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[[Bild:Gerd Bacher.jpg|thumb|Gerd Bacher]]
[[Datei:Gerd Bacher 2005 Josef Krainer-Preis.jpg|thumb|Gerd Bacher, sitzend erste Reihe ganz links, bei der Verleihung des ''Internationalenr Josef Krainer-Preises'' im Weißen Saal der Grazer Burg von Landeshauptfrau Waltraud Klasnic und Landesrat Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer.]]
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'''Gerd Bacher''' (* [[18. November]] [[1925]] in der [[Stadt Salzburg]]; † [[27. Juni]] [[2015]] ebenda) war ein ehemaliger Redakteur und ORF-Generalintendant. Er gilt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten der europäischen Rundfunkgeschichte in der zweiten Hälfte des [[20. Jahrhundert]]s.
'''Gerd Bacher''' (* [[18. November]] [[1925]] in der [[Stadt Salzburg]]; † [[27. Juni]] [[2015]] ebenda) war ein ehemaliger Journalist und ORF-Generalintendant. Er gilt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten der europäischen Rundfunkgeschichte in der zweiten Hälfte des [[20. Jahrhundert]]s.
      
==Leben==
 
==Leben==
Bacher besuchte in Salzburg, wo er in bescheidenen Verhältnissen aufwuchs, die Volks- und Mittelschule. [[1943]] bis [[1945]] war er bei der deutschen Wehrmacht, das Kriegsende erlebte er in einem Lazarett in Deutschland. Im August 1945 kehrte er in seine Heimatstadt zurück und startete hier seine journalistische Laufbahn. Nach einem Volontariat bei der [[Salzburger Volkszeitung]] wechselte er zu den [[Salzburger Nachrichten]] und wurde Lokalchef.  
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Bacher besuchte in Salzburg, wo er in bescheidenen Verhältnissen aufwuchs, die Volks- und Mittelschule. [[1943]] bis [[1945]] war er bei der [[Deutschen Wehrmacht]], das Kriegsende erlebte er in einem Lazarett in [[Deutschland]]. Im August 1945 kehrte er in seine Heimatstadt zurück und startete hier seine journalistische Laufbahn. Nach einem Volontariat bei der "[[Salzburger Volkszeitung]]" wechselte er zu den "[[Salzburger Nachrichten]]" und wurde Lokalchef.  
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[[1954]] wurde er nach Wien als Chefredakteur des neu gegründeten ''Bild-Telegraf'' berufen, zwei Jahre lang - von [[1958]] bis [[1960]] - war er Chefredakteur des von ihm mit gegründeten ''Express''. Im Anschluss daran war er sechs Jahre lang Geschäftsführer der ''Fritz P. Molden Großdruckerei'' und der ''Buchverlags GmbH'', ab [[1964]] fungierte er auch als Verlagsleiter.
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[[1954]] wurde er nach [[Wien]] als Chefredakteur des neu gegründeten "Bild-Telegraf" berufen, zwei Jahre lang - von [[1958]] bis [[1960]] - war er Chefredakteur des von ihm mit gegründeten "Express". Im Anschluss daran war er sechs Jahre lang Geschäftsführer der "Fritz P. Molden Großdruckerei" und der "Buchverlags GmbH", ab [[1964]] fungierte er auch als Verlagsleiter.
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Die österreichische Rundfunkreform von [[1967]] brachte Gerd Bacher an die Spitze von Rundfunk und Fernsehen. Von 1967 bis [[1974]] war er erstmals ORF Generalintendant und leitete eine umfassende Programmreform ein. Der ORF war in den Jahren der [[ÖVP]]-Alleinregierung und also in Bachers erster Amtsperiode so "unabhängig" wie nie mehr danach. Aber Bruno Kreiskys [[SPÖ]] ließ nicht so mit sich umspringen wie die Bürgerlichen - und änderten kurzerhand 1974 das Rundfunkgesetz, was Bacher den Job kostete.
