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Die '''Geschichte des Lungaus''' beginnt mit Spuren der Besiedelung in der [[Jungsteinzeit]] etwa 4.000 bis 1.900 vor Christus.
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Die '''Geschichte des Lungaus''' beginnt mit Spuren der Besiedelung in der [[Jungsteinzeit]] etwa 4000 bis 1900 vor Christus.
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==Die Wurzeln==
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== Urnenfelderkultur ==
Der Fund eines Messers im [[Stodergrundgraben]] nahe der steirischen Grenze belegt diese frühe Besiedlung des [[Lungau]]s. Vereinzelte Funde bei [[Tweng]] aus der [[Urnenfelderkultur|Urnenfelderzeit]] (1.250 bis 750 v. Chr.) und einige Bronzeschmuckstücke aus der späten [[Hallstattzeit]] 750 bis 450 v. Chr. in einem Grab bei [[Ramingstein]] sind weitere Spuren der Besiedlung.
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Der Fund eines Messers im [[Stodergrundgraben]] nahe der [[Steiermark|steirischen]] Grenze belegt diese frühe Besiedlung des [[Lungau]]s. Vereinzelte Funde bei [[Tweng]] aus der [[Urnenfelderkultur|Urnenfelderzeit]] (1250 bis 750 v. Chr.) und einige Bronzeschmuckstücke aus der späten [[Hallstattzeit]] 750 bis 450 v. Chr. in einem Grab bei [[Ramingstein]] sind weitere Spuren der Besiedlung.
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==Die Kelten und Römer==
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== Kelten und Römer==
Dann fand man vereinzelte Spuren von [[Kelten]] aus der Latènezeit (450 v. Chr. bis Christi Geburt) wie in Edenfest bei [[Bundschuh]]. Beim [[Tauernfriedhof]] am [[Radstädter Tauernpass]] wurde ein keltisches Hufeisen gefunden. Das belegt die frühe Benutzung dieses [[Tauern]]passes.
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Dann fand man vereinzelte Spuren von [[Kelten]] aus der [[La-Tène-Zeit]] (450 v. Chr. bis Christi Geburt) wie in Edenfest bei [[Bundschuh]]. Beim [[Tauernfriedhof]] am [[Radstädter Tauernpass]] wurde ein keltisches Hufeisen gefunden. Das belegt die frühe Benutzung dieses [[Tauern]]passes.
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Den Kelten folgten die [[Römer]], die vor allem [[Römische Meilensteine|Meilensteine]] entlang der [[Untere Straße|"Unteren Straße"]]. Bei [[Moosham (Unternberg)|Moosham]] fand man bei Ausgrabungen die römische Straßenstation ''Immurium''. Dabei wurden zwölf Gebäude ausgraben, darunter die Post- und Rastation (''mansio'') aus der Zeit von Kaiser Tiberius (14 bis 37 n. Chr.). Auch Wohnhäuser, die bereits mit Bädern mit Warmluftheizungen (''Hypokausten'') ausgestattet waren. Die Bewohner lebten überwiegend von der Beherbergung Durchreisender. Daneben gab es Handwerk (Bronzegießerei und tuchweberei).
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Den Kelten folgten die [[Römer]], die vor allem [[Römische Meilensteine|Meilensteine]] entlang der [[Untere Straße|"Unteren Straße"]] hinterließen. Bei [[Moosham (Unternberg)|Moosham]] fand man bei Ausgrabungen die römische Straßenstation ''Immurium''. Dabei wurden zwölf Gebäude ausgraben, darunter die Post- und Raststation (''mansio'') aus der Zeit von Kaiser Tiberius (14 bis 37 n. Chr.). Auch Wohnhäuser, die bereits mit Bädern mit Warmluftheizungen (''Hypokausten'') ausgestattet waren. Die Bewohner lebten überwiegend von der Beherbergung Durchreisender. Daneben gab es Handwerk (Bronzegießerei und Tuchweberei).
    
