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==Ablauf==
Die ''Gletscherbahn 2'' ist eine Standseilbahn die auf 3.900 Metern Länge - davon 3.298 Meter im Tunnel - von [[Kaprun]] zum [[Alpinzentrum]] auf dem Gletscher führt.
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Die ''Gletscherbahn 2'' ist eine Standseilbahn die auf 3 900 Metern Länge - davon 3nbsp;298 Meter im Tunnel - von [[Kaprun]] zum [[Alpinzentrum]] auf dem Gletscher führt.
    
Um 9.02 Uhr verlässt die Zuggarnitur "Kitzsteingams" mit 162 Menschen die Talstation. Zwei Minuten später kommt sie wieder zum Stillstand. Sie hat zu diesem Zeitpunkt die 600 Meter Wegstrecke über die Brücke sowie weitere 600 Meter im Berginneren zurückgelegt. Der Zugführer meldet über Datenleitung an die Bergstation, dass in der Garnitur Feuer ausgebrochen sei. Die Betriebsleitung weist ihn an, die Türen zu öffnen und die Passagiere zum Aussteigen aufzufordern. Dann reißt der Sprechkontakt, der Strom fällt aus.
 
Um 9.02 Uhr verlässt die Zuggarnitur "Kitzsteingams" mit 162 Menschen die Talstation. Zwei Minuten später kommt sie wieder zum Stillstand. Sie hat zu diesem Zeitpunkt die 600 Meter Wegstrecke über die Brücke sowie weitere 600 Meter im Berginneren zurückgelegt. Der Zugführer meldet über Datenleitung an die Bergstation, dass in der Garnitur Feuer ausgebrochen sei. Die Betriebsleitung weist ihn an, die Türen zu öffnen und die Passagiere zum Aussteigen aufzufordern. Dann reißt der Sprechkontakt, der Strom fällt aus.
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Das Feuer ist im führerlosen Ende des Zuges ausgebrochen, nach Augenzeugenberichten bereits vor der Einfahrt in den Tunnel. Als der Zug zum Stehen kommt dauert es noch geraume Zeit, bis sich die Türen öffnen lassen. In den unteren Abteilen werden Fenster eingeschlagen, damit sich Menschen ins Freie retten können. In Panik fliehen viele bergwärts in den Tunnel - und damit in den sicheren Tod, da die Flammen wie durch einen Kamin mit hohem Tempo Richtung Alpinzentrum rasen. Nur 12 Menschen fliehen zum unteren Tunnelausgang und überleben die Katastrophe. 150 Personen aus der "Kitzsteingams", drei Personen im Alpinzentrum und zwei Personen in der talwärts fahrenden Garnitur "Gletscherdrache" verbrennen oder ersticken in der Rauchgaswolke.
 
Das Feuer ist im führerlosen Ende des Zuges ausgebrochen, nach Augenzeugenberichten bereits vor der Einfahrt in den Tunnel. Als der Zug zum Stehen kommt dauert es noch geraume Zeit, bis sich die Türen öffnen lassen. In den unteren Abteilen werden Fenster eingeschlagen, damit sich Menschen ins Freie retten können. In Panik fliehen viele bergwärts in den Tunnel - und damit in den sicheren Tod, da die Flammen wie durch einen Kamin mit hohem Tempo Richtung Alpinzentrum rasen. Nur 12 Menschen fliehen zum unteren Tunnelausgang und überleben die Katastrophe. 150 Personen aus der "Kitzsteingams", drei Personen im Alpinzentrum und zwei Personen in der talwärts fahrenden Garnitur "Gletscherdrache" verbrennen oder ersticken in der Rauchgaswolke.
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Um 9.10 Uhr geht der Alarm beim Roten Kreuz ein, die ersten Rettungskräfte können aber nicht an die Unglücksstelle vorrücken. Um 9.29 Uhr wird Großalarm gegeben. Elf Helikopter fliegen ein. Nur mit schwerem Atemschutz kommen Feuerwehrleute im verqualmten Tunnel voran. Die Männer dringen von unten und oben sowie von einem Seitenstollen in den Tunnel ein. Doch erst nach Stunden kommen sie zum ausgebrannten Zug.
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Um 09:10 Uhr geht der Alarm beim Roten Kreuz ein, die ersten Rettungskräfte können aber nicht an die Unglücksstelle vorrücken. Um 9.29 Uhr wird Großalarm gegeben. Elf Helikopter fliegen ein. Nur mit schwerem Atemschutz kommen Feuerwehrleute im verqualmten Tunnel voran. Die Männer dringen von unten und oben sowie von einem Seitenstollen in den Tunnel ein. Doch erst nach Stunden kommen sie zum ausgebrannten Zug.
    
Am [[15. November]] um 15.00 Uhr wird das letzte Opfer aus dem Tunnel geborgen. Insgesamt 92 Österreicher, 37 Deutsche, acht Amerikaner, zehn Japaner, vier Slowenen, zwei Holländer, ein Engländer und ein Tscheche sterben. Von den 155 Toten sind 31 unter 18 Jahren.
 
Am [[15. November]] um 15.00 Uhr wird das letzte Opfer aus dem Tunnel geborgen. Insgesamt 92 Österreicher, 37 Deutsche, acht Amerikaner, zehn Japaner, vier Slowenen, zwei Holländer, ein Engländer und ein Tscheche sterben. Von den 155 Toten sind 31 unter 18 Jahren.
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[[Kategorie:Geschichte|Gletscherbahn Kaprun, Brandkastastrophe der]]
 
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[[Kategorie:Sonstiges|Gletscherbahn Kaprun, Brandkastastrophe der]]
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[[Kategorie:Ereignisse|Gletscherbahn Kaprun, Brandkastastrophe der]]
 
[[Kategorie:Katastrophen|Gletscherbahn Kaprun, Brandkastastrophe der]]
 
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[[Kategorie:Pinzgau|Gletscherbahn Kaprun, Brandkastastrophe der]]
 
[[Kategorie:Pinzgau|Gletscherbahn Kaprun, Brandkastastrophe der]]
 
[[Kategorie:Brand|Gletscherbahn Kaprun, Brandkastastrophe der]]
 
[[Kategorie:Brand|Gletscherbahn Kaprun, Brandkastastrophe der]]