| | Mit der Errichtung der Weißsee-Bahn erhoffte man sich auch einen touristischen Aufschwung in dieser alpinen Hochregion, dem der [[Österreichischer Alpenverein|Österreichische Alpenverein]] wohlwollend gegenüberstand. | | Mit der Errichtung der Weißsee-Bahn erhoffte man sich auch einen touristischen Aufschwung in dieser alpinen Hochregion, dem der [[Österreichischer Alpenverein|Österreichische Alpenverein]] wohlwollend gegenüberstand. |
| − | Dann stand seit Mai [[2003]] die Seilbahn wegen akuter Finanznöte und drohendem Konkurs still. Allein in jenem Jahr betrug der Verlust vier Millionen [[Schilling]]. Die Weißseebahn machte jährlich geschätzte 290.000 Euro Verlust.<ref>Quelle [http://www.seilbahn.net/newsline/uttendorf4.htm www.seilbahn.net]</ref> Dann fand sich das Land Salzburg neben anderen Investoren an der Abdeckung der Schulden bereit.<ref>[http://www.seilbahn.net/newsline/uttendorf1.htm www.seilbahn.net/]</ref> | + | Dann stand seit Mai [[2003]] die Seilbahn wegen akuter Finanznöte und drohendem Konkurs still. Allein in jenem Jahr betrug der Verlust vier Millionen [[Schilling]]. Die Weißseebahn machte jährlich geschätzte 290.000 Euro Verlust.<ref>[http://www.seilbahn.net/newsline/uttendorf4.htm www.seilbahn.net]</ref> Dann fand sich das Land Salzburg neben anderen Investoren an der Abdeckung der Schulden bereit.<ref>[http://www.seilbahn.net/newsline/uttendorf1.htm www.seilbahn.net/]</ref> |
| − | Der [[Zell am See|Zeller]] Steuerberater [[Erwin Prodinger]], der Zeller Hotelier [[Wilfried Holleis]] und der Millionär und Sponsor der Zeller Eisbären, [[Otto Wittschier]], wollten die Weißseebahn übernehmen, verlautete eine Pressemeldung am [[11. Jänner]] [[2003]] der "[[Salzburger Nachrichten]]". Prodinger war bis dahin Gesellschafter der pleite gegangenen "Weißsee-Gletscherbahnen Gesellschaft m.b.H." gewesen. Die drei Interessenten arbeiteten ein zehn Punkte umfassendes Konzept aus. Darüber wurde Anfang Jänner 2003 in der Gemeinde [[Uttendorf]] beraten. Auch [[Landeshauptmann-Stellvertreter|LHStv]]. [[Wolfgang Eisl]] ([[ÖVP]]), Finanzreferent des [[Land Salzburg (Verwaltung)|Landes Salzburg]] und ressortzuständig für den [[Fremdenverkehr]], wurde informiert. Wolfgang Eisl konnte sich die Mithilfe des Landes vorstellen. Die würde sich über zehn Jahre erstrecken und jährlich 100.000 Euro betragen. Eisls Bedingungen waren dafür | + | Der [[Zell am See|Zeller]] Steuerberater Erwin Prodinger, der Zeller Hotelier [[Wilfried Holleis]] und der Millionär und Sponsor der Zeller Eisbären, [[Otto Wittschier]], wollten die Weißseebahn übernehmen, verlautete eine Pressemeldung am [[11. Jänner]] [[2003]] der "[[Salzburger Nachrichten]]". Prodinger war bis dahin Gesellschafter der pleite gegangenen "Weißsee-Gletscherbahnen Gesellschaft m.b.H." gewesen. Die drei Interessenten arbeiteten ein zehn Punkte umfassendes Konzept aus. Darüber wurde Anfang Jänner 2003 in der Gemeinde [[Uttendorf]] beraten. Auch [[Landeshauptmann-Stellvertreter|LHStv]]. [[Wolfgang Eisl]] ([[ÖVP]]), Finanzreferent des [[Land Salzburg (Verwaltung)|Landes Salzburg]] und ressortzuständig für den [[Fremdenverkehr]], wurde informiert. Wolfgang Eisl konnte sich die Mithilfe des Landes vorstellen. Die würde sich über zehn Jahre erstrecken und jährlich 100.000 Euro betragen. Eisls Bedingungen waren dafür |