== Slawische Besiedlung ==
 
== Slawische Besiedlung ==
Dann versiegen schriftliche Quellen über die weitere Entwicklung des Lungaus. Erst mit dem Eindringen slawischer Stämme Ende des [[6. Jahrhundert]]s finden sich wieder Aufzeichnungen. Zahlreiche Ortsnamen gehen auf slawische Wortwurzeln zurück: Fanning lässt sich aus dem slawischen Wort ''Ban'' (auch ''Baian'') ableiten, das eine slawische Würdebezeichnung darstellt. Da man ''Fanning'' sowohl bei [[Mariapfarr]] als auch in der Nähe von Klagenfurt ([[Kärnten]]) fand, ist es nicht ausgeschlossen, dass bei Fanning ein slawischer Würdenträger lebte. Diese Theorie wird auch dadurch unterstützt, als das [[Weißpriachtal]], an dessen südlichem Ende Fanning liegt, zu jener Zeit als Passübergang in die [[Forstau]] über den [[Oberhüttensattel]] benutzt wurde (und nicht der Radstädter Tauern!). Somit war Fanning an einem wichtigen Ort gelegen.
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Dann versiegen schriftliche Quellen über die weitere Entwicklung des Lungaus. Erst mit dem Eindringen slawischer Stämme Ende des [[6. Jahrhundert]]s finden sich wieder Aufzeichnungen. Zahlreiche Ortsnamen gehen auf slawische Wortwurzeln zurück: [[Fanningberg (Mauterndorf)|Fanning]] lässt sich aus dem slawischen Wort ''Ban'' (auch ''Baian'') ableiten, das eine slawische Würdebezeichnung darstellt. Da man ''Fanning'' sowohl bei [[Mariapfarr]] als auch in der Nähe von Klagenfurt ([[Kärnten]]) fand, ist es nicht ausgeschlossen, dass bei Fanning ein slawischer Würdenträger lebte. Diese Theorie wird auch dadurch unterstützt, als das [[Weißpriachtal]], an dessen südlichem Ende Fanning liegt, zu jener Zeit als Passübergang in die [[Forstau]] über den [[Oberhüttensattel]] benutzt wurde (und nicht der [[Radstädter Tauern]]!). Somit war Fanning an einem wichtigen Ort gelegen.
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Unter den [[Slawen]] war der Lungau Teil des slawischen Reiches ''Karantanien'' (woher auch das Wort ''Kärnten'' stammt). Unter Bischof [[Virgil]] begann die Christianisierung des Lungaus. Erste Missionsstationen errichtete der Chorbischof (Landbischof) [[Modestus]] in Kärnten und der Obersteiermark. Nach seinem Tod kam es zu Aufständen der heidnisch gebliebenen Bevölkerungsteile, die von Baiernherzog [[Tassilo III.]] niedergeschlagen wurden ([[772]]). Dies war der Beginn der bayerischen Herrschaft über Gebiete südlich des [[Alpenhauptkamm]]es. Die slawischen Fürsten wurden schließlich [[828]] durch bayerische Grenzgrafen abgelöst.
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Unter den [[Slawen]] war der Lungau Teil des slawischen Reiches [[Karantanien]] (woher auch das Wort "Kärnten" stammt). Unter Bischof [[Virgil]] begann die Christianisierung des Lungaus. Erste Missionsstationen errichtete der Chorbischof (Landbischof) [[Modestus]] in Kärnten und der Obersteiermark. Nach seinem Tod kam es zu Aufständen der heidnisch gebliebenen Bevölkerungsteile, die von [[Baiernherzöge in Salzburg|Baiernherzog]] [[Tassilo III.]] niedergeschlagen wurden ([[772]]). Dies war der Beginn der bayerischen Herrschaft über Gebiete südlich des [[Alpenhauptkamm]]es. Die slawischen Fürsten wurden schließlich [[828]] durch bayerische Grenzgrafen abgelöst.
    
== Christianisierung ==
 
== Christianisierung ==
Allerdings finden sich so gut wie keine Aufzeichnungen über die Bekehrungsmaßnahmen im Lungau selbst. Selbst die wichtigste Quelle der [[Salzburger Missionsgeschichte]], die ''Bekehrungsgeschichte der Bayern und Karantanen ([[Conversio Bagoariorum et Carantanorum]])'' erwähnt darüber nichts. Spekulationen über diesen Zeitabschnitt lassen lediglich ein Deckenfresko in der [[Filialkirche Althofen]] bei Mariapfarr von [[Gregor Lederwasch IV.]] zu. Eine Inschrift mit der Jahreszahl [[754]] verrät ''Vom Bischof von Maria Saal Gott geweiht''. Jedenfalls wird die Kirche von Mariapfarr in einer Urkunde aus dem Jahre [[923]] als die ''Mutterkirche des gesamten Lungaus'' genannt. Diese Urkunde ist die älteste Urkunde, die es aus dem Lungau gibt!
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Allerdings finden sich so gut wie keine Aufzeichnungen über die Bekehrungsmaßnahmen im Lungau selbst. Selbst die wichtigste Quelle der [[Salzburger Missionsgeschichte]], die "Bekehrungsgeschichte der Bayern und Karantanen (''[[Conversio Bagoariorum et Carantanorum]]'')" erwähnt darüber nichts. Spekulationen über diesen Zeitabschnitt lassen lediglich ein Deckenfresko in der [[Filialkirche Althofen]] in Mariapfarr von [[Gregor Lederwasch IV.]] zu. Eine Inschrift mit der Jahreszahl [[754]] verrät "vom Bischof von Maria Saal Gott geweiht". Jedenfalls wird die [[Wallfahrtsbasilika zu Unserer Lieben Frau]] von Mariapfarr in einer Urkunde aus dem Jahre [[923]] als die "Mutterkirche des gesamten Lungaus" genannt. Diese Urkunde ist die älteste Urkunde, die es aus dem Lungau gibt!
    
