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Einarbeiten der Daten 2015 aus der Umfrage und der Wertschöpfungsanalyse 2016
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Insgesamt besuchten 278 978 Personen die Festspiele im Sommer 2012, also rund 38 000 Personen bezahlten für ihren Eintritt nicht.  
 
Insgesamt besuchten 278 978 Personen die Festspiele im Sommer 2012, also rund 38 000 Personen bezahlten für ihren Eintritt nicht.  
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Es drei Benezif-Generalproben, drei ins Große Festspielhaus verlegte  Benefiz-Open-Air-Veranstaltungen, 42 Sonderveranstaltungen und 22 Einlass- und Generalproben als Zusatzveranstaltungen zu den eigentlichen Festspielen. Die Festspiele selbst boten 251 Vorstellungen. Die Benefizveranstaltungen hätten laut Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler 270.000 Euro gebracht, wovon 60.000 für den Neubau ''Radauerstadel'' des [[Tageshospiz Kleingmainerhof|Tageshospiz Kleingmainerhof]] gespendet wurden. Die Karteneinnahmen hätten den budgetierten Betrag um 1,4 Mill. Euro übertroffen. Die Einnahmen aus Sponsoring waren um 1,5 Mill. Euro höher als budgetiert<ref name="SN2012"></ref>.
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Es drei Benezif-Generalproben, drei ins Große Festspielhaus verlegte  Benefiz-Open-Air-Veranstaltungen, 42 Sonderverans<ref</ref>taltungen und 22 Einlass- und Generalproben als Zusatzveranstaltungen zu den eigentlichen Festspielen. Die Festspiele selbst boten 251 Vorstellungen. Die Benefizveranstaltungen hätten laut Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler 270.000 Euro gebracht, wovon 60.000 für den Neubau ''Radauerstadel'' des [[Tageshospiz Kleingmainerhof|Tageshospiz Kleingmainerhof]] gespendet wurden. Die Karteneinnahmen hätten den budgetierten Betrag um 1,4 Mill. Euro übertroffen. Die Einnahmen aus Sponsoring waren um 1,5 Mill. Euro höher als budgetiert<ref name="SN2012"></ref>.
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== Daten 2015 ==
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Die Grundlage für die Im Sommer publizierten Berechnungen bildete eine Besucher-Befragung 2015, an der über 3.000 FestspielbesucherInnen teilnahmen.
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Die Ergebnisse: "Hoher Stammgästeanteil": 80% der Festspielbesucher waren Stammgäste. Sie besuchten das Festival mindestens sechs Mal; über zwei Drittel der Gäste gaben an, das Festival jedes Jahr zu besuchen. Der Anteil der Stammgäste ist daher überdurchschnittlich groß, denn weit über die Hälfte der BesucherInnen hatten die Festspiele bereits mindestens zehn Mal besucht. Ein Fünftel hatte 2015 das Festival zwischen einem und fünf Mal besucht, ein Zwanzigstel (5%) waren Neukunden. "Urlaubsmotiv Salzburger Festspiele": 95% der befragten Festspielgäste statteten allein wegen der Festspiele Salzburg einen Besuch ab. "FestspielbesucherInnen bleiben länger": Sie bleiben überdies länger als der durchschnittliche Stadt Salzburg-Gast (Schnitt: Sechs Tage). Der Gesamtdurchschnitt aller in der Stadt Salzburg nächtigenden Touristen lag übers Jahr gerechnet bei 1,7 Tagen. Die Aufenthaltsdauer der außerhalb der Stadt Salzburg nächtigenden FestivalbesucherInnen betrug dagegen rund zehn Tage und dabei spielten auch weitere Urlaubsmotive eine Rolle. Ein Festspielgast kommt selten allein": Bei den Festspielbesuchern kamen mehr als die Hälfte "zu zweit". Im Schnitt besuchte jeder Gast fünf Vorstellungen. "Größte Besuchergruppe kommt aus Deutschland": Etwas mehr mehr als 41 % der FestspielbesucherInnen kamen aus Deutschland, 38% aus Österreich. "Stabile Tagesausgaben": Festspielgäste sind verlässlicher Umsatzbringer u.a. für die Hotellerie (79% wohnten während ihres Aufenthalts bei einem gewerblichen Unterkunftsgeber, davon in der Hotellerie 71%. Im Schnitt gab jeder FestspielbesucherIn 319 Euro (ohne Festspielkarten) pro Tag aus. Davon entfielen auf Übernachtung und Verpflegung 191 Euro (knapp 60%), 64 Euro (gut 20%) für gehobene Konsumartikel (Bekleidung, Schmuck) aufgewendet. Auf die Festspielkarten selbst entfielen rund 550 Euro pro Besucherin.
