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| | [[Datei:Alpenblickgraben-Sperre, 20. März 2014.jpg|thumb|Die [[Alpenblickgraben-Sperre]] in [[Schüttdorf]]]] | | [[Datei:Alpenblickgraben-Sperre, 20. März 2014.jpg|thumb|Die [[Alpenblickgraben-Sperre]] in [[Schüttdorf]]]] |
| | [[Datei:Gewässer in thalgau 031.jpg|thumb|Wildbachverbauung, [[Fischbach (Thalgau)|Fischbach]] in Thalgau]] | | [[Datei:Gewässer in thalgau 031.jpg|thumb|Wildbachverbauung, [[Fischbach (Thalgau)|Fischbach]] in Thalgau]] |
| − | Die '''Wildbach- und Lawinenverbauung''' dient zum Schutz vor Naturgefahren, die durch [[Wildbach|Wildbäche]] und mögliche [[Lawine]]n nicht nur aber vor allem im Bereich der [[Alpen]] gegeben sind. | + | Die '''Wildbach- und Lawinenverbauung''' dient zum Schutz vor Naturgefahren, die durch [[Wildbach|Wildbäche]] und mögliche [[Lawine]]n nicht nur, aber vor allem im Bereich der [[Alpen]] gegeben sind. |
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| − | ==Geschichte==
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| − | Im Jahr [[1870]] haben einige Naturkatastrophen den Anlass für entsprechende Maßnahmen gegeben. Auf Basis des Reichsforstgesetzes gründete man infolgedessen im Jahr [[1884]] den Forsttechnischen Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung und es wurde das "Wildbachverbauungsgesetz" beschlossen. Die Wildbach- und Lawinenverbauung wird heute kurz "die.wildbach" genannt (im vollen Namen''die.wildbach und lawinenverbauung'' [WLV]).
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| | ==Wildbach- und Lawinenverbauung im Bundesland Salzburg== | | ==Wildbach- und Lawinenverbauung im Bundesland Salzburg== |
| − | ===Rahmenbedingungen=== | + | ===Gegebenheiten=== |
| − | Die Fläche des [[Bundesland Salzburg|Bundeslandes Salzburg]] beträgt 7 154 km². Sie ist verwaltungsmäßig in sechs politische Bezirke mit 119 Gemeinden unterteilt. Die Bevölkerungszahl beträgt ca. 524 400 Bewohner. Die Sektion Salzburg der Wildbach- und Lawinenverbauung ist für 1 299 Wildbach- und 561 Lawineneinzugsgebiete mit einer Gesamtfläche von 5 010 km² verantwortlich, die etwa 70 % der Gesamtfläche des Bundeslandes ausmachen. Darüber hinaus sind ca. drei Prozent der Gesamtfläche als Risikogebiete ausgewiesen. Hier drohen Steinschlag oder Hangrutschungen.
| + | Maßnahmen der Wildbach- und Lawinenverbauung werden im Einzugsgebiet von Wildbächen und Lawinen getroffen. Welche Gebiete als solche Einzugsgebiete zu gelten haben, ist durch Verordnung des [[Landeshauptmann]]s festgelegt. Im [[Bundesland Salzburg]] mit seiner Fläche von 7 155 km² bestanden im Jahr [[2011]] 1 299 Wildbach- und 561 Lawineneinzugsgebiete mit einer Gesamtfläche von 5 010 km², was etwa 70 % der Gesamtfläche des Bundeslandes bedeutet. Dabei verteilen sich (2011, 2024) |
| | + | * die Wildbacheinzugsgebiete auf 114 der 119 [[Gemeinden im Bundesland Salzburg|Salzburger Gemeinden]] (die Ausnahmen sind die [[Stadt Salzburg]] sowie die [[Flachgau]]er Gemeinden [[Anif]], [[Bürmoos]], [[Lamprechtshausen]] und [[St. Georgen bei Salzburg]]), |
| | + | * die Lawineneinzugsgebiete auf 72 Gemeinden (im [[Flachgau]]: [[Ebenau]], [[Faistenau]], [[Grödig]], [[Hintersee]], [[St. Gilgen]] und [[Strobl]], in den anderen Gauen: alle Gemeinden, außer ([[Tennengau]]:) [[Adnet]], [[Kuchl]], [[Oberalm]], [[Puch bei Hallein]], ([[Pongau]]:) [[Eben im Pongau]], [[Forstau]], [[Pfarrwerfen]], [[Radstadt]], [[Schwarzach im Pongau]], ([[Lungau]]:) [[St. Andrä im Lungau]], [[Tamsweg]], [[Unternberg]], ([[Pinzgau]]:) [[Bruck an der Großglocknerstraße]], [[Leogang]] und [[Stuhlfelden]]). |
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| − | ===Organisationsform===
| + | Darüber hinaus sind ca. drei Prozent der Gesamtfläche des Landes als Risikogebiete ausgewiesen. Hier drohen Steinschlag oder Hangrutschungen. |
| − | Die Sektion Salzburg umfasst drei Gebietsbauleitungen (GBL). Es ist dies die Gebietsbauleitung [[Pongau]], [[Flachgau]] und [[Tennengau]], die für die politischen Bezirke [[Hallein]], [[Stadt Salzburg]], [[Flachgau|Salzburg Umgebung]], und einen Teil von [[St. Johann im Pongau]] zuständig ist. Die GBL [[Lungau]] betreut den Zuständigkeitsbereich des Bezirkes [[Tamsweg]] und einen Teil von [[St. Johann im Pongau]]. Der Bezirk [[Zell am See]] fällt in den Zuständigkeitsbereich der GBL [[Pinzgau]].
