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Der Vater Johann Horner stammte aus [[Taxenbach]], wo er mit elf Geschwistern aufwuchs. Er war als junger Mann Teilnehmer der [[Koalitionskriege (Überblick)|Koalitionskriege]], später war Gerichtsdiener, und war ab etwa [[1830]] als Gefängnisverwalter in der [[Fronfeste Stockhaus|Salzburger Fronfeste]] tätig.  Johann Horner war mit Elisabeth, geborene Hauber aus Schwaben, verheiratet. Sie hatten acht Kinder. Ein leiblicher Bruder von Romuald Horner trat als P. Kolumban (* [[1837]]; † [[1862]]) ebenfalls ins Kloster ein, verstarb aber bereits im Alter von 25 Jahren. Eine Schwester, Anna Horner (* 1833/34; † [[1904]]), verstarb unverheiratet 1904 im 71. Lebensjahr.
 
Der Vater Johann Horner stammte aus [[Taxenbach]], wo er mit elf Geschwistern aufwuchs. Er war als junger Mann Teilnehmer der [[Koalitionskriege (Überblick)|Koalitionskriege]], später war Gerichtsdiener, und war ab etwa [[1830]] als Gefängnisverwalter in der [[Fronfeste Stockhaus|Salzburger Fronfeste]] tätig.  Johann Horner war mit Elisabeth, geborene Hauber aus Schwaben, verheiratet. Sie hatten acht Kinder. Ein leiblicher Bruder von Romuald Horner trat als P. Kolumban (* [[1837]]; † [[1862]]) ebenfalls ins Kloster ein, verstarb aber bereits im Alter von 25 Jahren. Eine Schwester, Anna Horner (* 1833/34; † [[1904]]), verstarb unverheiratet 1904 im 71. Lebensjahr.
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=== Priesterliche Laufbahn ===
 
Nach seinem Studium trat er am [[23. September]] [[1846]] in Salzburg in den [[Benediktinerorden]] ein und erhielt den Ordensnamen ''Romualdus''. Am [[24. September]] [[1849]] legte er sein Ordensgelübte ab, wurde am [[18. Juli]] [[1850]] zum Priester geweiht und hielt seine Primiz zehn Tage später in der [[Kirche Mariae Himmelfahrt (Abtei Nonnberg)|Kirche Mariae Himmelfahrt]] am Salzburger [[Nonnberg]].
 
Nach seinem Studium trat er am [[23. September]] [[1846]] in Salzburg in den [[Benediktinerorden]] ein und erhielt den Ordensnamen ''Romualdus''. Am [[24. September]] [[1849]] legte er sein Ordensgelübte ab, wurde am [[18. Juli]] [[1850]] zum Priester geweiht und hielt seine Primiz zehn Tage später in der [[Kirche Mariae Himmelfahrt (Abtei Nonnberg)|Kirche Mariae Himmelfahrt]] am Salzburger [[Nonnberg]].
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Von [[1889]] bis [[1901]] war Romuald Horner auch Abtpräses der [[Österreichische Benediktinerkongregation|Österreichischen Benediktinerkongregation vom hl. Joseph]], ein Amt das nach ihm auch seine Nachfolger als Abt von St. Peter, [[Willibald Hauthaler]] und [[Petrus Klotz]] innehatten.
 
Von [[1889]] bis [[1901]] war Romuald Horner auch Abtpräses der [[Österreichische Benediktinerkongregation|Österreichischen Benediktinerkongregation vom hl. Joseph]], ein Amt das nach ihm auch seine Nachfolger als Abt von St. Peter, [[Willibald Hauthaler]] und [[Petrus Klotz]] innehatten.
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In die Amtszeit von Romuald Horners als Abt fanden rasante technologische Entwicklungen statt. Auf der Weltausstellung in Philadelphia [[1876]] in den [[USA]] wurde von Alexander Graham Bell das erste funktionstüchtige Telefon präsentiert. 25 Jahre später, [[1901]], gelang die erste transatlantische Funkübertragung durch Ferdinand Braun und Guglielmo Marconi.
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=== Die Amtszeit von Romuald Horner als Abt ===
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In die Amtszeit von Romuald Horner als Abt fanden rasante technologische Entwicklungen statt. Auf der Weltausstellung in Philadelphia [[1876]] in den [[USA]] wurde von Alexander Graham Bell das erste funktionstüchtige Telefon präsentiert. 25 Jahre später, [[1901]], gelang die erste transatlantische Funkübertragung durch Ferdinand Braun und Guglielmo Marconi.
    
Die Kirchenpolitik seiner Zeit war geprägt von den Pontifikaten Pius' IX. und Leos XIII. Pius IX. (Giovanni Maria Graf Mastai-Ferretti, reg. 1846–1878) berief das 1. Vatikanische Konzil ein "und legte die Unfehlbarkeit des Papstes beim Sprechen vom Hl. Stuhl fest".4 Dieses so genannte "Jurisdiktionsprimat" führte nicht nur zur Abspaltung der [[Altkatholische Kirche Salzburg|altkatholischen Kirche]], sondern unter anderem zu diplomatischen Verwerfungen mit Österreich-Ungarn sowie zu einer Eskalation des Kulturkampfes im Deutschen Reich. Unter Pius IX. erreichte die Papstverehrung einen Höhepunkt. Sein mit 31 Regierungsjahren längstes Pontifikat der Geschichte prägte den Katholizismus langfristig und steht am Beginn des als Pianisches Zeitalter bezeichneten Jahrhunderts.
 
Die Kirchenpolitik seiner Zeit war geprägt von den Pontifikaten Pius' IX. und Leos XIII. Pius IX. (Giovanni Maria Graf Mastai-Ferretti, reg. 1846–1878) berief das 1. Vatikanische Konzil ein "und legte die Unfehlbarkeit des Papstes beim Sprechen vom Hl. Stuhl fest".4 Dieses so genannte "Jurisdiktionsprimat" führte nicht nur zur Abspaltung der [[Altkatholische Kirche Salzburg|altkatholischen Kirche]], sondern unter anderem zu diplomatischen Verwerfungen mit Österreich-Ungarn sowie zu einer Eskalation des Kulturkampfes im Deutschen Reich. Unter Pius IX. erreichte die Papstverehrung einen Höhepunkt. Sein mit 31 Regierungsjahren längstes Pontifikat der Geschichte prägte den Katholizismus langfristig und steht am Beginn des als Pianisches Zeitalter bezeichneten Jahrhunderts.

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