| | Um den [[Pfarrkirche Unken|Friedhof]] entbrannten jedoch die erbittertsten Kämpfe auf Unkener Boden. Major Rummels Unterkommandant, Hauptmann Ferdinand Baron Pfetten hatte sich dort mit seiner Einheit festgesetzt und leistete tapferen Widerstand gegen die, über das [[Heutal]] bzw. Hochalm überquerenden und nun aus Richtung [[Steinpass]] retour kommenden ca. 600 Tiroler Aufständischen unter dem Kommando des Schützenhauptmann Thomas Reischer.<ref>Johann Jakob Staffeler, Das deutsche Tirol und Vorarlberg, typographisch, mit geschichtlichen Bemerkungen, Band I., Innsbruck 1847, 894.</ref><ref>Anton Ritter von Schalhammer, Kriegerische Ereignisse im Herzogthume Salzburg in den Jahren 1800, 1805 und 1809, Salzburg 1853, 231.</ref> Nach fünfmaligem Anlauf konnte auch der Friedhof durch die Tiroler von den verschanzten Bayerischen Einheiten eigenommen werden.<ref>Georg Abdon Pichler, Salzburgs Landes-Geschichte Allgemeine Geschichte, Band 1, Salzburg 1861, 882.</ref> | | Um den [[Pfarrkirche Unken|Friedhof]] entbrannten jedoch die erbittertsten Kämpfe auf Unkener Boden. Major Rummels Unterkommandant, Hauptmann Ferdinand Baron Pfetten hatte sich dort mit seiner Einheit festgesetzt und leistete tapferen Widerstand gegen die, über das [[Heutal]] bzw. Hochalm überquerenden und nun aus Richtung [[Steinpass]] retour kommenden ca. 600 Tiroler Aufständischen unter dem Kommando des Schützenhauptmann Thomas Reischer.<ref>Johann Jakob Staffeler, Das deutsche Tirol und Vorarlberg, typographisch, mit geschichtlichen Bemerkungen, Band I., Innsbruck 1847, 894.</ref><ref>Anton Ritter von Schalhammer, Kriegerische Ereignisse im Herzogthume Salzburg in den Jahren 1800, 1805 und 1809, Salzburg 1853, 231.</ref> Nach fünfmaligem Anlauf konnte auch der Friedhof durch die Tiroler von den verschanzten Bayerischen Einheiten eigenommen werden.<ref>Georg Abdon Pichler, Salzburgs Landes-Geschichte Allgemeine Geschichte, Band 1, Salzburg 1861, 882.</ref> |
| | Die zahlenmäßige Überlegenheit und das taktisch-koordinierte Vorgehen der Tiroler zwang die mittlerweile versprengten bayerischen Einheiten, unter ständigem Beschuss durch die Aufständischen bis über die Landesgrenzen ins Bayerische [[Schneizlreuth]] hinaus, zum überhasteten Rückzug über Melleck, sowie über die rechte bzw. linke [[Saalach]]seite, um sich in Schneizelreuth und nachfolgend, nach dem zwölfstündigem Gefecht, in [[Bad Reichenhall]] unter Marshall Lefebvre neu zu formieren.<ref>Karl Kandelsdorfer, Die Kämpfe im Passe Strub und in den Pässen des Pinzgaues 1809, in: Österreichische militärische Zeitschrift, 72 (1895), Wien 1895, 146.</ref> Zahlreiche bayerische Soldaten sprangen in letzter Not in die Fluten der Saalach, um dadurch dem Tiroler Kugelfeuer zu entgehen.<ref>Franz Joseph Adolf Schneidawind, Der Krieg Oesterreich's gegen Frankreich dessen Alliirte und den Rheinbund im Jahre 1809, Schaffhausen 1843, 196.</ref> | | Die zahlenmäßige Überlegenheit und das taktisch-koordinierte Vorgehen der Tiroler zwang die mittlerweile versprengten bayerischen Einheiten, unter ständigem Beschuss durch die Aufständischen bis über die Landesgrenzen ins Bayerische [[Schneizlreuth]] hinaus, zum überhasteten Rückzug über Melleck, sowie über die rechte bzw. linke [[Saalach]]seite, um sich in Schneizelreuth und nachfolgend, nach dem zwölfstündigem Gefecht, in [[Bad Reichenhall]] unter Marshall Lefebvre neu zu formieren.<ref>Karl Kandelsdorfer, Die Kämpfe im Passe Strub und in den Pässen des Pinzgaues 1809, in: Österreichische militärische Zeitschrift, 72 (1895), Wien 1895, 146.</ref> Zahlreiche bayerische Soldaten sprangen in letzter Not in die Fluten der Saalach, um dadurch dem Tiroler Kugelfeuer zu entgehen.<ref>Franz Joseph Adolf Schneidawind, Der Krieg Oesterreich's gegen Frankreich dessen Alliirte und den Rheinbund im Jahre 1809, Schaffhausen 1843, 196.</ref> |