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| | Heute wird das Unternehmen in zweiter Generation von Gerhard Gössl geführt. Rund 100 Mitarbeiter sind bei Gössl beschäftigt. Mit mehr als 40 Gössl-Geschäften und über 100 Partnern im Händlernetz ist Gössl ein führender Premium-Trachtenhersteller in Österreich. Pro Jahr werden 100 000 Modelle für Männer, Frauen und Kinder in Handarbeit hergestellt. Das Sortiment ist für Frauen, Männer und Kinder abgestimmt. Dazu zählen das klassische [[Dirndl]] und die Joppe ebenso wie das Sakko und die "Hanflederne". Dazu die Bekleidung fürs Berufsleben, für Freizeit, für festliche Anlässe und für Hochzeiten. ''Accessoires'' wie Schals, Seidentücher, Gürtel und Taschen komplettieren das Angebot. Der Kernmarkt ist der deutschsprachige Raum, insbesondere Österreich und Bayern, die Schweiz und Südtirol. Der Umsatz beläuft sich auf 25 Millionen Euro (2019)<ref>{{Quelle SN|2.2.2019}}</ref> | | Heute wird das Unternehmen in zweiter Generation von Gerhard Gössl geführt. Rund 100 Mitarbeiter sind bei Gössl beschäftigt. Mit mehr als 40 Gössl-Geschäften und über 100 Partnern im Händlernetz ist Gössl ein führender Premium-Trachtenhersteller in Österreich. Pro Jahr werden 100 000 Modelle für Männer, Frauen und Kinder in Handarbeit hergestellt. Das Sortiment ist für Frauen, Männer und Kinder abgestimmt. Dazu zählen das klassische [[Dirndl]] und die Joppe ebenso wie das Sakko und die "Hanflederne". Dazu die Bekleidung fürs Berufsleben, für Freizeit, für festliche Anlässe und für Hochzeiten. ''Accessoires'' wie Schals, Seidentücher, Gürtel und Taschen komplettieren das Angebot. Der Kernmarkt ist der deutschsprachige Raum, insbesondere Österreich und Bayern, die Schweiz und Südtirol. Der Umsatz beläuft sich auf 25 Millionen Euro (2019)<ref>{{Quelle SN|2.2.2019}}</ref> |
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| | + | === 2024: Insolvenz === |
| | Der wirtschaftliche Einbruch im Textilhandel machte in den [[2020er]]-Jahren auch vor der Trachtenmode nicht halt. Trotz Millionen Euro an [[Covid]]-Hilfen steckte das Trachtenunternehmen [[2024]] in finanziellen Turbulenzen. Wie Medienberichten am [[15. November]] 2024 zu entnehmen war, sollen fällige Überbrückungskredite aus der Covid-Zeit eine finanzielle Situation des Unternehmens mit rund 75 Mitarbeitern (Stand 2022) verschärfen. Die zuletzt veröffentlichte Bilanz der Gössl GmbH für das Jahr [[2022]] weist einen Bilanzverlust von drei Millionen Euro aus. Fortgeschrieben wurde der Verlust aus den Vorjahren. Zudem sind Verbindlichkeiten in der Höhe von 8,2 Millionen Euro verbucht. 5,5 Millionen Euro erhielten die Gössl-Gesellschaften als Covid-Hilfen vom Staat, das geht aus dem Transparenzportal des Bundes hervor. Überbrückungskredite samt staatlichen Garantien sind gesondert zu betrachten. | | Der wirtschaftliche Einbruch im Textilhandel machte in den [[2020er]]-Jahren auch vor der Trachtenmode nicht halt. Trotz Millionen Euro an [[Covid]]-Hilfen steckte das Trachtenunternehmen [[2024]] in finanziellen Turbulenzen. Wie Medienberichten am [[15. November]] 2024 zu entnehmen war, sollen fällige Überbrückungskredite aus der Covid-Zeit eine finanzielle Situation des Unternehmens mit rund 75 Mitarbeitern (Stand 2022) verschärfen. Die zuletzt veröffentlichte Bilanz der Gössl GmbH für das Jahr [[2022]] weist einen Bilanzverlust von drei Millionen Euro aus. Fortgeschrieben wurde der Verlust aus den Vorjahren. Zudem sind Verbindlichkeiten in der Höhe von 8,2 Millionen Euro verbucht. 5,5 Millionen Euro erhielten die Gössl-Gesellschaften als Covid-Hilfen vom Staat, das geht aus dem Transparenzportal des Bundes hervor. Überbrückungskredite samt staatlichen Garantien sind gesondert zu betrachten. |
