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[Nr. 79, Fanny Koblers, * 1796; † 1886, eigene Schrift:] ''Liebe Fanni! Wie mich das glüklich macht heute 8 Tag dich in Geselschaft der guten Mutter'' [Spängler] ''und erfahrene Frau zu wissen kann ich dir nicht beschreiben, nach dem dein Befinden Gott sey Dank immer so gut als es unter diesen Umständen seyn kann ist, so wird alles gut vorüber geh’n. Mein Befinden ist zimmlich gut, daher kannst du auch in dieser Beziehung ruhig sein. Laschanzki'' [Laschensky] ''seine Frau wird auch schon im März entbunden; es [geht] gut soviel ich von seiner Mutter höre welche dich vielmals grüßen läßt. Frau v: Bauernfeind'' [Paurnfeind] ''ist von Reumatischenschmerz im Fuß schon 8 Wochen im Bett. Wenn dein Wuzl Gethauft und eingewikelt ist, so [gib ihm] einen lan lange[n], lange[n] Kuß von mir, was würde ich darum geben wenn ich bey euch sein könnte. Lebe wohl liebe Fanni, grüße deinen Mann. Meine Augen erlauben mir nicht länger zu schreiben. Fanni.''
 
[Nr. 79, Fanny Koblers, * 1796; † 1886, eigene Schrift:] ''Liebe Fanni! Wie mich das glüklich macht heute 8 Tag dich in Geselschaft der guten Mutter'' [Spängler] ''und erfahrene Frau zu wissen kann ich dir nicht beschreiben, nach dem dein Befinden Gott sey Dank immer so gut als es unter diesen Umständen seyn kann ist, so wird alles gut vorüber geh’n. Mein Befinden ist zimmlich gut, daher kannst du auch in dieser Beziehung ruhig sein. Laschanzki'' [Laschensky] ''seine Frau wird auch schon im März entbunden; es [geht] gut soviel ich von seiner Mutter höre welche dich vielmals grüßen läßt. Frau v: Bauernfeind'' [Paurnfeind] ''ist von Reumatischenschmerz im Fuß schon 8 Wochen im Bett. Wenn dein Wuzl Gethauft und eingewikelt ist, so [gib ihm] einen lan lange[n], lange[n] Kuß von mir, was würde ich darum geben wenn ich bey euch sein könnte. Lebe wohl liebe Fanni, grüße deinen Mann. Meine Augen erlauben mir nicht länger zu schreiben. Fanni.''
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Dieser Brief liegt ausnahmsweise in weiße Schachtel Nr. 3 (Inhaltsverz. liegt oben); von ihm sind Fotos in der Datei "FamArchiv" und Text und Fotos habe ich für Salzburgwiki.at (Kobler-Spängler-Briefe) verwendet. Die anderen Kobler-Briefe liegen in der Spängler-Holzkiste.
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Dieser Brief liegt ausnahmsweise in weiße Schachtel Nr. 3 (Inhaltsverz. liegt oben); von ihm sind Fotos in der Datei "FamArchiv" und Text und Fotos habe ich für SALZBURGWIKI.at (Kobler-Spängler-Briefe) verwendet. Die anderen Kobler-Briefe liegen in der Spängler-Holzkiste.
 
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Ohne Ortsangabe [Salzburg], 3. Dezember 1876 [zusammengebunden mit den Briefen von 1853; siehe dort] auf einfachem Briefpapier ein Brief des Salzburger Erzbischofs Albert Eder an Nr. 18 Franz Spängler, *1839; † 1912:<br />''Dilectissime Amice! Das liebe Briefchen dto Wien 15. Nov.'' <small>[Franz Spänglers Brief]</small> ''erhielt ich auf meiner Rückreise von [[Trentino|Trient]] am 18. zu [[Reith bei Kitzbühel|Reith]] bei [[Brixlegg]], woselbst ich am 19. den sonntägl. Gottesdienst und darauf die Spendung der hl. Firmung übernommen hatte. Die Gratulation zu meinem Namenstage traf aber dennoch früh genug ein, weil ich hinfüro [fernerhin] meinen Taufnamenstag den [[2. April]] feiern werde; es ist dieß üblich, wenn ein Ordensmann als Bischof einer Diöcese eingesetzt wird. Am 7.'' <small>[11. 1876]</small> ''hatte ich die Consekration der [[Pfarrkirche Taxenbach|Pfarrkirche]] von [[Taxenbach]], am 8. Firmung in [[Fieberbrunn]], am 9. dto'' <small>[gleiches]</small> ''in [[St. Johann in Tirol]], am 10. in [[Kitzbühel]], 11. in [[Kirchberg in Tirol|Kirchberg]] 12. zu [[Brixen im Thale|Brixen im Brixenthal]], am 13. zu [[Westendorf]], 14. zu [[Hopfgarten im Brixental|Hopfgarten]], am 15. und 16. war ich in Trient auf Besuch des Fürstbischofs v. Riccabona <ref>[Benedikt von Riccabona, Bischof von Trient/Trentino von 1861 bis 1879; Trient war [[Suffraganbistum]] von Salzburg 1825 bis 1920</ref> und des Bischofs Coadj. Maller, am 16. abends u. 17. bis Mittag in Brixen, 17. abends u. 18. vormittags in Innsbruck. – Am 20. hatte ich die Firmung in [[Rattenberg]], am 21. in [[Kundl]], am 22. in [[Kössen]], am 23. hielt ich'' <small>[mich]</small> ''in [[Saalfelden]], am 24. in [[Zell am See]] auf, am 25. hatte ich die Firmung in Taxenbach, am 26. in [[Rauris]], am 27. Kirchweih und Firmung in [[Wildbad Gastein|Wildbadgastein]], am 28. Firmung in [[Hofgastein]], 29. dto in [[Dorfgastein]] und abends 6 Uhr desselben Tages gelangte ich nach Salzburg heim. Im Ganzen hatte ich 5676 Firmlingen die hl. Firmung gespendet. Te unacum uxore Tua amicissime salutans Deique protectioni Vos commendans perenno. Vobis in Xto addictissimus amicus'' <small>[Dich samt deiner Frau als sehr guter Freund grüßend empfehle ich Euch dem immerwährenden Schutz Gottes. Euch in Christo gewidmet von dem Freund]</small> ''F. Al Archiep. 3/12 [1]876.''
 
