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==Übersicht Salzburg==
 
==Übersicht Salzburg==
Salzburg, das bis [[1803]] unter der Herrschaft seiner [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischöfe]] gestanden war, wurde 1803 [[Säkularisation|säkularisiert]] (also von einem geistlichen in ein weltliches Fürstentum umgewandelt) und zusammen mit den ebenfalls säkularisierten Fürstentümern [[Berchtesgadener Land|Berchtesgaden]] (vorher [[Fürstpropstei Berchtesgaden|Fürstpropstei]]), Passau und Eichstätt (vorher Fürstbistümer) unter die Herrschaft des vormaligen Großherzogs von Toskana, nunmehrigen [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürsten]] [[Ferdinand III.|Ferdinand III. von Toskana]] gestellt. Dessen Bruder, der römisch-deutsche [[Kaiser Franz II./I.]], erhob das Fürstentum Salzburg kurz darauf zum Herzogtum.
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Salzburg, das bis [[1803]] unter der Herrschaft seiner [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischöfe]] gestanden war, wurde 1803 [[Säkularisation|säkularisiert]] (also von einem geistlichen in ein weltliches Fürstentum umgewandelt) und zusammen mit den ebenfalls säkularisierten Fürstentümern [[Berchtesgadener Land|Berchtesgaden]] (vorher [[Fürstpropstei Berchtesgaden|Fürstpropstei]]), Passau und Eichstätt (vorher Fürstbistümer) unter die Herrschaft des vormaligen Großherzogs von Toskana, nunmehrigen [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürsten]] [[Ferdinand III. von Toskana]] gestellt. Dessen Bruder, der römisch-deutsche [[Kaiser Franz II./I.]], erhob das Fürstentum Salzburg kurz darauf zum Herzogtum.
    
[[1805]]/[[1806|06]] (Friede von Pressburg) kam das Herzogtum Salzburg mit dem [[Berchtesgadener Land|Fürstentum Berchtesgaden]] zum Kaisertum Österreich.  
 
[[1805]]/[[1806|06]] (Friede von Pressburg) kam das Herzogtum Salzburg mit dem [[Berchtesgadener Land|Fürstentum Berchtesgaden]] zum Kaisertum Österreich.  
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Schön im zwischen Frankreich und Kaiser Franz II./I. geschlossenen Pariser Vertrag vom [[26. Dezember]] [[1802]] war vereinbart worden, dass Großherzog Ferdinand III. von Toskana, Bruder des Kaisers, als Entschädigung für den Verlust der Toskana auch den Großteil des Bistums Eichstätt erhalten sollte.
 
Schön im zwischen Frankreich und Kaiser Franz II./I. geschlossenen Pariser Vertrag vom [[26. Dezember]] [[1802]] war vereinbart worden, dass Großherzog Ferdinand III. von Toskana, Bruder des Kaisers, als Entschädigung für den Verlust der Toskana auch den Großteil des Bistums Eichstätt erhalten sollte.
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Die Durchführung der Verträge von Lunéville und Paris erfolgte im „Reichsdeputationshauptschluss“ von 1803. Dabei wurde das Herzogtum Salzburg – das jedoch die Exklave [[Mühldorf am Inn]] verlor – mit Passau, Eichstätt und Berchtesgaden [[Ferdinand III.|Ferdinand III. von Toskana]] zugleich mit der Kurfürstenwürde zugesprochen.  
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Die Durchführung der Verträge von Lunéville und Paris erfolgte im „Reichsdeputationshauptschluss“ von 1803. Dabei wurde das Herzogtum Salzburg – das jedoch die Exklave [[Mühldorf am Inn]] verlor – mit Passau, Eichstätt und Berchtesgaden Ferdinand III. von Toskana zugleich mit der Kurfürstenwürde zugesprochen.  
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Am [[11. Februar]] [[1803]] dankte Erzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] als Landesfürst ab, vier Tage später trat Kurfürst Ferdinand die Herrschaft in Salzburg an.
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Am [[11. Februar]] [[1803]] dankte Erzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] als Landesfürst ab, vier Tage später trat Kurfürst Ferdinand III. von Toskana die Herrschaft in Salzburg an.
    
Im Juli 1803 erhob Kaiser Franz II. das Fürstentum Salzburg zum Herzogtum<ref>“Kurfürst“ war eine reichsrechtliche Funktion, die zu dem Herrschertitel „König“, Herzog“ usw. hinzutrat und protokollarisch zwischen König und Herzog stand; sie ersetzte die Einordnung des Territoriums als Königreich, Herzogtum, Fürstentum usw. nicht.</ref>.  
 
