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'''Walter Weiss''' (* [[9. Juli]] [[1927]] in Landsberg am Lech, [[Bayern]]; † [[10. Oktober]] [[2004]] in [[Salzburg]]) war ein österreichischer Germanist und Salzburger Universitätsprofessor.
== Leben und Wirken ==
Walter Weiss habilitierte sich [[1962]] an der Universität Innsbruck mit der Schrift ''„Enttäuschter Pantheismus“''.
Von [[1965]] bis zu seiner im Jahr [[1993]] erfolgten Emeritierung war er ordentlicher Universitätsprofessor für Neuere deutsche Sprache und Literatur am Institut für Germanistik der [[Universität Salzburg]].
Walter Weiss setzte in seiner Lehr- und Forschungstätigkeit Akzente insbesondere in der Beschäftigung mit der Gegenwartsliteratur und der interdisziplinären Zusammenarbeit. [[1973]] legte er zusammen mit anderen Salzburger Germanisten eine Einführung in die Gegenwartsliteratur in Taschenbuchform vor, die auf breiten Widerhall stieß. Er gehörte zu den ersten Professoren, die wissenschaftliche Arbeiten über [[Peter Handke]] ([[Werner Thuswaldner]], 1972), [[Thomas Bernhard]] ([[Hans Höller]], 1979), Gerhard Fritsch ([[Karl Schimpl]], 1982), [[Gerhard Amanshauser]] ([[Clement Reichholf]], 1986) und die aufklärerische Salzburger Literaturpublizistik ([[Eduard Beutner]], 1974) betreuten. Er betrieb den Dialog mit anderen akademischen Disziplinen wie der Geschichtswissenschaft (zB mit [[Ernst Hanisch]]), der Psychologie ([[Manfred Mittermayer]]) und der Textwissenschaft (Peter Stockinger).
In seiner öffentlichen Salzburger Abschlussvorlesung warf er führenden Repräsentanten der [[FPÖ]] Geschichtsvergessenheit vor.
==Werke==
(Auswahl)
* ''Gegenwartsliteratur. Zugänge zu ihrem Verständnis''. Hg. von W. Weiss, [[Josef Donnenberg|J. Donnenberg]], [[Adolf Haslinger|A. Haslinger]] u. [[Karlheinz Rossbacher|K. Rossbacher]]. Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz: Kohlhammer 1973, 2. Aufl. 1977. (=Urban-Taschenbücher 162, ISBN 3-170-04317-X)
* W. Weiss (Hrsg.), S. Schmid (Hrsg.): ''Zwischenbilanz. Eine Anthologie österreichischer Gegenwartsliteratur'''. [[Residenz Verlag]], Salzburg 1976.
* W. Weiss (Hrsg.), [[Hans Weichselbaum|H. Weichselbaum]] (Hrsg.): ''Salzburger [[Georg Trakl|Trakl]]-Symposion''. [[Otto Müller Verlag]], Salzburg 1978.
* W. Weiss (Hrsg.), E. Beutner (Hrsg.): ''Literatur und Sprache im Österreich der Zwischenkriegszeit. Polnisch-österreichisches Germanisten-Symposion 1983 in Salzburg''. Heinz, Stuttgart 1985. (= Stuttgarter Arbeiten zur Germanistik 163. Salzburger Beiträge 11)
* ''Beobachter und Deserteur. Zur Prosa des Salzburger Autors [[Gerhard Amanshauser]].'' In: Peripherie und Zentrum. Studien zur österreichischen Literatur. Festschrift für Adalbert Schmidt zum 65. Geburtstag. Hg. v. G. Weiss u. [[Klaus Zelewitz|K. Zelewitz]]. Salzburg-Stuttgart-Zürich: [[Verlag "Das Bergland-Buch"]] 1971, S. 335–345.
* ''Salzburger Literatur. Vorgegenwart und Gegenwart.'' In: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] 120/121, 1980/81, S. 445–458.
==Quelle und Weiterführend==
* [[Wikipedia]]-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Weiss_(Germanist) ''„Walter Weiss (Germanist)“'']
[[Kategorie:Person|Weiss, Walter]]
[[Kategorie:Wissenschafter|Weiss, Walter]]
[[Kategorie:Universitätsprofessor|Weiss, Walter]]
[[Kategorie:Zuagroaste|Weiss, Walter]]