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=== Ereignisse ===
 
=== Ereignisse ===
=== Erklärung von Verspätungen ===
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Anlassfall war am [[24. Juli]] 2024 eine 45minütige Verspätung eines railjets von [[Salzburg Hauptbahnhof]] nach Wien (planmäßige Abfahrt 09:11 Uhr) mit planmäßiger Abfahrt um 09:29 Uhr in Neumarkt am Wallersee. Zehn Minuten vor der planmäßigen Abfahrt gab es eine Lautsprecherdurchsage am Bahnhof Neumarkt, dass der railjet RJ549 nach Wien voraussichtlich zehn bis 20 Minuten verspätet sein wird. Fünf Minuten später – 09:24 Uhr – eine weitere Durchsage, dass der Zug voraussichtlich 40 bis 50 Minuten verspätet sein wird. Tatsächlich Abfahrt dann von Neumarkt um 10:14 Uhr.
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Wie kam es zu dieser Verspätung? Der nächste Regelzug hatte bereits um 10:29 Uhr in Neumarkt Abfahrt. [[Peter Krackowizer]] hatte bei Mag. Robert Mosser, Pressesprecher ÖBB Salzburg nachgefragt.<ref>E-Mail am 25. Juli 2024 von Mag. Mosser an Peter Krackowizer</ref>
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Die Garnitur des RJ549 kommt planmäßig 22 Minuten vor der Abfahrt nach Wien um 08:49 Uhr am [[Salzburg Hauptbahnhof]] als RJ540 aus Wien an. Das ist in der Regel ausreichend für eine sogenannte Wende und die planmäßige Abfahrt nach Wien um 09:11 Uhr. Diese getakteten Umläufe ermöglichen den effizienten Einsatz der Zuggarnituren. Am 24. Juli 2024 war beim RJ540 im Bereich von [[Bahnhof Hallwang-Elixhausen]] eine technische Störung aufgetreten. Der Triebfahrzeugführer konnte diese beheben und erreichte den Salzburger Hauptbahnhof mit einer Verspätung von 31 Minuten um 09:20 Uhr. Mit einer möglichen, schnellen Wendezeit hätte die Garnitur dann als RJ549 mit ca. 15–20 Minuten Verspätung Salzburg wieder Richtung Wien verlassen. Leider wurde am Salzburger Hauptbahnhof festgestellt, dass die Lok wegen des vorher aufgetretenen Defekts umgespannt (ausgewechselt) werden musste. Dieser Vorgang benötigte trotz des bemühten Einsatzes der ÖBB-Mitarbeiter auch Zeit. Somit konnte die Garnitur den Salzburger Hauptbahnhof erst um 09:55 Uhr verlassen und hatte Neumarkt mit 45 Minuten Verspätung erreicht. Es ist nachvollziehbar, dass die Situation für Wartende am Bahnsteig aufgrund der sich erhöhenden Verspätung ärgerlich ist und die Durchsage "aufgrund einer Störung am Zug" nicht diese Details bieten kann. Wie Mag. Mosser weiters mitteilte, waren bisher im Juli 2024 durchschnittlich neun von zehn Railjets in Neumarkt pünktlich unterwegs.
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Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im vergangenen Jahr (2023) insgesamt 494 Millionen Fahrgäste und mehr als 78 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Auf der [[Westbahnstrecke]] im Bereich von Neumarkt am Wallersee waren täglich durchschnittlich 300 Personen- und Güterzüge unterwegs. Durch den seit Jahren sehr erfreulichen – teils auch durch steigendes Umweltbewusstsein und die Einführung des Klimatickets zu erklärenden – starken Anstieg der Fahrgäste und die damit erhöhte Zahl an Verbindungen wird die Infrastruktur immer stärker ausgelastet. Je stärker aber eine Infrastruktur ausgelastet wird, desto höher sind die Auswirkungen kleiner Störungen auf die Pünktlichkeit.
      
==== 2024: Ein ÖBB-railjet-Lokführer in Neumarkt am Wallersee zu halten ====
 
==== 2024: Ein ÖBB-railjet-Lokführer in Neumarkt am Wallersee zu halten ====
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Ein paar Minuten vor der Durchfahrt des railjets mit voller Geschwindigkeit hatte ein langsam fahrender Güterzug den Bahnhof Neumarkt passiert. Hätte in dieser Situation eine Gefahr für den railjet bestanden? Mag. Mosser beruhigt und teilte dazu mit, dass der railjet verpflichtend mit dem sogenannten ETCS – dem "European Train Control System" – ausgestattet ist. Wäre das Signal auf "Halt" gestanden, hätte der Zug vollautomatisch eine Zwangsbremsung eingelegt und wäre noch vor diesem Signal zum Stehen gekommen. Der von beobachtete Güterzug hatte den nächsten Blockabschnitt bereits verlassen – sonst wäre dem Lokführer und damit auch dem automatischen Zugbeeinflussungssystem eben nicht "Frei" sondern "Halt" signalisiert worden. Hätte der Lokführer dann nicht rechtzeitig auf das rote Lichtsignal reagiert, hätte das Zugbeeinflussungssystem die Zwangsbremsung eingeleitet.
 