Im Juli 1803 erhob Kaiser Franz II. das Fürstentum Salzburg zum Herzogtum<ref>“Kurfürst“ war eine reichsrechtliche Funktion, die zu dem Herrschertitel „König“, Herzog“ usw. hinzutrat und protokollarisch zwischen König und Herzog stand; sie ersetzte die Einordnung des Territoriums als Königreich, Herzogtum, Fürstentum usw. nicht.</ref>.  
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Die Regierungszeit des Kurfürsten begann viel versprechend und war z. B. mit der Errichtung einer [[Medizinische Fakultät der Universität Salzburg|medizinischen Fakultät]] in Salzburg verbunden. Doch schon nach 2½ Jahren fiel Salzburg an Österreich (als kleine Entschädigung für die Gebietsverluste, die Österreich nach der verlorenen Schlacht von Austerlitz, Mähren, heute Tschechien, hinnehmen musste). Kurfürst Ferdinand III. wurde dafür mit dem Großherzogtum Würzburg entschädigt, das er allerdings ebenfalls nur wenige Jahre regieren durfte.  
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Die Regierungszeit des Kurfürsten begann viel versprechend und war z. B. mit der Errichtung einer [[Medizinische Fakultät der Universität Salzburg|medizinischen Fakultät]] in Salzburg verbunden. Doch schon nach 2½ Jahren fiel Salzburg an Österreich (als kleine Entschädigung für die Gebietsverluste, die Österreich nach der verlorenen Schlacht von Austerlitz, Mähren, heute Tschechien, hinnehmen musste). Kurfürst Ferdinand III. von Toskana wurde dafür mit dem Großherzogtum Würzburg entschädigt, das er allerdings ebenfalls nur wenige Jahre regieren durfte.  
    
==1806 bis 1809 (österreichische Herrschaft)==
 
==1806 bis 1809 (österreichische Herrschaft)==
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=====Kunstraub in Salzburg=====
 
=====Kunstraub in Salzburg=====
Nach den Franzosen und Ferdinand von Toskana verschleppten die Bayern und zuletzt die Wiener Zentralmacht Salzburger Wertgegenstände.  
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Nach den Franzosen und Ferdinand III. von Toskana verschleppten die Bayern und zuletzt die Wiener Zentralmacht Salzburger Wertgegenstände.  
    
Als sich nach dem Vertrag von [[Ried im Innkreis|Ried]] ([[1813]]), in dem das bisher mit Napoleon verbündete Bayern die Seite wechselte, der Verlust Salzburgs abzeichnete, trachtete die Regierung noch rasch so viel wie möglich aus dem Land heraus zu pressen.  
 
Als sich nach dem Vertrag von [[Ried im Innkreis|Ried]] ([[1813]]), in dem das bisher mit Napoleon verbündete Bayern die Seite wechselte, der Verlust Salzburgs abzeichnete, trachtete die Regierung noch rasch so viel wie möglich aus dem Land heraus zu pressen.  
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Nachdem schon [[Ferdinand III.|Kurfürst Ferdinand]], die Franzosen und die Österreicher Kunstgegenstände, Bibliotheken und Archivalien aus Salzburg verschleppt hatten, führten die Bayern weitere Bestände fort. Öffentliche Gebäude wurden verkauft und wertvolle Liegenschaften wie die [[Hofbräu Kaltenhausen|Hofbrauerei in Kaltenhausen]] und die [[Marmor]]steinbrüche am [[Untersberg]], teilweise durch vordatierte Urkunden, in den Besitz der Wittelsbacher übertragen. Die Epoche der bayerischen Herrschaft hinterließ deshalb trotz ihres hoffnungsvollen Beginns in Salzburg einen teilweise bitteren Nachgeschmack.
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Nachdem schon Kurfürst Ferdinand III. von Toskana, die Franzosen und die Österreicher Kunstgegenstände, Bibliotheken und Archivalien aus Salzburg verschleppt hatten, führten die Bayern weitere Bestände fort. Öffentliche Gebäude wurden verkauft und wertvolle Liegenschaften wie die [[Hofbräu Kaltenhausen|Hofbrauerei in Kaltenhausen]] und die [[Marmor]]steinbrüche am [[Untersberg]], teilweise durch vordatierte Urkunden, in den Besitz der Wittelsbacher übertragen. Die Epoche der bayerischen Herrschaft hinterließ deshalb trotz ihres hoffnungsvollen Beginns in Salzburg einen teilweise bitteren Nachgeschmack.
    
==1816 bis 1848 (Der Salzachkreis als 5. Kreis von Österreich ob der Enns) ==
 
==1816 bis 1848 (Der Salzachkreis als 5. Kreis von Österreich ob der Enns) ==

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