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Die österreichische Rundfunkreform von [[1967]] brachte Gerd Bacher an die Spitze von Rundfunk und Fernsehen. Von 1967 bis [[1974]] war er erstmals ORF Generalintendant und leitete eine umfassende Programmreform ein. Der ORF war in den Jahren der [[ÖVP]]-Alleinregierung und also in Bachers erster Amtsperiode so "unabhängig" wie nie mehr danach. Aber [[Bruno Kreisky]]s [[SPÖ]] ließ nicht so mit sich umspringen wie die Bürgerlichen - und änderten kurzerhand 1974 das Rundfunkgesetz, was Bacher den Job kostete.
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[[Datei:Gerd Bacher 2005 Josef Krainer-Preis.jpg|thumb|Gerd Bacher, sitzend erste Reihe ganz links, bei der Verleihung des ''Internationalenr Josef Krainer-Preises'' im Weißen Saal der Grazer Burg von Landeshauptfrau Waltraud Klasnic und Landesrat Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer.]]
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Nach seinem Ausscheiden arbeitete er als Kolumnist und später kurz als Chefredakteur des ''Kurier''. Vor der deutschen Bundestagswahl [[1976]] war er Medienberater des CDU-Vorsitzenden Helmut Kohl, wenige Wochen nach der Wahl wurde er im November Generaldirektor des [[Salzburger Verlagshaus Kiesel|Salzburger Verlagshauses Kiesel]] und damit des [[Salzburger Volksblatt]]es.
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Nach seinem Ausscheiden arbeitete er als Kolumnist und später kurz als Chefredakteur des ''Kurier''. Vor der deutschen Bundestagswahl [[1976]] war er Medienberater des CDU-Vorsitzenden [[Helmut Kohl]], wenige Wochen nach der Wahl wurde er im November Generaldirektor des [[Salzburger Verlagshaus Kiesel|Salzburger Verlagshauses Kiesel]] und damit des "[[Salzburger Volksblatt]]"es.
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Im Oktober [[1978]] übertölpelte er die SPÖ zum ersten Mal. Die Schlagzeile der ''Kärntner Tageszeitung'' lautete: ''[[Bruno Kreisky|Kreisky]] in Paris. Benya in Sofia. Bacher im ORF.'' Nach weiteren acht Jahren an der Spitze des Fernsehens wurde er von Teddy Podgorksy abgelöst. Und wieder zog es ihn nach Deutschland zu einer Bundestagswahl: Bundeskanzler Kohl hatte erneut gerufen. Im Juni [[1989]] wurde Bacher Herausgeber der Tageszeitung ''Die Presse'', aber bereits [[1990]] kehrte er für weitere vier Jahre zum ORF zurück. In diesem Jahr war der in [[Hallein]] gebürtige Journalist [[Roland Adrowitzer]] einige Monate lang Gerd Bachers Bürochef.
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Im Oktober [[1978]] übertölpelte er die SPÖ zum ersten Mal. Die Schlagzeile der "Kärntner Tageszeitung" lautete: "Kreisky in Paris. Benya in Sofia. Bacher im ORF." Nach weiteren acht Jahren an der Spitze des Fernsehens wurde er von Teddy Podgorksy abgelöst. Und wieder zog es ihn nach Deutschland zu einer Bundestagswahl: Bundeskanzler Kohl hatte erneut gerufen. Im Juni [[1989]] wurde Bacher Herausgeber der Tageszeitung "Die Presse", aber bereits [[1990]] kehrte er für weitere vier Jahre zum ORF zurück. In diesem Jahr war der in [[Hallein]] gebürtige Journalist [[Roland Adrowitzer]] einige Monate lang Gerd Bachers Bürochef.
    
Auch nach seinem endgültigen Abschied [[1994]] blieb er "seinem" Unternehmen treu, unter anderem als Mitglied des im März [[2001]] eingesetzten Weisenrates für das neue ORF-Gesetz.  
 
