sehr lieb und gut, ich bin für Euch froh das Fany ein so gutes Kind ist, den wen man alles selbst thun muß und sind die Kinder so streitig wie zum beyspiel die Berta bey der Louise, da müßte man schon verzagt werden. Die Therese welche Euch herzlich grüßen läßt vereint ihre wünsche mit den meinen für die kleine Fany. Mit herzlichen Gruß und Kuß an alle Eure treue Mutter Spángler.'' | | ''Otto fand Euch alle recht gut auß sehen, und die kleine Fany sehr lieb und gut, ich bin für Euch froh das Fany ein so gutes Kind ist, den wen man alles selbst thun muß und sind die Kinder so streitig wie zum beyspiel die Berta bey der Louise, da müßte man schon verzagt werden. Die Therese welche Euch herzlich grüßen läßt vereint ihre wünsche mit den meinen für die kleine Fany. Mit herzlichen Gruß und Kuß an alle Eure treue Mutter Spángler.'' |
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| | + | ==== Brief vom 6. Juli 1878 von Antonia Spängler an Franz Spängler ==== |
| | + | Brief von [[Antonia Spängler]] an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] in Wien; ein Bogen; / = Seitenwechsel; // = Absatz; Leseabsätze eingefügt; [?] = unsichere Lesung:<br /> |
| | + | ''Baumkirchen<ref>Antonia Spängler war mehrmals in "Bad" Baumkirchen; vgl. u.a. den Brief vom 2. Juni 1880, Fußnote.</ref> den 6/7 [18]78. // Meine inigst geliebten Theuren! // Recht herzlichen dannck dir mein lieber Franz für deinen lieben Brief. Ich kürze wegen Ankunft der Fanny, meine Badezeit nicht ab, im gegentheil, sind wir dießmal sogar um einen Tag länger hier, weil der 26 t[e] Tag auf einen Sontag treffe da kann man nicht leicht gehen wegen den Geb[p]äck, und verkürzen will ich der Schwester den Aufenthalt um keinen Tag, aber früher ging ich deßhalb, um 8 Tag als im vorigen Jahr, dammit ich gewiß bis dahin zu hauße komme. Ich freue mich ja schon selbst sehr auf die beiden Fanys, ich stelle mir die kleine schon recht herzig vor. // Wie geht es mit den Füßchen? muß sie noch die Bantasche'' [Bandage] ''tragen? oder ist sie schon frey davon? wie wird es den Kindlein taugen, wen sie in den Füschen, wie andere Kinder, Strimmpfe und Schuhe tragen kann. / |
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| | + | ''Ich hoffe so gott will am Sammstag Abends in Salzburg einzutreffen, und am Monntag so gott will sehe ich schon meine lieben beyden Fannys. Gottlob uns beyden hat das Bad ganz gut angeschlagen, wir waren recht heiter beysammen, die letzten 12 Tage war auch Leopold, und Linna [?] bey uns. Heute den 8 te[n] gehen wir Nachmmittag nach Hall am Mittwoch fahren wir nach Inspruck'' [Innsbruck] ''wo wir von den Payer Brieflich in Baumkirchen schon eingeladen wurden am Donnerstag bleibe ich noch in Hall, am Freitag fahre ich nach Zell am See, und amm Sammstag mit Gottes hülfe nach Hauß. Ich bin nun seit 8 Juny von Hauß weg. In Maria Absamm'' [Absam] ''werde ich schon auch Euer gedencken. Lieber Franz Wie freue ich mich wen du im August kömmst, plage dich zuvor, ja zuvor nicht zu sehr, mir ist schon ganz bange, wen niemand ist, der dich vom Schreibtisch jagt / An die Angermayer habe ich gleich nach empfang deines Briefes, sogleich eine Carte geschrieben. Therese dankt herzlich für die grüße Leopold und Therese grüßen euch herzlich. Die Beithe [?] bedaure ich recht sehr wegen ihres Unwohlsein, es wird dieß wohl, der Anfang vom Ende sein. Wen du sie noch einmal sehen soltest, so bitte ich sie recht herzlich zu grüßen und ich lasse eine gute beßrung wünschen. Es ist halt ein Kreutz wen man alt wird, da kommen halt alletag gebrechen Frau von Fenzl bedaure ich auch recht sehr, wie schwer ist es in einen fremden ort Krank zu werden, sie werden wohl nach[h]auße reisen, den in Brixen wird es wohl in dieser Jahreszeit zu warmm sein. Wegen Lida ist es mir von Salzburg geschrieben worden. /'' |
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| | + | ''Ich dencke die großmutter wird mit ihren Beinn wohl bis Fany kömmt geheilt sein, ich habe seither nichts mehr gehört. Wen sie nur nicht so eigensinig were und immer allein ginge, es wird ja doch jemand geben der mit ihr ginge, gegen eine bestimmte Bezahlung. Lebt nun recht wohl meine Lieben seid herzlich gegrüßt und geküßt mit der lieben kleinen von // Euerer // treuen Mutter // Spángler // Viele grüße an alle Bekanten. // Wen ich die Attresse wüßte von Franz Spángler in Wien<ref>[[Franz Spängler (Linz)]], 1874 "Staatsanwalt-Substitut" in Wien</ref> so hätte ich ihnen schon lange gedannckt für ihre freundlichen Wünsche zum Nammenstag, so konnte ich ihnen nicht schreiben'' |
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