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| − | ==Aufgaben der Wildbach- und Lawinenverbauung==
| + | 20 Prozent der Salzburger Bevölkerung können an ihren Wohnorten von den Gefahren von Wildbächen und Lawinen betroffen sein. Es bestehen (2024) mehr als 7 000 Schutzbauten. Mehrmals pro Jahr halten die Verbauungen mittlerweile oft mächtige Massen an Material bei Unwettern zurück. Rund 38 Millionen Euro werden (Stand: 2024) pro Jahr im Land Salzburg in Schutzbauten investiert. Den Großteil der Kosten trägt der Bund, aber auch das [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land]] und die jeweiligen Wildbachgenossenschaften zahlen mit. |
| − | ===Gefahrenerfassung===
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| − | Dazu zählen Gefahren, die in den Einzugs- und Risikogebieten durch Wildbäche, Lawinen und Erosion im Gebiet der jeweiligen Gebietsbauleitung drohen. Sie müssen fachkundig erfasst, analysiert und eingeschätzt werden.
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| − | =====Kernleistungen ===== | + | ===Organisation=== |
| − | Zu den Kernleistungen der Gebietsbauleitungen zählen
| + | :Hauptartikel "[[Wildbach- und Lawinenverbauung Salzburg]]" |
| − | * Kompetente und bürgernahe Beratung,
| + | Für die Zwecke der Wildbach- und Lawinenverbauung besteht im Bundesdienst die bundesweite Organisation "forsttechnischer Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung" mit einer [[Wildbach- und Lawinenverbauung Salzburg|Sektion Salzburg]]. Diese umfasst drei Gebietsbauleitungen – eine für den Pinzgau, eine für den Lungau und den östlichen Pongau und eine für das übrige Landesgebiet. |
| − | * Sachverständigentätigkeit | + | |
| − | * Gefahrenzonenplanung | + | Die Wildbach- und Lawinenverbauung wird aber auch von Wildbachgenossenschaften mitgetragen. 272 dieser Wildbachgenossenschaften gibt es in Salzburg. Es gibt dadurch eine sehr große Identifikation mit den Schutzmaßnahmen. Die Mitglieder dieser Wildbach-Wassergenossenschaft kümmern sich um die Schutzmaßnahmen und prüfen etwa nach einem Gewitterereignis, ob die Sperre voll ist und daher die ''Wildbach- und Lawinenverbauung Salzburg'' alarmiert werden muss. |
| − | * Maßnahmenplanung und Maßnahmenumsetzung und die | + | |
| − | * Förderungsabwicklung. | + | == Weblinks == |
| | + | * INSPIRE Metadatensuche: |
| | + | ** [https://geometadatensuche.inspire.gv.at/metadatensuche/mqZcigHG/api/records/c5204acc-dbc1-4dce-882e-ab2eebab6db1 Verordnete Wildbacheinzugsgebiete Österreichs] |
| | + | ** [https://geometadatensuche.inspire.gv.at/metadatensuche/srv/api/records/3b4b9306-77e7-47ab-bb23-67b2ad16b3a9 Verordnete Lawineneinzugsgebiete Österreichs] |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| − | {{homepage|http://www.die-wildbach.at}}
| + | * [http://www.die-wildbach.at| "die Wildbach" – Webseiten des Forsttechnischen Dienstes für Wildbach- und Lawinenverbauung"], abgerufen am 14. Dezember 2011 |
| − | * [http://www.lebensministerium.at www.lebensministerium.at] | + | * [http://www.lebensministerium.at www.lebensministerium.at], abgerufen am 14. Dezember 2011, bei einer Überprüfung am 21. Oktober 2024 nicht mehr abrufbar |
| − | == Weblinks == | + | * Forstgesetz 1975 (ForstG), BGBl. Nr. 440/1975, in der [https://ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10010371 geltenden Fassung], VII. Abschnitt: Schutz vor Wildbächen und Lawinen (abgerufen am 21. Oktober 2024) |
| − | * [https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=LrSbg&Gesetzesnummer=10000531 Gesamte Rechtsvorschrift für Wildbach- und Lawinenverzeichnis] | + | * Verordnung des Landeshauptmannes von Salzburg, mit der die Einzugsgebiete der Wildbäche und Lawinen im Land Salzburg festgelegt werden, [https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=LrSbg&Gesetzesnummer=10000531 geltende Fassung] (abgerufen am 21. Oktober 2024) |
| | + | *[[ORF Salzburg]], 19. Oktober 2024: [https://salzburg.orf.at/stories/3277924/ Pinzgauer neuer Landesleiter bei Wildbachverbauung] |
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| | [[Kategorie:Infrastruktur]] | | [[Kategorie:Infrastruktur]] |
| | [[Kategorie:Verwaltung]] | | [[Kategorie:Verwaltung]] |
| − | [[Kategorie:Ämter und Behörden]]
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