| | Im [[16. Jahrhundert]] sicherte sich das [[Domkapitel]] großes Grundeigentum im Lungau neben der [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]] und dem [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerstift St. Peter]]. Zu großer Bedeutung kam das Geschlecht der [[Herren von Moosham]]. Im ausgehenden [[Mittelalter]] prägten [[Samer]], [[Sauschneider]] und der [[Zauberer Jackl]] die Geschichte. | | Im [[16. Jahrhundert]] sicherte sich das [[Domkapitel]] großes Grundeigentum im Lungau neben der [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]] und dem [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerstift St. Peter]]. Zu großer Bedeutung kam das Geschlecht der [[Herren von Moosham]]. Im ausgehenden [[Mittelalter]] prägten [[Samer]], [[Sauschneider]] und der [[Zauberer Jackl]] die Geschichte. |
| | [[1918]] berichtet das "[[Salzburger Volksblatt]]" von schweren Unwettern am [[18. Juli]]:<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19180719&seite=3&zoom=33&query=%22Stubachtal%22&ref=anno-search ANNO], "Salzburger Volksblatt", Ausgabe vom 19. Juli 1918, Seite 3</ref> | | [[1918]] berichtet das "[[Salzburger Volksblatt]]" von schweren Unwettern am [[18. Juli]]:<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19180719&seite=3&zoom=33&query=%22Stubachtal%22&ref=anno-search ANNO], "Salzburger Volksblatt", Ausgabe vom 19. Juli 1918, Seite 3</ref> |
| − | <blockquote>Schweres Unwetter im Lungau. Wie uns ein Drahtbericht meldet, ist Donnerstag nachmittags über einen Teil des Lungaues ein schweres, mit Hagelschlag verbundenes Gewitter niedergegangen, das bedeutenden Schaden angerichtet hat. Die faustgroßen Schlossen, die ein Gewicht bis zehn Deka erreichten, zerschlugen die Feldfrüchte, vernichteten alles Obst und zertrümmerten stellenweise die Dächer der Häuser. Das [[Hochwasser]] der [[Mur]] und ihrer Nebenflüsse hat an einzelnen Stellen den Damm der [[Murtalbahn]] unterwaschen, so daß der Eisenbahnverkehr nur bis zu der Haltestelle Pretlitz möglich ist. Die Wiederherstellung des Bahnkörpers wird mehrere Tage in Anspruch nehmen.— Aus [[St. Michael im Lungau]] wird uns weiter berichtet: Donnerstag von fünf bis sechs Uhr abends ging über Mur, [[St. Michael-Land (Gemeinde)|St. Michael-Land]] und -Markt ein fürchterliches [[Hagel]]wetter nieder. Es erstreckte sich von [[Muhr|Mur]] und [[Oberweißburg]] längst des Marktes über den Hollersberg in der Richtung [[Ramingstein]]. Der Hagel dauerte eine halbe Stunde und die Schlossen fielen dicht in der Größe einer Kinderfaust. Sämtliche Eternit- und Ziegeldächer wurden zerschlagen, ebenso die meisten Fensterscheiben. Die Gärten, Getreidefelder, Kartoffel- und Krautäcker sind völlig vernichtet. Der Schaden ist noch nicht zu übersehen. In [[Pichlern (St. Margarethen im Lungau)|Pichlern]] schlug der [[Blitz]] in das Anwesen' des Meismister, vulgo Rader, ein, das vollkommen niederbrannte, über [[Lasaberg (Gemeinde)|Lasaberg]] bei [[Ramingstein]] ging nach dem Hagelschlag ein Wolkenbruch nieder. Um die | + | <blockquote>''Schweres Unwetter im Lungau. Wie uns ein Drahtbericht meldet, ist Donnerstag nachmittags über einen Teil des Lungaues ein schweres, mit Hagelschlag verbundenes Gewitter niedergegangen, das bedeutenden Schaden angerichtet hat. Die faustgroßen Schlossen, die ein Gewicht bis zehn Deka erreichten, zerschlugen die Feldfrüchte, vernichteten alles Obst und zertrümmerten stellenweise die Dächer der Häuser. Das [[Hochwasser]] der [[Mur]] und ihrer Nebenflüsse hat an einzelnen Stellen den Damm der [[Murtalbahn]] unterwaschen, so daß der Eisenbahnverkehr nur bis zu der Haltestelle Pretlitz möglich ist. Die Wiederherstellung des Bahnkörpers wird mehrere Tage in Anspruch nehmen.— Aus [[St. Michael im Lungau]] wird uns weiter berichtet: Donnerstag von fünf bis sechs Uhr abends ging über Mur, [[St. Michael-Land (Gemeinde)|St. Michael-Land]] und -Markt ein fürchterliches [[Hagel]]wetter nieder. Es erstreckte sich von [[Muhr|Mur]] und [[Oberweißburg (St. Michael im Lungau)|Oberweißburg]] längst des Marktes über den Hollersberg in der Richtung [[Ramingstein]]. Der Hagel dauerte eine halbe Stunde und die Schlossen fielen dicht in der Größe einer Kinderfaust. Sämtliche Eternit- und Ziegeldächer wurden zerschlagen, ebenso die meisten Fensterscheiben. Die Gärten, Getreidefelder, Kartoffel- und Krautäcker sind völlig vernichtet. Der Schaden ist noch nicht zu übersehen. In [[Pichlern (St. Margarethen im Lungau)|Pichlern]] schlug der [[Blitz]] in das Anwesen' des Meismister, vulgo Rader, ein, das vollkommen niederbrannte, über [[Lasaberg (Gemeinde)|Lasaberg]] bei [[Ramingstein]] ging nach dem Hagelschlag ein Wolkenbruch nieder. Um die vernichteten Getreidefelder wenigstens noch mit Rüben usw. bebauen zu können, ist eine Hilfsaktion zur Zuweisung von Samen und sonstigem Saatgut dringend nötig, ebenso die Zuweisung von Lebensmitteln, da die Bevölkerung schon einige Zeit ohne Brot und Mehl ist und die gerade jetzt doppelt dringenden Arbeiten sonst nicht mehr geleistet werden könnten.</blockquote> |