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Neben dem Wettkampfsport und nach Beendigung der Wettkampfzeit unternahm Franz Zeilner auch Befahrungen von Wildflüssen bis zu den Schwierigkeitsgraden fünf und darüber. Das waren vor allem Flüsse in Österreich wie beispielsweise die [[Enns]] bzw. Teilstrecken der Enns im Bereich des Gesäuses, die Koppentraun, die [[Lammeröfen]], die [[Salzachöfen]] usw.
 
Neben dem Wettkampfsport und nach Beendigung der Wettkampfzeit unternahm Franz Zeilner auch Befahrungen von Wildflüssen bis zu den Schwierigkeitsgraden fünf und darüber. Das waren vor allem Flüsse in Österreich wie beispielsweise die [[Enns]] bzw. Teilstrecken der Enns im Bereich des Gesäuses, die Koppentraun, die [[Lammeröfen]], die [[Salzachöfen]] usw.
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Am [[30. Oktober]] [[1971]] wurden nach Ende der Wettkampfsaison die Salzachöfen – deren Erstbefahrung dem Österreicher Adolf Anderle vom Akademischen Kajak-Klub in Wien im Jahre 1931 gelang und wo bis 1950 insgesamt dreißig Befahrungen gemacht wurden, manche auch erfolglos – bei sehr schwierigen Bedingungen befahren. Kanuten aus dem Wettkampfsport, von den österreichischen Traditionsvereinen Forelle Steyr (Kurt Presslmayr, Franz Zeilner), Kajakverein Klagenfurt ([[Heinz Dopsch]], Manfred Pock, Norbert Sattler, Helmar Steindl, Heimo Müllneritsch, Erich Wilhelmer) und Union Kanu Klub Wien (Michael Neudecker), trafen sich nahe dem [[Pass Lueg]] für Vorbereitungen zur Befahrung der Salzachöfen.
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Am [[30. Oktober]] [[1971]] gelang ihm gemeinsam mit österreichischen Kanuten aus dem Wettkampfsport eine erfolgreiche Durchfahrung der Salzachöfen. Kanuten aus dem Wettkampfsport, von den österreichischen Traditionsvereinen Forelle Steyr (Kurt Presslmayr, Franz Zeilner), Kajakverein Klagenfurt ([[Heinz Dopsch]], Manfred Pock, Norbert Sattler, Helmar Steindl, Heimo Müllneritsch, Erich Wilhelmer) und Union Kanu Klub Wien (Michael Neudecker), trafen sich nahe dem [[Pass Lueg]] für Vorbereitungen zur Befahrung der Salzachöfen.
    
Der Einstieg mit den Slalomrennbooten erfolgte etwa 500 Meter oberhalb der Schlucht. Schlüsselstellen waren bereits der Eingangsschwall in die Salzachöfen, folgend dann Flusspassagen mit massiven Felsblöcken und schwierigen Durchfahrten. Besonders die Einfahrt in den sogenannten "Dom", einer schwer verblockten Gefällsstufe. Der Dom, ein imposantes Naturschauspiel, stellte einen Höhepunkt der Befahrung dar. Etwa fünfzig Meter hoch über dem Fluss wölben sich hier das [[Hagengebirge|Hagen-]] und [[Tennengebirge]] zu einer Kuppel von gewaltigen Ausmaßen zusammen, die durch riesige Klemmblöcke nach oben abgeschlossen ist (von einer durch einen Weg zugänglichen Felsöffnung, der sogenannten "Kanzel", ist ein Einblick von außen in den Dom möglich). Der Ausfahrt aus dem Dom folgten sehr schwierige Flusspassagen, wovon die schwierigste das sogenannte "Hufeisen" war. Von großen Felsen zusammengepresst strömt hier der Fluss frontal auf einen riesigen Felsblock zu und bildet dort eine schwere Widerwelle, einen massiven Trichterwirbel und "ausgewaschene" Felswände. Mit der Ausfahrt aus dem Hufeisen waren die Anstrengungen beendet. <ref>Heinz Dopsch: ''Dokumentation Kurt Presslmayr und Franz Zeilner''. In: ''Österreichs Paddelsport 1971''. Heft 8/9, 1971, S. 2–3.</ref>
 
Der Einstieg mit den Slalomrennbooten erfolgte etwa 500 Meter oberhalb der Schlucht. Schlüsselstellen waren bereits der Eingangsschwall in die Salzachöfen, folgend dann Flusspassagen mit massiven Felsblöcken und schwierigen Durchfahrten. Besonders die Einfahrt in den sogenannten "Dom", einer schwer verblockten Gefällsstufe. Der Dom, ein imposantes Naturschauspiel, stellte einen Höhepunkt der Befahrung dar. Etwa fünfzig Meter hoch über dem Fluss wölben sich hier das [[Hagengebirge|Hagen-]] und [[Tennengebirge]] zu einer Kuppel von gewaltigen Ausmaßen zusammen, die durch riesige Klemmblöcke nach oben abgeschlossen ist (von einer durch einen Weg zugänglichen Felsöffnung, der sogenannten "Kanzel", ist ein Einblick von außen in den Dom möglich). Der Ausfahrt aus dem Dom folgten sehr schwierige Flusspassagen, wovon die schwierigste das sogenannte "Hufeisen" war. Von großen Felsen zusammengepresst strömt hier der Fluss frontal auf einen riesigen Felsblock zu und bildet dort eine schwere Widerwelle, einen massiven Trichterwirbel und "ausgewaschene" Felswände. Mit der Ausfahrt aus dem Hufeisen waren die Anstrengungen beendet. <ref>Heinz Dopsch: ''Dokumentation Kurt Presslmayr und Franz Zeilner''. In: ''Österreichs Paddelsport 1971''. Heft 8/9, 1971, S. 2–3.</ref>