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| | Die genannten Ortschaften in Tirol gehörten damals zur [[Salzburger Kirchenprovinz]]. Die Reise, vor allem nach Trient, war sicherlich nur möglich, nachdem die Brennerbahn 1867 eingeweiht worden war. Es scheint eine der ersten, vielleicht die erste größere Reise des am 22. Oktober 1876 neu geweihten Erzbischofs zu sein mit einer bemerkenswerten Fülle von Terminen [entspr. Text von mir in SALZBURGWIKI.at eingefügt, April 2011, unter "[[Franz de Paula Albert Eder]]"]. | | Die genannten Ortschaften in Tirol gehörten damals zur [[Salzburger Kirchenprovinz]]. Die Reise, vor allem nach Trient, war sicherlich nur möglich, nachdem die Brennerbahn 1867 eingeweiht worden war. Es scheint eine der ersten, vielleicht die erste größere Reise des am 22. Oktober 1876 neu geweihten Erzbischofs zu sein mit einer bemerkenswerten Fülle von Terminen [entspr. Text von mir in SALZBURGWIKI.at eingefügt, April 2011, unter "[[Franz de Paula Albert Eder]]"]. |
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| | + | ==== Brief vom 26. Dezember 1876 von Antonia Spängler an Franz Spängler ==== |
| | + | Brief von [[Antonia Spängler]] an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] in Wien; ein Bogen; / = Seitenwechsel; // = Absatz; Leseabsätze eingefügt; [?] = unsichere Lesung; XX = unleserlich:<br /> |
| | + | ''Salzburg den 26/12 1876 // Meine inigstgeliebten Theuren! // Wie inig erfreute mich Euer letztes liebes Briefchen, mit der sichren Nachricht, daß Ihr nun so glücklich seid, würklich auf einen, so Gott will, recht frischen Nachkömmling zu hoffen ich glaube gewiß es wird ein recht frischer'' [unterstrichen:] ''Franz.<ref>Die älteste Tochter Franzi wird am 18. Juni 1877 geboren.</ref> Die Fany soll ja nicht unterlassen täglich etwas Wein zu trüncken, und Abends, wen ihr schon etwas warmmes nehmt statt Thee eine Schalle Suppe sie giebt mehr kraft als Thee, und nicht zu schnel gehen, damit das Kindlein auch zum Schnaufen kömmt. Gut Ding braucht lange Weile. Der liebe Gott wird alles recht machen, und Euch gewiß noch recht viele Freuden an Euren'' [Kind] ''/ Von mir wird das Kindlein schon lange alle Tage gesegnet Wie ich auch Euch alle Tage segne, und für Euch bethe. Da Franz sich nichts gewählt hat, so werde ich den Otto sagen er soll einfach 6 fl'' [Gulden] ''für Euch in verwahrung bringen welche ich ihm geben werde, so könnt Ihr damit thun was Ihr wollt. Mit meinen Befinden geht es so ganz leidlich, die Kraft ist immer noch nicht so vorhanden, wie sie war, vieleicht kömmt sie auch nicht mehr, da ich schon zu alt bin. Zum Neuen-Jahr wünsche ich Euch meine lieben alles – alles was Euch beglücken kann vor allen Gesundheit – Zufriedenheit und das der richtige Zeitpunkt in jeder Beziehung glücklich vorübergehe. Wie werden wir uns alle mit Euch freuen, und den lieben Gott dancken. / '' |
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| | + | ''Wie schnel werden diese 6 Monathe vergehen, die Louise glaubt auch sie wird anfangs Juni entbunden und du gegen Ende, also beyde in einen Monath. Die Großmutter freut sich ungemein mit mir, sie ist ganz glücklich. Sie grüßt Euch recht herzlich und wünscht Euch ein recht gutes Neujahr, weh thut es ihr das sie ihre Gefühle Euch nicht selbst niederschreiben kann. Gestern hätte ich gerne mit Euch nach Mödling fahren mögen, besonders um die gute Langer wider zu sehen ihre Kindleins sind gewiß schon recht brav. Bey Julius wird es gewiß recht lebhaft zugehen Für Donnerstag wünsche ich Euch recht viel Glück. Der Herr Erzbischoff<ref>[[Franz de Paula Albert Eder]], seit Oktober 1876 Erzbischof</ref> hat mich in meinen Krancksein besucht, und mir versprochen, noch einmal zu / zu kommen in diesen Jahr. Er sieht sehr hübsch auß in seinen Ornat das Hochrothe hebt, und er hat sich alles neu angeschaft, dies sieht wohl ganz anders auß als beim Darnozi'' [z darübergeschrieben, ein Buchstabe gestrichen; richtig: Tarnóczy] ''. Otto und Louise grüßen Euch recht herzlich und wünschen ein recht gutes Neujahr. Die Schistl'' [Schiestl] ''sind hier er bleibt bis Donnerstag, sie über Neujahr. Lebt recht wohl meine lieben, Gottes segen sey, und bleibe bey Euch immer mit aller Liebe // Euere // Euch // herzlich liebende // Mutter Spángler // Allen Bekanten alles herzliche gute zum Neujahr Ebenso der Rosi nebst herzlichen Gruß. Der Beithe [?] herzliche Grüße.'' |
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