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"Berechnung der Wertschöpfung" in der WKS-Analyse 2016: Zuerst wurden die direkten Nachfrageimpulse, die aus dem Festspielbetrieb und den Ausgaben der BesucherInnen entstehen, berechnet. Ausgangspunkt waren überdies die 263.500 verkauften Karten, von denen wohl rund 80% an BesucherInnen außerhalb der Region Salzburg gingen. Daraus ergab sich unter Berücksichtigung der (damals geltenden USt.-Sätze) und der Ausgaben der Festspiele für die Produktion der Aufführungen etc. ein bereinigter Nachfrageimpuls von 141 Mio. Euro. Die sogen. tangiblen (berechenbaren) Effekte bildet das makroökonomische Regionalmodell SAREMO der GAW ab, das wiederum beachtliche Wertschöpfungs- und Einkommenseffekte durch das Salzburg-Festival zeigte. Im Ergebnis weist im Bundesland Salzburg die sogen. Bruttowertschöpfung 2015 (mit den induzierten Welleneffekten bis 2019) einen Wert von insgesamt rund 183 Mio. Euro (in Österreich in Höhe von 215 Mio. Euro) auf. Erstmals werden in der unten angeführten umfassenden regionalwirtschaftlichen und standortbezogenen Analyse auch die vom Salzburg Festival ausgelösten - nicht zählbaren, d.h. intangiblen -  Effekte durch diesen umfassenden Ansatz näher erläutert und zwar: die Kompetenz- und Netzwerkeffekte, der Identitätseffekt, der Beitrag zur Markenbildung von Destinationen, der Marken- und Imageeffekt etc.
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Weitere Details sowohl zur Umfrage 2015 als auch zur Wertschöpfungsanalyse 2016 sind aus nachstehenden Quellen ersichtlich:
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<ref></ref>Eymannsberger Helmut: Salzburger Festspiele. Motor für die Wirtschaft, Exzellenz-Infusion für den Standort. Wertschöpfungsanalyse der Salzburger Festspiele, Wirtschaftskammer Salzburg, Stabstelle Wirtschafts- und Standortpolitik (Hg.) (Standort-Report der WKS 1), Salzburg 2017, 56 S (broch.).
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<ref></ref> Eymannsberger Helmut, Gaubinger Bernd, Schmidjell Richard: Bisherige Umwegrentabilitätsberechnungen und Wertschöpfungsanalysen über die Salzburger Festspiele, in: Dohle Oskar, Eymannsberger Helmut (Hg.), Die Kraft einer Vision. 100 Jahre Salzburger Festspiele: Motor für Kultur und Wirtschaft (Wissenschaftliche Schriftenreihe der Wirtschaftskammer Salzburg, Band 13 Schriftenreihe des Salzburger Landesarchivs, Nr. 32), 2. Aufl., Salzburg 2022, S. 141-156. ISBN 978-3-9519885-3-5.
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[https://www.sn.at/wiki/Die_Kraft_einer_Vision._100_Jahre_Salzburger_Festspiele:_Motor_f%C3%BCr_Kultur_und_Wirtschaft]
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<ref></ref>Eymannsberger Helmut, Kurtz Klemens: Salzburger Festspiele: Motor für Kultur und Wirtschaft. Wertschöpfungsanalyse 2016, in: Kurt Luger/Franz Rest (Hg.), Alpenreisen, Innsbruck, Wien, Bozen 2017, S. 465-479. ISBN 978-3-7065-5652-1.
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== Kartenverkauf, Auslastung ==
 
== Kartenverkauf, Auslastung ==
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