Ohne Ortsangabe [Salzburg], 3. Dezember 1876 [zusammengebunden mit den Briefen von 1853; siehe dort] auf einfachem Briefpapier ein Brief des Salzburger Erzbischofs Albert Eder an Nr. 18 Franz Spängler, *1839; † 1912:<br />''Dilectissime Amice! Das liebe Briefchen dto Wien 15. Nov.'' <small>[Franz Spänglers Brief]</small> ''erhielt ich auf meiner Rückreise von [[Trentino|Trient]] am 18. zu [[Reith bei Kitzbühel|Reith]] bei [[Brixlegg]], woselbst ich am 19. den sonntägl. Gottesdienst und darauf die Spendung der hl. Firmung übernommen hatte. Die Gratulation zu meinem Namenstage traf aber dennoch früh genug ein, weil ich hinfüro [fernerhin] meinen Taufnamenstag den [[2. April]] feiern werde; es ist dieß üblich, wenn ein Ordensmann als Bischof einer Diöcese eingesetzt wird. Am 7.'' <small>[11. 1876]</small> ''hatte ich die Consekration der [[Pfarrkirche Taxenbach|Pfarrkirche]] von [[Taxenbach]], am 8. Firmung in [[Fieberbrunn]], am 9. dto'' <small>[gleiches]</small> ''in [[St. Johann in Tirol]], am 10. in [[Kitzbühel]], 11. in [[Kirchberg in Tirol|Kirchberg]] 12. zu [[Brixen im Thale|Brixen im Brixenthal]], am 13. zu [[Westendorf]], 14. zu [[Hopfgarten im Brixental|Hopfgarten]], am 15. und 16. war ich in Trient auf Besuch des Fürstbischofs v. Riccabona <ref>[Benedikt von Riccabona, Bischof von Trient/Trentino von 1861 bis 1879; Trient war [[Suffraganbistum]] von Salzburg 1825 bis 1920</ref> und des Bischofs Coadj. Maller, am 16. abends u. 17. bis Mittag in Brixen, 17. abends u. 18. vormittags in Innsbruck. – Am 20. hatte ich die Firmung in [[Rattenberg]], am 21. in [[Kundl]], am 22. in [[Kössen]], am 23. hielt ich'' <small>[mich]</small> ''in [[Saalfelden]], am 24. in [[Zell am See]] auf, am 25. hatte ich die Firmung in Taxenbach, am 26. in [[Rauris]], am 27. Kirchweih und Firmung in [[Wildbad Gastein|Wildbadgastein]], am 28. Firmung in [[Hofgastein]], 29. dto in [[Dorfgastein]] und abends 6 Uhr desselben Tages gelangte ich nach Salzburg heim. Im Ganzen hatte ich 5676 Firmlingen die hl. Firmung gespendet. Te unacum uxore Tua amicissime salutans Deique protectioni Vos commendans perenno. Vobis in Xto addictissimus amicus'' <small>[Dich samt deiner Frau als sehr guter Freund grüßend empfehle ich Euch dem immerwährenden Schutz Gottes. Euch in Christo gewidmet von dem Freund]</small> ''F. Al Archiep. 3/12 [1]876.''
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Die genannten Ortschaften in Tirol gehörten damals zur [[Salzburger Kirchenprovinz]]. Die Reise, vor allem nach Trient, war sicherlich nur möglich, nachdem die Brennerbahn 1867 eingeweiht worden war. Es scheint eine der ersten, vielleicht die erste größere Reise des am 22. Oktober 1876 neu geweihten Erzbischofs zu sein mit einer bemerkenswerten Fülle von Terminen [entspr. Text von mir in Salzburgwiki.at eingefügt, April 2011, unter "[[Franz de Paula Albert Eder]]"].
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Die genannten Ortschaften in Tirol gehörten damals zur [[Salzburger Kirchenprovinz]]. Die Reise, vor allem nach Trient, war sicherlich nur möglich, nachdem die Brennerbahn 1867 eingeweiht worden war. Es scheint eine der ersten, vielleicht die erste größere Reise des am 22. Oktober 1876 neu geweihten Erzbischofs zu sein mit einer bemerkenswerten Fülle von Terminen [entspr. Text von mir in SALZBURGWIKI.at eingefügt, April 2011, unter "[[Franz de Paula Albert Eder]]"].
 
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