| − | Franz Göttlich, vormals Buchhalter in der Straßenmeisterei und Sturmführer der SA, kehrte als Schwerkriegsversehrter im Jahre [[1944]] nach Lend zurück. Gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Krieges]] wurde ihm dann der Volkssturm anvertraut und er geriet so mit der Widerstandsbewegung in Gegensatz. Nach dem Zusammenbruch der [[NS]]-Herrschaft verhafteten ihn die Amerikaner, setzten ihn aber schon nach kurzer Zeit wieder auf freien Fuß. Göttlich sei o.k.! Er meinte, die Sache sei damit erledigt, und zog zu seiner Mutter nach [[Klammstein]]. Am [[1. Juli]] [[1945]] tauchten im Gasthaus seiner Mutter zwei Amerikaner auf und teilten ihn mit, dass er sofort am nächsten Tag nach Lend kommen müsse, denn die Gemeinde wünsche es und der "Mann vom Bahnhof". Franz Göttlich ging am nächsten Tag nach Lend, kehrte aber nie wieder zurück. Man will ihn noch im Gemeindeamt, wo er von Amerikanern und österreichischen Gemeindefunktionären verhört worden war, gesehen haben, doch blieb er seitdem unauffindbar. Als ob ihn die Erde verschluckt hätte. | + | Leutnant und Volkssturmführer Franz Göttlich<ref name="Salzburger Nachrichten, Ausgabe vom 26. September 1953, Seite 6">[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=san&datum=19530926&query=%22Franz+G%C3%B6ttlich%22~100&ref=anno-search&seite=6 ANNO] Salzburger Nachrichten, Ausgabe vom 26. September 1953, Seite 6</ref>, vormals Buchhalter in der Straßenmeisterei und Sturmführer der SA, kehrte als Schwerkriegsversehrter im Jahre [[1944]] nach Lend zurück. Gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Krieges]] wurde ihm dann der Volkssturm anvertraut und er geriet so mit der Widerstandsbewegung in Gegensatz. Nach dem Zusammenbruch der [[NS]]-Herrschaft verhafteten ihn die Amerikaner, setzten ihn aber schon nach kurzer Zeit wieder auf freien Fuß. Göttlich sei o.k.! Er meinte, die Sache sei damit erledigt, und zog zu seiner Mutter nach [[Klammstein]]. Am [[1. Juli]] [[1945]] tauchten im Gasthaus seiner Mutter zwei Amerikaner auf und teilten ihn mit, dass er sofort am nächsten Tag nach Lend kommen müsse, denn die Gemeinde wünsche es und der "Mann vom Bahnhof". Franz Göttlich ging am nächsten Tag nach Lend, kehrte aber nie wieder zurück. Man will ihn noch im Gemeindeamt, wo er von Amerikanern und österreichischen Gemeindefunktionären verhört worden war, gesehen haben, doch blieb er seitdem unauffindbar. Als ob ihn die Erde verschluckt hätte. |
| | Als wieder geordnete Zeiten in unser Land einzogen, begann man sich für das Schicksal des Verschwundenen zu interessieren. Verschiedene Gerüchte gerieten in Umlauf. | | Als wieder geordnete Zeiten in unser Land einzogen, begann man sich für das Schicksal des Verschwundenen zu interessieren. Verschiedene Gerüchte gerieten in Umlauf. |