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==Standort==
 
==Standort==
 
Die Pflanze lebt ''„herdenweise“'' und bevorzugt frische, feuchte und humusreiche Böden in Wäldern und auf Heideland. Auf Kalk reagiert sie mit Sterilität und ist somit als Kalkflüchter zu bezeichnen. Sie ist selbst ein wichtiger Humusbildner, verschlechtert aber den Boden durch Entwicklung von übersäuertem Roh-Humus und Ortssteinbildung.
 
Die Pflanze lebt ''„herdenweise“'' und bevorzugt frische, feuchte und humusreiche Böden in Wäldern und auf Heideland. Auf Kalk reagiert sie mit Sterilität und ist somit als Kalkflüchter zu bezeichnen. Sie ist selbst ein wichtiger Humusbildner, verschlechtert aber den Boden durch Entwicklung von übersäuertem Roh-Humus und Ortssteinbildung.
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==Ökologisches==
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Die Raupen vieler Falterarten benötigen die Heidelbeersträucher genauso als Futterpflanze, wie die grünen Heidelbeertriebe für bestimmte Wildtierarten wichtig sind. Sie  sind im Winterhalbjahr vor allem für jene Tiere, die wegen ihrer Größe an Baum- oder Buschfrüchte nicht so leicht herankommen, eine unverzichtbare Nahrungsquelle. Hier sind [[Auerhuhn]] und [[Fuchs]] zu erwähnen, der wegen des Fuchsbandwurmes auch in einem unliebsamen Zusammenhang mit den Heidelbeeren steht.
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==Heilkräftige Pflanzenteile==
 
==Heilkräftige Pflanzenteile==
 
Die Heilwirkung von Beeren (Fructus Myrtilli) und Blättern (Folia Myrtilli) ist offizinell ("amtlich" bestätigt). Für die Anwendung in der Volksmedizin werden selten auch die Wurzeln ausgegraben. Die Blätter müssen unbedingt vor der Fruchtreife (der Beeren) gesammelt werden, da der Heilstoff Myrtillin zum Zeitpunkt der Beerenreife in den Blättern nicht mehr vorhanden ist. Werden Blätter und reife Beeren „in einem“ gesammelt, was der Einfachheit halber häufig vorkommt, ist der Blätter-Teekur der Misserfolg gewiss. Heidelbeerblätter-Tee wird in der Volksmedizin bei Zuckerkrankheit (Diabetes Mellitus) angewandt, ist aber wegen der Wirkungslosigkeit durch obiges Verhalten in Misskredit gekommen, was darauf verweist, wie entscheidend der Sammelzeitpunkt sein kann.  
 
Die Heilwirkung von Beeren (Fructus Myrtilli) und Blättern (Folia Myrtilli) ist offizinell ("amtlich" bestätigt). Für die Anwendung in der Volksmedizin werden selten auch die Wurzeln ausgegraben. Die Blätter müssen unbedingt vor der Fruchtreife (der Beeren) gesammelt werden, da der Heilstoff Myrtillin zum Zeitpunkt der Beerenreife in den Blättern nicht mehr vorhanden ist. Werden Blätter und reife Beeren „in einem“ gesammelt, was der Einfachheit halber häufig vorkommt, ist der Blätter-Teekur der Misserfolg gewiss. Heidelbeerblätter-Tee wird in der Volksmedizin bei Zuckerkrankheit (Diabetes Mellitus) angewandt, ist aber wegen der Wirkungslosigkeit durch obiges Verhalten in Misskredit gekommen, was darauf verweist, wie entscheidend der Sammelzeitpunkt sein kann.  
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