der Artikel über den Felssturz gehört zum Artikel Gschwand, wo ich i
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Wie dieser Ort postalisch behandelt wird kann man im Artikel [[Abersee (Halbinsel)]] nachlesen.
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== Geschichte ==
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[[Datei:Abersee Sankt Gilgen Felssturz 1907.jpg|thumb|Bilder vom Felssturz 1907.]]
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In der "[[Salzkammergut-Zeitung]]" stand in der Ausgabe vom [[14. April]] [[1907]] über den [[Felssturz]] lesen:<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=skg&datum=19070414&seite=33&zoom=33&query=%22Ignaz%2BStarl%22&ref=anno-search ANNO], "Salzkammergut-Zeitung", Ausgabe vom 14. April 1907, Seite 3</ref>
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<blockquote>''Zur Erdrutschung bei St. Gilgen. Wir erhalten folgende Zuschrift: Geehrte Schriftleitung! Die ergebenst gefertigte Gemeindevorstehung ersucht im Interesse der [[Sommerfrische]] um Aufnahme folgenden Berichtes in Ihr geschätztes Blatt: Ueber die am [[2. April|2. d. M.]] erfolgte Erdrutschung bei der Lützlwand an der Grenze zwischen St. Gilgen und [[Gschwand (St. Gilgen)|Gschwandt]] sind in den Tagesblättern leider so unrichtige, entstellte und übertriebene Gerüchte zu lesen gewesen, daß die Freunde unserer wegen ihrer herrlichen Lage geschätzten Sommerfrische, sowie die Villenbesitzer in nicht geringe Unruhe versetzt gewesen sein dürften.
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''Tatsächlich lösten sich damals oberhalb der Lützlwand infolge der Schneeschmelze und der dort herabführenden Wasserrinne Erdmassen, die beim Herabstürzen eine Menge Baumstämme mit sich rißen. Durch den Anprall wurde der dort am Seeufer auf Piloten ausgeführte [[Salzkammergut-Lokalbahn|Bahn]]- und Straßenkörper durchschlagen: die entstandene Sturzwelle beschädigte so dann den Bahnkörper an mehreren Stellen. Die Unfallstelle liegt, wie erwähnt, an der Gschwandt-St. Gilgner Grenze, zirka 3 Kilometer vom Orte St. Gilgen entfernt in der Nähe der sogenannten Franzosenschanze und befinden sich dort weder Villen, noch sonstige Wohnhäuser. Die in den übertriebenen Berichten erwähnte Kiener-Villa war in gar keiner Weise gefährdet, da sie von der Unfallstelle mehr als 1 Kilometer entfernt in der Mitte anderer Villen an in jeder Hinsicht gesicherter Stelle u. zw. weder nahe an der Bergwand, noch am Seeufer gelegen ist. Ebenso wenig ist die Sicherheit der Baulichkeiten des [[Brauerei Lueg|Gasthofes in Lueg]] gefährdet.
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''Daß die Darstellung des Unfalles in den ersten Zeitungsberichten, welche von einer Beilegung der Bahntrasse auf die Wolfgangerseite, vor kostspieligen Tunnelbauten und dgl. zu erzählen wußten, weitaus übertrieben war, geht schon daraus hervor, daß laut Auskunft der bereits hier anwesenden Bautechniker der Straßenverkehr schon im nächsten Monate wieder ausgenommen und der Bahnverkehr, welcher zwischen Lueg und einem unterhalb der Unfallstelle errichteten provisorischen Landungsstege durch eine wenige Minuten währende Fahrt mit dem [[Wolfgangseeschifffahrt|Dampfschiffe]] vor läufig aufrecht erhalten wird, derart geregelt wird, daß die Züge zwischen Salzburg und [[Ischl]] die fahrplanmäßige Zeit einzuhalten in der Lage sind somit eine Störung des Verkehres in der kommenden Saison überhaupt nicht eintritt. Gemeindevorstehung St. Gilgen, den 10. April 1907. Lienbacher m. p</blockquote>