==Der Lungau kommt zum Erzbistum==
 
==Der Lungau kommt zum Erzbistum==
Am [[24. Dezember]] [[1002]] schenkte König Heinrich II. den Lungau dem Salzburger Erzbischof [[Hartwig]]; in dieser Schenkungsurkunde wird [[Mauterndorf]] erstmals urkundlich erwähnt, das somit zu den ältesten Orten des Lungaus gehört.  
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Am [[24. Dezember]] [[1002]] schenkte König Heinrich II. den Lungau dem Salzburger [[Erzbischof]] [[Hartwig]]. In dieser Schenkungsurkunde wird [[Mauterndorf]] erstmals urkundlich erwähnt, das somit zu den ältesten Orten des Lungaus gehört.  
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Im [[15. Jahrhundert]] setzte die Wallfahrt zur [[Wallfahrtskirche St. Leonhard bei Tamsweg]] ein.
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Im [[15. Jahrhundert]] setzte die [[Wallfahrt]] zur [[Wallfahrtskirche St. Leonhard bei Tamsweg]] ein.
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Im [[16. Jahrhundert]] sicherte sich das [[Domkapitel]] großes Grundeigentum im Lungau neben dem [[Benediktinenstift Nonnberg]] und dem [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerstift St. Peter]]. Zu großer Bedeutung kam das Geschlecht der [[Herren von Moosham]]. Im ausgehenden [[Mittelalter]] prägten [[Samer]], [[Sauschneider]] und der [[Zauberer Jackl]] die Geschichte.
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Im [[16. Jahrhundert]] sicherte sich das [[Domkapitel]] großes Grundeigentum im Lungau neben der [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]] und dem [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerstift St. Peter]]. Zu großer Bedeutung kam das Geschlecht der [[Herren von Moosham]]. Im ausgehenden [[Mittelalter]] prägten [[Samer]], [[Sauschneider]] und der [[Zauberer Jackl]] die Geschichte.
    
==Bergbau==
 
==Bergbau==
Trotz der geografischen Abgeschiedenheit des Lungaus vom übrigen [[Erzbistum Salzburg|Erzbistum]] gelangte ein sehr bescheidener Wohlstand mit dem Einsetzen des [[Bergbau]]s ([[Goldbergbau]], [[Silbererzbergbau]], [[Hüttrauch]] und [[Eisenerzbergbau|Eisenerz]]) ab dem [[13. Jahrhundert]].
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Trotz der geografischen Abgeschiedenheit des Lungaus vom übrigen [[Erzbistum Salzburg|Erzbistum]] gelangte ein sehr bescheidener Wohlstand mit dem Einsetzen des [[Bergbau]]s ([[Goldbergbau]], [[Silbererzbergbau]], [[Arsenkies|Hüttrauch]], [[Blei]] und [[Eisenerzbergbau|Eisenerz]]) ab dem [[13. Jahrhundert]].
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Erzbischof [[Konrad IV. von Fohnsdorf]] erteilte am [[20. Mai]] [[1287]] seinem im Lungau begüterten [[Domkapitel]] ein Privileg: Wo sie auf ihren Besitzungen im Lungau oder anderwärts Gold-, Silber- oder andere Metalladern entdecken werden, müssen sie dem Erzbischof von den Erträgen nicht nur den ''Fangpfennig'' bezahlen, sondern auch die einem Grundherrn "schuldigen Rechte" (= jeder 40. Kübel an gewonnenem Erz) bezahlen.<ref>Quelle [[Mosaiksteine zur Geschichte Gasteins und seiner Salzburger Umgebung. Bergbau - Badewesen - Bauwerke - Ortsnamen - Biografien - Chronologie]], Seite 57</ref>
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Erzbischof [[Konrad IV. von Fohnsdorf]] erteilte am [[20. Mai]] [[1287]] seinem im Lungau begüterten [[Domkapitel]] ein Privileg: Wo sie auf ihren Besitzungen im Lungau oder anderwärts Gold-, Silber- oder andere Metalladern entdecken werden, müssen sie dem Erzbischof von den Erträgen nicht nur den "[[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#F|Fangpfennig]]" bezahlen, sondern auch die einem Grundherrn "schuldigen Rechte" (= jeder 40. Kübel an gewonnenem Erz) bezahlen.<ref>"[[Mosaiksteine zur Geschichte Gasteins und seiner Salzburger Umgebung. Bergbau - Badewesen - Bauwerke - Ortsnamen - Biografien - Chronologie]]", Seite 57</ref>
    