Auch nach seinem endgültigen Abschied [[1994]] blieb er "seinem" Unternehmen treu, unter anderem als Mitglied des im März [[2001]] eingesetzten Weisenrates für das neue ORF-Gesetz.  
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Gerd Bacher hielt die [[Festspielrede|Eröffnungsrede]] der [[Salzburger Festspiele 1984]] zum Thema "''Die Beifallsgesellschaft und ihre Medien''".  
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Gerd Bacher hielt die [[Festspielrede|Eröffnungsrede]] der [[Salzburger Festspiele 1984]] zum Thema "Die Beifallsgesellschaft und ihre Medien".  
    
Seit [[1988]] war Gerd Bacher mit Christine Egger verheiratet, aus früheren Ehen hatte er drei Töchter, eine davon ist die Präsidentin der [[Salzburger Festspiele]], [[Helga Rabl-Stadler]].
 
Seit [[1988]] war Gerd Bacher mit Christine Egger verheiratet, aus früheren Ehen hatte er drei Töchter, eine davon ist die Präsidentin der [[Salzburger Festspiele]], [[Helga Rabl-Stadler]].
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Bacher starb am 27. Juni 2015 in Salzburg an den Folgen eines Schlaganfalls. <ref>ORF: Teletext, Seite 113, abgerufen am: 28. Juni 2015</ref> <ref>http://salzburg.orf.at/news/stories/2718509/</ref>
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Bacher starb am 27. Juni 2015 in Salzburg an den Folgen eines Schlaganfalls.<ref>ORF: Teletext, Seite 113, abgerufen am: 28. Juni 2015</ref> <ref>http://salzburg.orf.at/news/stories/2718509/</ref>
    
==Auszeichnungen==
 
==Auszeichnungen==
Gerd Bacher wurde für seine Verdienste unter anderem mit dem ''Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern'', dem ''Freiheitspreis der schweizerischen Max-Schmidheiny Stiftung'' und [[1995]] mit dem [[René-Marcic-Preis]] des  [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes Salzburg]]  ausgezeichnet. Am [[4. März]] [[1999]] erhielt er von [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] Dr. [[Josef Dechant]] den [[Bürgerbrief der Stadt Salzburg]] verliehen.  Am [[30. März]] [[2006]] überreichte [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] Dr. [[Heinz Schaden]] die ''[[Wappenmedaille der Stadt Salzburg|Goldene Wappenmedaille der Stadt Salzburg]]''.
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Gerd Bacher wurde für seine Verdienste unter anderem mit dem "Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern", dem "Freiheitspreis der schweizerischen Max-Schmidheiny Stiftung" und [[1995]] mit dem [[René-Marcic-Preis]] des  [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes Salzburg]]  ausgezeichnet. Am [[4. März]] [[1999]] erhielt er von [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] Dr. [[Josef Dechant]] den [[Bürgerbrief der Stadt Salzburg]] verliehen.  Am [[30. März]] [[2006]] überreichte [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] Dr. [[Heinz Schaden]] die [[Wappenmedaille der Stadt Salzburg|Goldene Wappenmedaille der Stadt Salzburg]].
    
==Literatur==
 
==Literatur==
[[Michael Schmolke|Schmolke, Michael]] (Hrsg.): ''Der Generalintendant. Gerd Bachers Reden, Vorträge, Stellungnahmen aus den Jahren 1967 bis 1994. Eine Auswahl. '' Böhlau Wien, 2000, ISBN 3-205-99247-4  
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[[Michael Schmolke|Schmolke, Michael]] (Hrsg.): "Der Generalintendant. Gerd Bachers Reden, Vorträge, Stellungnahmen aus den Jahren 1967 bis 1994. Eine Auswahl." Böhlau Wien, 2000, ISBN 3-205-99247-4  
    
==Quellen==
 
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[[Kategorie:Person]]
 
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[[Kategorie:Person (Geschichte)]]
 
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[[Kategorie:Verleger]]
 
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]
 
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]
 
[[Kategorie:Töchter und Söhne der Stadt Salzburg]]
 
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