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| | Einfach erklärt sprang die Förder- und Finanzierungsbank der [[Republik Österreich]], die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft (aws), bei Krediten, die zwischen Unternehmen und Banken während der Pandemie geschlossen wurden, als eine Art Schutzschirm mit Garantien ein. Unternehmen bekamen dadurch die Möglichkeit, die Kosten trotz Geschäftseinbruch zu decken, und blieben liquide. Rund 1 950 Überbrückungsgarantien mit einem Volumen von 400 Millionen Euro wurden für Salzburg abgewickelt, teilt ein aws-Sprecher mit. Die Ausfallsquote liege für [[2023]] im einstelligen Prozentbereich und unter den Erwartungen. | | Einfach erklärt sprang die Förder- und Finanzierungsbank der [[Republik Österreich]], die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft (aws), bei Krediten, die zwischen Unternehmen und Banken während der Pandemie geschlossen wurden, als eine Art Schutzschirm mit Garantien ein. Unternehmen bekamen dadurch die Möglichkeit, die Kosten trotz Geschäftseinbruch zu decken, und blieben liquide. Rund 1 950 Überbrückungsgarantien mit einem Volumen von 400 Millionen Euro wurden für Salzburg abgewickelt, teilt ein aws-Sprecher mit. Die Ausfallsquote liege für [[2023]] im einstelligen Prozentbereich und unter den Erwartungen. |
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| | + | Am Mittwoch, den [[11. Dezember]] 2024 beantragte der Trachtenhändler Gössl beim [[Landesgericht]] zwei Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung. In der Gössl GmbH steht eine Passiva von 9,6 Millionen Euro einer Aktiva von 2 Millionen Euro gegenüber. Ein Sanierungsplanvorschlag sieht eine Quote von 20 Prozent für die Gläubiger vor. 127 Mitarbeiter waren von der Insolvenz betroffen. Eine Fortführung des Unternehmens wurde angestrebt. |
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| | + | "Eine Schließung von Standorten beziehungsweise Kündigung von Mitarbeitern ist vorerst nicht vorgesehen", heißt es vom Unternehmen. Als Grund für die Insolvenz nennt das Gössl massive Umsatzrückgänge während der Covid-Pandemie, die Energiekrise, den Personalmangel und ein geändertes Kaufverhalten der Kunden. Auch die Covidhilfen konnten die Lage bei Gössl nicht entspannen: In Summe flossen in den Jahren 2021 bis 2024 an Covidhilfen aus dem Bundesbudget 5,8 Millionen Euro an die Gössl-Gesellschaften. Hinzu kamen die Kurzarbeitsgelder. |
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| | + | === Gwandhaus wurde an Mark Mateschitz verkauft === |
| | Firmensitz in Salzburg ist noch das Gwandhaus. Dieses kaufte 2024 [[Red Bull|Red-Bull]]-Eigentümer [[Mark Mateschitz]]. Der Mietvertrag mit Gössl läuft [[2029]] aus. Gössl war selbst Besitzer des historischen Gebäudeensembles. Er verkaufte es im Jahr [[2019]] um 24 Millionen Euro an [[planquadr.at]]. | | Firmensitz in Salzburg ist noch das Gwandhaus. Dieses kaufte 2024 [[Red Bull|Red-Bull]]-Eigentümer [[Mark Mateschitz]]. Der Mietvertrag mit Gössl läuft [[2029]] aus. Gössl war selbst Besitzer des historischen Gebäudeensembles. Er verkaufte es im Jahr [[2019]] um 24 Millionen Euro an [[planquadr.at]]. |
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| | * [https://www.sn.at/archivsn?img=cl1EZrThb5Tn%2BmOfiaat%2Bdz0sxrGn4c0tIlwnAJAG3fTJV5TAzP0ycbd9NT%2BrVyA4%2BTjPxky3%2Frb9aM62EcOWiZTtGspg3R8in4Ptu3jyhn0UkVIGxDM7pX0yjP42Dou&id1=19950822_22&q=Salko#slide22 www.sn.at], Archiv der "[[Salzburger Nachrichten]]", Ausgabe vom 22. August 1995, ein ganzseitiger Beitrag über die Geschichte von Gössl | | * [https://www.sn.at/archivsn?img=cl1EZrThb5Tn%2BmOfiaat%2Bdz0sxrGn4c0tIlwnAJAG3fTJV5TAzP0ycbd9NT%2BrVyA4%2BTjPxky3%2Frb9aM62EcOWiZTtGspg3R8in4Ptu3jyhn0UkVIGxDM7pX0yjP42Dou&id1=19950822_22&q=Salko#slide22 www.sn.at], Archiv der "[[Salzburger Nachrichten]]", Ausgabe vom 22. August 1995, ein ganzseitiger Beitrag über die Geschichte von Gössl |
| | * [https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/salzburger-trachtenunternehmen-goessl-turbulenzen-168480109 www.sn.at], 15. November 2024: "Salzburger Trachtenunternehmen Gössl kämpft ums Überleben" | | * [https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/salzburger-trachtenunternehmen-goessl-turbulenzen-168480109 www.sn.at], 15. November 2024: "Salzburger Trachtenunternehmen Gössl kämpft ums Überleben" |
| | + | * [https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/trachtenunternehmen-goessl-insolvenz-169947745 www.sn.at], 11. November 2024: "Trachtenunternehmen Gössl schlittert in die Insolvenz - 127 Mitarbeiter betroffen" |
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| | == Einzelnachweise == | | == Einzelnachweise == |