==Industrialisierung==
 
==Industrialisierung==
Die Industrialisierung ging am Lungau vorbei. Die Erschließung der Gaue durch die Eisenbahn wurde ins [[Gasteinertal]] und durch die [[Erzherzogin-Giselabahn]] in den [[Pinzgau]] gelenkt. Als [[1894]] die [[Taurachbahn]] eröffnet wurde, die den Lungau mit der [[Steiermark]] verband, konnte man allerdings auch keinen spürbaren Aufschwung feststellen. Der [[Radstädter Tauernpass]] blieb die einzige Verkehrsverbindung mit Salzburg, dessen Überquerung von [[Radstadt]] nach [[Mauterndorf]] in der Postkutsche immer noch sieben Stunden in Anspruch nahm.  
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Die Industrialisierung ging am Lungau vorbei. Die Erschließung der Gaue durch die [[Eisenbahngeschichte im Bundesland Salzburg|Eisenbahn]] wurde ins [[Gasteinertal]] und durch die [[Erzherzogin-Giselabahn]] in den [[Pinzgau]] gelenkt. Als [[1894]] die [[Taurachbahn]] eröffnet wurde, die den Lungau mit der [[Steiermark]] verband, konnte man allerdings auch keinen spürbaren Aufschwung feststellen. Der Radstädter Tauernpass blieb die einzige Verkehrsverbindung mit Salzburg, dessen Überquerung von [[Radstadt]] nach [[Mauterndorf]] in der Postkutsche immer noch sieben Stunden in Anspruch nahm.  
    
==Das 19. Jahrhundert==
 
==Das 19. Jahrhundert==
[[1841]] kam es zu einem riesigen Waldbrand im Lungau: von [[Ramingstein]] ausgehend, brennen die Wälder vier bis fünf Wegstunden bis nach [[St. Margarethen im Lungau]]; Ramingstein wird dabei völlig vernichtet, ebenso die [[Burg Finstergrün]], nur die Kirche bleibt unversehrt; 1.300 Joch Gemeindehochwald sind dabei den Flammen zum Opfer gefallen;
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[[1841]] kam es zu einem riesigen Waldbrand im Lungau: von [[Ramingstein]] ausgehend, brannten die Wälder vier bis fünf Wegstunden bis nach [[St. Margarethen im Lungau]]; Ramingstein wurde dabei völlig vernichtet, ebenso die [[Burg Finstergrün]], nur die Kirche bleibt unversehrt; 1&nbsp;300 Joch Gemeindehochwald sind dabei den Flammen zum Opfer gefallen;
    
==Das 20. Jahrhundert==
 
==Das 20. Jahrhundert==
 
Eine besondere Rolle kam [[Margit Gräfin Szápáry]] für die soziale Entwicklung des Lungaus in der ersten Hälfte des [[20. Jahrhundert]]s im Rahmen der [[Katholische Frauenorganisation Salzburg|Katholischen Frauenorganisation Salzburg]] (KFO) zu, in welcher sie auf Diözesan-, Dekanats- und Pfarrebene tätig war. Die heutige Nachfolgeorganisation der KFO ist die [[Katholische Frauenbewegung]].
 
