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| | == Leben == | | == Leben == |
| − | Der auch als Maler Benedikt bekannte Salzburger Barockkünstler wurde 1755 zum Kammerportier und Hofmaler ernannt. Mit dem [[Salzbergwerk Dürrnberg|Salzbergwerk]]- und [[Saline Hallein|Salinen]]<nowiki>bilderzyklus</nowiki> in [[Hallein]] malte er ein wichtiges Zeugnis der Industriemalerei des Spätbarocks. Diese 72 Bilder befinden sich in den [[Fürstenzimmer (Hallein)|Fürstenzimmern]] in der ehemaligen Salinenverwaltung, dem heutigen [[Keltenmuseum]].
| + | Benedikt Werkstätter wurde von Vikar Samuel Pruner in der [[Stadtpfarrkirche zum heiligen Nikolaus|Neumarkter Pfarrkirche]] getauft. Sein Vater war Hauptmann, seine Mutter Maria Holzmeister war die ledige Bauerntochter vom Holzmanngut in Hagenroid, [[Wertheim (Neumarkt am Wallersee)|Wertheim]] 36. |
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| − | Er hatte auch eine große Ansicht der Stadt Salzburg gemalt, die sich im [[Schloss Mirabell]] befand. Diese und seine Altarbilder in der [[St. Sebastianskirche]] verbrannten jedoch beim großen [[Stadtbrand Salzburg 1818|Stadtbrand]] [[1818]]. | + | Bereits als junger Mann lernte den Künstler [[Josef Andrä Eisl]] kennen und bewunderte dessen Werke. Ab [[1735]] war Werkstätter in der [[Stadt Salzburg]] ansässig, wo er als Geselle beim Maler Wolfgang Spieß arbeitete. |
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| | + | Am [[21. Februar]] [[1735]] heiratete Werkstätter die um sieben Jahre jüngere Euphrosina Krug aus [[St. Wolfgang]]. |
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| | + | Werkstätter fand Arbeit beim Kirchenausstatter Franz Xaver König, wo er sich bereits einen Namen schuf. [[1736]] wurde er Meister und erwarb die Konzession als selbständiger Maler. Der häufig nur als Maler Benedikt bekannte Salzburger Barockkünstler wurde [[1755]] zum Kammerportier und Hofmaler ernannt. Mit dem [[Salzbergwerk Dürrnberg|Salzbergwerk]]- und [[Saline Hallein|Salinen]]<nowiki>bilderzyklus</nowiki> in [[Hallein]] malte er ein wichtiges Zeugnis der Industriemalerei des Spätbarocks. Diese 72 Bilder befinden sich in den [[Fürstenzimmer (Hallein)|Fürstenzimmern]] in der ehemaligen Salinenverwaltung, dem heutigen [[Keltenmuseum]]. Er hatte auch eine große Ansicht der Stadt Salzburg gemalt, die sich im [[Schloss Mirabell]] befand. Diese und seine Altarbilder in der [[St. Sebastianskirche]] verbrannten jedoch beim großen [[Stadtbrand Salzburg 1818|Stadtbrand]] [[1818]]. |
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| | + | Werkstätter wohnte zusammen mit seiner Frau und seiner Mutter an der [[Judengasse]] in der [[Salzburger Altstadt]], wo er auch sein Atelier hatte. |
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| | + | Zwischen [[1737]] und [[1755]] gebar seine Frau 15 Kinder, von denen jedoch nicht alle überlebten. Nachdem Werkstätter bereits einen gewissen Ruhm erlangt hatte, gab es als Taufpaten stets prominente Salzburger. Für ein Kind übernahm der [[Domdechant]] und späterer [[Fürsterzbischof]] [[Sigismund Christoph Graf Schrattenbach]] das Patenamt. |
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| | + | Benedikt Werkstätter starb im [[St. Johanns-Spital]] im Alter von 65 Jahren. |
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| | == Ehrungen == | | == Ehrungen == |
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| | * 1757/58: Halleiner Salzbergwerks- und Salinenbilderzyklus | | * 1757/58: Halleiner Salzbergwerks- und Salinenbilderzyklus |
| | * Hochaltarbild der [[Pfarrkirche St. Sigismund]] in [[Strobl]] | | * Hochaltarbild der [[Pfarrkirche St. Sigismund]] in [[Strobl]] |
| − | * 1770: ''[[Die Sieben Heiligen Zufluchten]]'', seit [[1985]] in der [[Friedhofskapelle Neumarkt am Wallersee]] | + | * 1770: "[[Die Sieben Heiligen Zufluchten]]", seit [[1985]] in der [[Friedhofskapelle Neumarkt am Wallersee]] |
| | + | * [[St. Nikolauskirche Felben|Nikolauskirche]] in [[Mittersill]]-Felben: Ein großes Fresko an der nördlichen Seitenwand |
| | + | * Altargemälde des St.-Georgs-Altar in der [[Pfarrkirche Thalgau]] |
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| | === weitere Bilder aus den Fürstenzimmern in Hallein === | | === weitere Bilder aus den Fürstenzimmern in Hallein === |
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| − | ==Quelle== | + | ==Quellen== |
| | + | * [[Franz-Paul Enzinger]]: "Benedikt Werkstätter, Malerfürst aus Neumarkt." in: "[[Stadtinfo Neumarkt am Wallersee]]", Mai 2022, Ausgabe 2/2022, Seiten 22–24 |
| | *{{Quelle Kulturlexikon}} | | *{{Quelle Kulturlexikon}} |
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