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Anfang Oktober [[2022]] wurde bekannt, dass das [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] die Au kauft. Vor fast 40 Jahren gab es die ersten Gespräche über einen Kauf der Antheringer Au durch das Land, nun steht eine Einigung. "Ich persönlich habe nicht mehr daran geglaubt", sagte [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer junior]] am Montag, den [[3. Oktober]] 2022, bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit Naturschutz[[landesrätin]] [[Daniela Gutschi]] (beide [[ÖVP]]), Umweltreferent [[Heinrich Schellhorn]] ([[Grüne]]) und Landesrätin [[Andrea Klambauer]] ([[Neos]]). Für die rund 500 bezahlte das Land 37,3 Millionen Euro an den Eigentümer [[Maximilian Mayr-Melnhof]]. Von den insgesamt 37,3 Millionen Euro kamen 23 Millionen Euro aus einem EU-Fonds. "Der Rest kommt aus Wertpapieren, die das Land aus dem [[Finanzskandal 2012 in der Finanz- und Vermögensverwaltung des Landes|Finanzskandal]] retten musste. Die haben sich gut entwickelt." Elf Millionen für den Hochwasserschutz kommen vom Bund, zehn Millionen Euro werden für die Renaturierung veranschlagt, wovon 60 Prozent über EU-Fördermittel finanziert werden sollen. Die restlichen vier Millionen Euro bleiben dem Land, das wiederum auf bis zu fünf Millionen Euro aus dem Biodiversitätsfonds des Klimaministeriums hofft. Mit der Renaturierung könne auch einer weiteren Eintiefung der Salzach und einem Durchbruch der Flusssohle entgegengewirkt werden.
 
Anfang Oktober [[2022]] wurde bekannt, dass das [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] die Au kauft. Vor fast 40 Jahren gab es die ersten Gespräche über einen Kauf der Antheringer Au durch das Land, nun steht eine Einigung. "Ich persönlich habe nicht mehr daran geglaubt", sagte [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer junior]] am Montag, den [[3. Oktober]] 2022, bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit Naturschutz[[landesrätin]] [[Daniela Gutschi]] (beide [[ÖVP]]), Umweltreferent [[Heinrich Schellhorn]] ([[Grüne]]) und Landesrätin [[Andrea Klambauer]] ([[Neos]]). Für die rund 500 bezahlte das Land 37,3 Millionen Euro an den Eigentümer [[Maximilian Mayr-Melnhof]]. Von den insgesamt 37,3 Millionen Euro kamen 23 Millionen Euro aus einem EU-Fonds. "Der Rest kommt aus Wertpapieren, die das Land aus dem [[Finanzskandal 2012 in der Finanz- und Vermögensverwaltung des Landes|Finanzskandal]] retten musste. Die haben sich gut entwickelt." Elf Millionen für den Hochwasserschutz kommen vom Bund, zehn Millionen Euro werden für die Renaturierung veranschlagt, wovon 60 Prozent über EU-Fördermittel finanziert werden sollen. Die restlichen vier Millionen Euro bleiben dem Land, das wiederum auf bis zu fünf Millionen Euro aus dem Biodiversitätsfonds des Klimaministeriums hofft. Mit der Renaturierung könne auch einer weiteren Eintiefung der Salzach und einem Durchbruch der Flusssohle entgegengewirkt werden.
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Im August [[2024]] brachte ein Prüfbericht des [[Landesrechnungshof]]es in der Rohfassung, der den "[[Salzburger Nachrichten]]" vorliegt, noch weitere Details ans Tageslicht. Daraus soll hervorgehen, dass das Land Salzburg auch die Immobilienertragssteuer in Höhe von 5,6&nbsp;Millionen Euro übernommen hatte, die der Verkäufer zu bezahlen hätte. Landeshauptmann Wilfried Haslauer, die damals zuständige Naturschutzlandesrätin [[Daniela Gutschi]] und Besitzer Max Mayr Melnhof haben laut Rohbericht, der sich auf Aktenvermerke und Dokumente stützt, am [[21. September]] 2022 vereinbart, dass das Land die Steuerlast übernimmt - damit dem Verkäufer am Ende 30&nbsp;Millionen Euro netto bleiben. Vereinbart wurde letztlich ein Kaufpreis von 35,6&nbsp;Millionen Euro. Aus der Quelle geht jedoch nicht hervor, wofür die Differenz zwischen dem "gesamten" Kaufpreis von 37,3&nbsp;Millionen und den nun genannten vereinbarten Kaufpreis von 35,6&nbsp;Millionen Euro angefallen war.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/antheringer-au-dem-land-haende-163556926 www.sn.at], 17. August 2024</ref>  
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Im August [[2024]] brachte ein Prüfbericht des [[Landesrechnungshof]]es in der Rohfassung, der den "[[Salzburger Nachrichten]]" vorlag, noch weitere Details ans Tageslicht. Daraus soll hervorgehen, dass das Land Salzburg auch die Immobilienertragssteuer in Höhe von 5,6&nbsp;Millionen Euro übernommen hatte, die der Verkäufer zu bezahlen hätte. Landeshauptmann Wilfried Haslauer, die damals zuständige Naturschutzlandesrätin [[Daniela Gutschi]] und Besitzer Max Mayr Melnhof haben laut Rohbericht, der sich auf Aktenvermerke und Dokumente stützt, am [[21. September]] 2022 vereinbart, dass das Land die Steuerlast übernimmt - damit dem Verkäufer am Ende 30&nbsp;Millionen Euro netto bleiben. Vereinbart wurde letztlich ein Kaufpreis von 35,6&nbsp;Millionen Euro. Aus der Quelle geht jedoch nicht hervor, wofür die Differenz zwischen dem "gesamten" Kaufpreis von 37,3&nbsp;Millionen und den nun genannten vereinbarten Kaufpreis von 35,6&nbsp;Millionen Euro angefallen war.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/antheringer-au-dem-land-haende-163556926 www.sn.at], 17. August 2024</ref>
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Am Mittwochvormittag, den [[13. November]] 2024, veröffentlichte [[Landesrechnungshof]]direktor [[Ludwig Hillinger]] den fertigen Prüfbericht. "Der Kauf der Antheringer Au war weder sparsam noch wirtschaftlich noch zweckmäßig. Die in Aussicht gestellte Wiederherstellung der Salzachauen rechtfertigt nicht die Höhe des Kaufpreises." Zu diesem Schluss kommt der Prüfbericht. Der Kaufpreis sei über allen Schätzwerten gelegen. Das sogenannte Ausbeutungsverbot im Kaufvertrag schränke das wirtschaftliche Handeln des Landes für immer ein. Und: Alternativen zur Kaufoption seien nicht ernsthaft geprüft worden.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/fertiger-pruefbericht-millionenkauf-antheringer-au-debakel-landesregierung-168392929 www.sn.at], 13. November 2024</ref>
    
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