| | Am Tag der Nationalratswahl, den [[29. September]] [[2024]] endete im Stubachtal in Uttendorf der Betrieb der Weißsee Gletscherbahn sowie des [[Berghotel Rudolfshütte|Berghotels Rudolfshütte]]. Der Betreiber Wilfried Holleis, der heuer 65 wurde, schloss mit dem Ende des Sommerbetriebs endgültig und zog sich völlig aus der [[Weißsee Gletscherwelt]] zurück. Die Seilbahn schreibt rote Zahlen: Die Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr beliefen sich auf 1,4 Millionen Euro, abzüglich Personalkosten und sonstiger betrieblicher Aufwendungen bleibt ein negatives operatives Ergebnis vor Abschreibung (EBITDA) in Höhe von 1,4 Millionen übrig. Das negative Ergebnis kommt insbesondere zustande, weil für die erfolgreiche Verlängerung der Konzession um weitere 20 Jahre kräftig in Technik und Sicherheit investiert werden musste. Die Seilbahn vom Enzingerboden hat eine Kapazität von 1 400 Personen pro Stunde. Holleis sagt, wenn das Berghotel Rudolfshütte voll belegt ist, fahren inklusive Tagesskifahrern bis zu 1 000 Menschen im Gebiet um den Weißsee Ski. Das heißt, die Bahn könnte deutlich mehr Menschen befördern, als sich um den Weißsee an solchen Tagen aufhalten. Holleis betont, dass diese Auslastung seiner Seilbahn ohne die beeinspruchte Bettenerweiterung nicht machbar sei. Er verweist auf Gesamtinvestitionen in die Bahnen am Weißsee in den vergangenen 20 Jahren in Höhe von 11,6 Millionen Euro. Zuletzt wurde der sogenannte Hüttenlift, ein Schlepplift, der die Bahn auf den [[Medelzkopf]] mit dem restlichen Skigebiet verbindet, neu errichtet. Zu den Investitionen in die Bahn zählen auch die [[Beschneiungsanlage]] - notwendig aufgrund häufiger Windverfrachtungen im Gebiet - und die Instandhaltung der Pisten.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/aus-rudolfshuette-bergbahn-stubachtal-uttendorf-holleis-unternehmen-165513874 www.sn.at], 23. September 2024</ref> | | Am Tag der Nationalratswahl, den [[29. September]] [[2024]] endete im Stubachtal in Uttendorf der Betrieb der Weißsee Gletscherbahn sowie des [[Berghotel Rudolfshütte|Berghotels Rudolfshütte]]. Der Betreiber Wilfried Holleis, der heuer 65 wurde, schloss mit dem Ende des Sommerbetriebs endgültig und zog sich völlig aus der [[Weißsee Gletscherwelt]] zurück. Die Seilbahn schreibt rote Zahlen: Die Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr beliefen sich auf 1,4 Millionen Euro, abzüglich Personalkosten und sonstiger betrieblicher Aufwendungen bleibt ein negatives operatives Ergebnis vor Abschreibung (EBITDA) in Höhe von 1,4 Millionen übrig. Das negative Ergebnis kommt insbesondere zustande, weil für die erfolgreiche Verlängerung der Konzession um weitere 20 Jahre kräftig in Technik und Sicherheit investiert werden musste. Die Seilbahn vom Enzingerboden hat eine Kapazität von 1 400 Personen pro Stunde. Holleis sagt, wenn das Berghotel Rudolfshütte voll belegt ist, fahren inklusive Tagesskifahrern bis zu 1 000 Menschen im Gebiet um den Weißsee Ski. Das heißt, die Bahn könnte deutlich mehr Menschen befördern, als sich um den Weißsee an solchen Tagen aufhalten. Holleis betont, dass diese Auslastung seiner Seilbahn ohne die beeinspruchte Bettenerweiterung nicht machbar sei. Er verweist auf Gesamtinvestitionen in die Bahnen am Weißsee in den vergangenen 20 Jahren in Höhe von 11,6 Millionen Euro. Zuletzt wurde der sogenannte Hüttenlift, ein Schlepplift, der die Bahn auf den [[Medelzkopf]] mit dem restlichen Skigebiet verbindet, neu errichtet. Zu den Investitionen in die Bahn zählen auch die [[Beschneiungsanlage]] - notwendig aufgrund häufiger Windverfrachtungen im Gebiet - und die Instandhaltung der Pisten.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/aus-rudolfshuette-bergbahn-stubachtal-uttendorf-holleis-unternehmen-165513874 www.sn.at], 23. September 2024</ref> |
| | + | Die Weißsee Gletscherbahn wird von der "Weißsee-Gletscherwelt GmbH" betrieben. Deren sind Mag. Roland Haslauer als Privatperson mit 4,31 %, die Gemeinde Uttendorf, Körperschaft öffentlichen Rechts mit 8,02 %, Elisabeth Prodinger als Privatperson mit 8,32 % und die [[Holleis-Hotelgruppe|Berghotel Rudolfshütte GmbH]] mit 79,34 %. Beschreibung der Tätigkeit: Errichtung und Betrieb von Seilbahnen, Sesselbahnen und Schleppliften.<ref>[https://www.firmenabc.at/weisssee-gletscherwelt-gmbh_EpmP www.firmenabc.at], abgefragt am 27. September 2024</ref> |