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Die '''Urnenfelderkultur''' (1.250 bis 750 v. Chr.) ist eine kulturelle Periode der Endstufe der prähistorischen [[Bronzezeit]], die sich bis in die frühe [[Hallstattzeit]] erstreckt und von der angenommen wird, dass sie Niederschlag einer Wanderung ist, die ''Dorische'' oder auch ''Illyrische Wanderung'' genannt wird.
 
Die '''Urnenfelderkultur''' (1.250 bis 750 v. Chr.) ist eine kulturelle Periode der Endstufe der prähistorischen [[Bronzezeit]], die sich bis in die frühe [[Hallstattzeit]] erstreckt und von der angenommen wird, dass sie Niederschlag einer Wanderung ist, die ''Dorische'' oder auch ''Illyrische Wanderung'' genannt wird.
 
==Allgemeines==
 
==Allgemeines==
Die Urnenfelderkultur ist eine kulturelle Phase der Spätbronzezeit und fällt auch in die [[HallstattzeitHallstattperiode A und B]]. Sie ist nach der damals gängigen Bestattungssitte benannt. Da die Brandbestattung und die Beisetzung in Urnen aber auch in anderen zeitlichen Perioden und Kulturen vorkommen, wurden für die Urnenfelderkultur zusätzlich kennzeichnende Kriterien, wie bestimmte Bronze- und Keramikformen, definiert.  
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Die Urnenfelderkultur ist eine kulturelle Phase der Spätbronzezeit und fällt auch in die Hallstattperiode A und B. Sie ist nach der damals gängigen Bestattungssitte benannt. Da die Brandbestattung und die Beisetzung in Urnen aber auch in anderen zeitlichen Perioden und Kulturen vorkommen, wurden für die Urnenfelderkultur zusätzlich kennzeichnende Kriterien, wie bestimmte Bronze- und Keramikformen, definiert.
Die Verbreitung der Urnenfelderkultur erstreckte sich über weite Teile Europas, wobei zwischen einem östlichen und einem westlichen Kulturkreis unterschieden und innerhalb dieser Kulturkreise regionale Ausformungen beschrieben werden. Das Bundesland Salzburg wird der oberbayrisch-salzburgisch-südoberösterreichischen Gruppe im westlichen Urnenfelderkulturkreis zugerechnet.  
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Die Verbreitung der Urnenfelderkultur erstreckte sich über weite Teile Europas, wobei zwischen einem östlichen und einem westlichen Kulturkreis unterschieden und innerhalb dieser Kulturkreise regionale Ausformungen beschrieben werden. Das [[Bundesland Salzburg]] wird der oberbayrisch-salzburgisch-südoberösterreichischen Gruppe im westlichen Urnenfelderkulturkreis zugerechnet.  
 
=====Die Urnenfelderkultur kennzeichnende Bestattungsriten=====
 
=====Die Urnenfelderkultur kennzeichnende Bestattungsriten=====
 
Die Toten wurden samt den Grabbeigaben auf einem Scheiterhaufen verbrannt und die Überreste des Leichenbrandes in Tonurnen beigesetzt. Diese Bestattungen erfolgten teilweise zu Hunderten nebeneinander (Urnenfelder), wofür u.a. das Gräberfeld bei Kelheim in Deutschland Beispiel geben, während [[Das hallstattzeitliche Gräberfeld bei Uttendorf im Pinzgau]] und das [[Gräberfeld auf dem Pestfriedhof in Bischofshofen]] größtenteils erst nach dieser Kulturperiode entstanden sind.
 
Die Toten wurden samt den Grabbeigaben auf einem Scheiterhaufen verbrannt und die Überreste des Leichenbrandes in Tonurnen beigesetzt. Diese Bestattungen erfolgten teilweise zu Hunderten nebeneinander (Urnenfelder), wofür u.a. das Gräberfeld bei Kelheim in Deutschland Beispiel geben, während [[Das hallstattzeitliche Gräberfeld bei Uttendorf im Pinzgau]] und das [[Gräberfeld auf dem Pestfriedhof in Bischofshofen]] größtenteils erst nach dieser Kulturperiode entstanden sind.
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=====Die Urnenfelderkultur kennzeichnende Bronzegegenstände=====
 
=====Die Urnenfelderkultur kennzeichnende Bronzegegenstände=====
 
Kennzeichnende Waffenformen sind mittel- bis endständige Lappenbeile, Lanzenspitzen, Vollgriffschwerter, Dolche, Messer mit stark gewölbtem Rücken, sowie Messer mit Ringgriff oder kurzer Griffzunge. Bei den Pfeilspitzen dominieren solche mit Tülle und Widerhaken. Als  Bronzeschmuck dieser  Periode wurden Nadeln mit unterschiedlichster Kopfform, schwer gerippte Armringe und scheibenförmige Gürtelschließen mit Hakenfortsatz hergestellt. Erstmalig in Österreich treten in der Urnenfelderzeit Bronzefibeln auf.
 
Kennzeichnende Waffenformen sind mittel- bis endständige Lappenbeile, Lanzenspitzen, Vollgriffschwerter, Dolche, Messer mit stark gewölbtem Rücken, sowie Messer mit Ringgriff oder kurzer Griffzunge. Bei den Pfeilspitzen dominieren solche mit Tülle und Widerhaken. Als  Bronzeschmuck dieser  Periode wurden Nadeln mit unterschiedlichster Kopfform, schwer gerippte Armringe und scheibenförmige Gürtelschließen mit Hakenfortsatz hergestellt. Erstmalig in Österreich treten in der Urnenfelderzeit Bronzefibeln auf.
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==Urnenfelderkultur im Bundesland Salzburg==
 
==Urnenfelderkultur im Bundesland Salzburg==
 
Der Urnenfelderkultur zugerechnete Funde sind von zahlreichen archäologischen Fundorten in allen Bezirken des Landes bekannt. Lediglich im Lungau konnte bisher nur eine einzige Fundstelle beschrieben werden.  
 
Der Urnenfelderkultur zugerechnete Funde sind von zahlreichen archäologischen Fundorten in allen Bezirken des Landes bekannt. Lediglich im Lungau konnte bisher nur eine einzige Fundstelle beschrieben werden.  
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