Ein paar Minuten vor der Durchfahrt des railjets mit voller Geschwindigkeit hatte ein langsam fahrender Güterzug den Bahnhof Neumarkt passiert. Hätte in dieser Situation eine Gefahr für den railjet bestanden? Mag. Mosser beruhigt und teilte dazu mit, dass der railjet verpflichtend mit dem sogenannten ETCS – dem "European Train Control System" – ausgestattet ist. Wäre das Signal auf "Halt" gestanden, hätte der Zug vollautomatisch eine Zwangsbremsung eingelegt und wäre noch vor diesem Signal zum Stehen gekommen. Der von beobachtete Güterzug hatte den nächsten Blockabschnitt bereits verlassen – sonst wäre dem Lokführer und damit auch dem automatischen Zugbeeinflussungssystem eben nicht "Frei" sondern "Halt" signalisiert worden. Hätte der Lokführer dann nicht rechtzeitig auf das rote Lichtsignal reagiert, hätte das Zugbeeinflussungssystem die Zwangsbremsung eingeleitet.
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=== Erklärung von Verspätungen ===
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Anlassfall war am [[24. Juli]] 2024 eine 45minütige Verspätung eines railjets von [[Salzburg Hauptbahnhof]] nach Wien (planmäßige Abfahrt 09:11 Uhr) mit planmäßiger Abfahrt um 09:29 Uhr in Neumarkt am Wallersee. Zehn Minuten vor der planmäßigen Abfahrt gab es eine Lautsprecherdurchsage am Bahnhof Neumarkt, dass der railjet RJ549 nach Wien voraussichtlich zehn bis 20 Minuten verspätet sein wird. Fünf Minuten später – 09:24 Uhr – eine weitere Durchsage, dass der Zug voraussichtlich 40 bis 50 Minuten verspätet sein wird. Tatsächlich Abfahrt dann von Neumarkt um 10:14 Uhr.
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Wie kam es zu dieser Verspätung? Der nächste Regelzug hatte bereits um 10:29 Uhr in Neumarkt Abfahrt. [[Peter Krackowizer]] hatte bei Mag. Robert Mosser, Pressesprecher ÖBB Salzburg nachgefragt.<ref>E-Mail am 25. Juli 2024 von Mag. Mosser an Peter Krackowizer</ref>
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Die Garnitur des RJ549 kommt planmäßig 22 Minuten vor der Abfahrt nach Wien um 08:49 Uhr am [[Salzburg Hauptbahnhof]] als RJ540 aus Wien an. Das ist in der Regel ausreichend für eine sogenannte Wende und die planmäßige Abfahrt nach Wien um 09:11 Uhr. Diese getakteten Umläufe ermöglichen den effizienten Einsatz der Zuggarnituren. Am 24. Juli 2024 war beim RJ540 im Bereich von [[Bahnhof Hallwang-Elixhausen]] eine technische Störung aufgetreten. Der Triebfahrzeugführer konnte diese beheben und erreichte den Salzburger Hauptbahnhof mit einer Verspätung von 31 Minuten um 09:20 Uhr. Mit einer möglichen, schnellen Wendezeit hätte die Garnitur dann als RJ549 mit ca. 15–20 Minuten Verspätung Salzburg wieder Richtung Wien verlassen. Leider wurde am Salzburger Hauptbahnhof festgestellt, dass die Lok wegen des vorher aufgetretenen Defekts umgespannt (ausgewechselt) werden musste. Dieser Vorgang benötigte trotz des bemühten Einsatzes der ÖBB-Mitarbeiter auch Zeit. Somit konnte die Garnitur den Salzburger Hauptbahnhof erst um 09:55 Uhr verlassen und hatte Neumarkt mit 45 Minuten Verspätung erreicht. Es ist nachvollziehbar, dass die Situation für Wartende am Bahnsteig aufgrund der sich erhöhenden Verspätung ärgerlich ist und die Durchsage "aufgrund einer Störung am Zug" nicht diese Details bieten kann. Wie Mag. Mosser weiters mitteilte, waren bisher im Juli 2024 durchschnittlich neun von zehn Railjets in Neumarkt pünktlich unterwegs.
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Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im vergangenen Jahr (2023) insgesamt 494 Millionen Fahrgäste und mehr als 78 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Auf der [[Westbahnstrecke]] im Bereich von Neumarkt am Wallersee waren täglich durchschnittlich 300 Personen- und Güterzüge unterwegs. Durch den seit Jahren sehr erfreulichen – teils auch durch steigendes Umweltbewusstsein und die Einführung des Klimatickets zu erklärenden – starken Anstieg der Fahrgäste und die damit erhöhte Zahl an Verbindungen wird die Infrastruktur immer stärker ausgelastet. Je stärker aber eine Infrastruktur ausgelastet wird, desto höher sind die Auswirkungen kleiner Störungen auf die Pünktlichkeit.
    
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