Eine besondere Rolle kam [[Margit Gräfin Szápáry]] für die soziale Entwicklung des Lungaus in der ersten Hälfte des [[20. Jahrhundert]]s im Rahmen der [[Katholische Frauenorganisation Salzburg|Katholischen Frauenorganisation Salzburg]] (KFO) zu, in welcher sie auf Diözesan-, Dekanats- und Pfarrebene tätig war. Die heutige Nachfolgeorganisation der KFO ist die [[Katholische Frauenbewegung]].
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Im [[20. Jahrhundert]] schließlich führte der Ausbau der [[Radstädter Tauernstraße]] zu einer deutlichen wirtschaftlichen Verbesserung und schließlich wurde durch die Eröffnung in den [[1970er]] Jahren der [[Tauernautobahn]] die Isolierung des Lungaus endgültig beseitigt.
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Im [[20. Jahrhundert]] schließlich führte der Ausbau der [[Radstädter Tauernstraße]] zu einer deutlichen wirtschaftlichen Verbesserung und schließlich wurde durch die Eröffnung in den [[1970er]]-Jahren der [[Tauernautobahn]] die Isolierung des Lungaus endgültig beseitigt.
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[[1918]] berichtet das "[[Salzburger Volksblatt]]" von schweren Unwettern am [[18. Juli]]:<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19180719&seite=3&zoom=33&query=%22Stubachtal%22&ref=anno-search ANNO], "Salzburger Volksblatt", Ausgabe vom 19. Juli 1918, Seite 3</ref>
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<blockquote>Schweres Unwetter im Lungau. Wie uns ein Drahtbericht meldet, ist Donnerstag nachmittags über einen Teil des Lungaues ein schweres, mit Hagelschlag verbundenes Gewitter niedergegangen, das bedeutenden Schaden angerichtet hat. Die faustgroßen Schlossen, die ein Gewicht bis zehn Deka erreichten, zerschlugen die Feldfrüchte, vernichteten alles Obst und zertrümmerten stellenweise die Dächer der Häuser. Das [[Hochwasser]] der [[Mur]] und ihrer Nebenflüsse hat an einzelnen Stellen den Damm der [[Murtalbahn]] unterwaschen, so daß der Eisenbahnverkehr nur bis zu der Haltestelle Pretlitz möglich ist. Die Wiederherstellung des Bahnkörpers wird mehrere Tage in Anspruch nehmen.— Aus [[St. Michael im Lungau]] wird uns weiter berichtet: Donnerstag von fünf bis sechs Uhr abends ging über Mur, [[St. Michael-Land (Gemeinde)|St. Michael-Land]] und -Markt ein fürch­terliches [[Hagel]]wetter nieder. Es erstreckte sich von [[Muhr|Mur]] und [[Oberweißburg]] längst des Marktes über den Hollersberg in der Richtung [[Ramingstein]]. Der Hagel dauerte eine halbe Stunde und die Schlossen fielen dicht in der Größe einer Kinderfaust. Sämtliche Eternit- und Ziegeldächer wurden zerschlagen, ebenso die meisten Fensterscheiben. Die Gärten, Getreidefelder, Kartoffel- und Krautäcker sind völlig vernichtet. Der Schaden ist noch nicht zu übersehen. In [[Pichlern (St. Margarethen im Lungau)|Pichlern]] schlug der [[Blitz]] in das Anwesen' des Meismister, vulgo Rader, ein, das vollkommen niederbrannte, über [[Lasaberg (Gemeinde)|Lasaberg]] bei [[Ramingstein]] ging nach dem Hagelschlag ein Wolkenbruch nieder. Um die
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vernichteten Getreidefelder wenigstens noch mit Rüben usw. be­bauen zu können, ist eine Hilfsaktion zur Zuweisung von Samen und sonstigem Saatgut dringend nötig, ebenso die Zu­weisung von Lebensmitteln, da die Bevölkerung schon einige Zeit ohne Brot und Mehl ist und die gerade jetzt doppelt drin­genden Arbeiten sonst nicht mehr geleistet werden könnten.</blockquote>
    
==Quelle==
 
==Quelle==
* ''Salzburg Archiv'', Band 25, 1998, ''Reisen im Lungau'', [[Heinz Dopsch]]: '' Der Lungau: Salzburger Land im Süden der Tauern''
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* [[Salzburg Archiv]], Band 25, 1998, "Reisen im Lungau", [[Heinz Dopsch]]: "Der Lungau: Salzburger Land im Süden der Tauern"
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== Einzelnachweis ==
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== Einzelnachweise ==
 
<references/>
 
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[[Kategorie:Lungau]]
 
[[Kategorie:Lungau]]
 
[[Kategorie:Geschichte]]
 
[[Kategorie:Geschichte]]

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